Deutsche Beachsoccer Meisterschaft in Warnemünde

17. August 2017
Deutsche Beachsoccer Meisterschaft in Warnemünde

Eine grandiose Saison mit drei Titelgewinnen liegt bereits hinter uns, doch am Wochenende wartet das unbestrittene Saisonhighlight auf uns. Bereits zum fünften Mal trägt der DFB das abschließende Event im deutschen Beachsoccer am Strand von Warnemünde aus, zum dritten Mal geht es um den offiziellen Deutschen Meisterstitel, den wir im Jahr 2015 bereits einmal gewinnen konnten. Im letzten Jahr mussten wir uns im Halbfinale dem späteren Titelträger Ibbenbürener BSC geschlagen geben.

Wir möchten euch an dieser Stelle einen kurzen Ausblick auf die anstehenden Partien geben und euch die restlichen Mannschaften vorstellen. Insgesamt konnten sich sechs Teams qualifizieren und erstmals nehmen ausschließlich Mannschaften teil, die auch in der German Beach Soccer League (GBSL) aktiv sind. Dies zeigt, wie wichtig und fördernd eine Teilnahme an der ersten deutschen Strandfußballliga ist. Doch kommen wir zu den Teamvorstellungen:

Gruppe A: Ibbenbürener BSC, Hertha BSC Beachsoccer, Hamburger SV Beachsoccer

Gruppe B: Rostocker Robben, Bavaria Beach Bazis München, Wuppertaler SV Beachsoccer

 

Ibbenbürener BSC: Die Jungs aus dem Tecklenburger Land sind amtierender Deutscher Meister und gehören nicht nur deshalb auch in diesem Jahr wieder zum Favoritenkreis. Das Team um Spieler- und Nationaltrainer Sebastian Ullrich war im vergangenen Sommer einfach nicht zu schlagen und musste auch in dieser Spielzeit erst in den Playoffs die erste Niederlage einstecken. Damit ging eine über zwei Jahre anhaltende Erfolgswelle zu Ende, in der das Team ungeschlagen blieb. Eine unglaubliche Leistung, vor der wir gern den Hut ziehen. Im Ibbenbürener Spiel sind besonders zwei Spieler hervorzuheben. Zum einen steht mit Timo Rohlmann ein sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten, der auch in der Lage ist, die unmöglichen Dinger zu entschärfen. Zum anderen treibt Nationalmannschaftskapitän Christian Biermann das Ibbenbürener Spiel in der Mitte an und ist zugleich bester Torschütze des Teams. Die restliche Mannschaft besticht ebenfalls durch eine hohe Qualität. In den bereits angesprochenen Playoffs gegen Hertha BSC schien es, als sei der Ibbenbüren-Code geknackt worden, denn beide Partien gingen an die Hauptstadt. Von daher wird es sicher interessant, wie sich die Berliner in der Gruppenphase der Deutschen Meisterschaft gegen Ibbenbüren schlagen werden.

 

Hertha BSC Beachsoccer: Unser Gegner aus dem GBSL-Finale hat sich nach einer starken Saison vollkommen verdient für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren können. Besonders in den Playoffs gegen Ibbenbüren zeigten die Jungs um Topstürmer Joel Nießlein ihre mannschaftliche Geschlossenheit bei gleichzeitiger individueller Klasse. Ähnlich wie beim Team aus Ibbenbüren ist im Kader, abgesehen von den Ausnahmekönnern, kein wirklicher Qualitätsverlust erkennbar. Außerdem zeichnet die Berliner aus, dass jeder einzelne Spieler im Spiel den absoluten Willen zeigt, gewinnen zu wllen und daher auch dahin geht, wo es weh tut. Unsere bisherige Saisonbilanz gegen Hertha sieht mit drei Siegen aus drei Spielen auf dem Papier zwar eindeutig aus, jedoch unterschätzen wir die Hauptstädter nicht, sollten wir im weiteren Turnierverlauf auf sie treffen.

 

Hamburger SV Beachsoccer: Während es für den großen Bruder aktuell wieder einmal nicht so läuft, machen es die Jungs im Sand deutlich besser. Beim ersten Heimspieltag der noch jungen Vereinsgeschichte wurde gezeigt, dass Hamburg Bock auf Beachsoccer hat und am Ende stand ein respektabler fünfter Platz in der GBSL zu Buche. Vor allem Neuzugang Kepper Sousa da Silva, der vor der Saison aus Ibbenbüren kam, belebt das Hamburger Spiel und sorgt vorne für die nötige Durchschlagskraft. Hamburg konnte sich das Teilnahmeticket erst kurz vor Schluss mit einem dritten Platz bei der NOFV-Meisterschaft sichern, da wir und Hertha BSC bereits durch die GBSL qualifiziert waren. Dies wird die Motivation der Hansestädter sicher noch einmal steigern, wollen sie doch Beachsoccer-Deutschland zeigen, dass sie nicht einfach so in dieses Event hineingerutscht sind.

 

Bavaria Beach Bazis München: Nicht, dass wir missverstanden werden, wir gönnen jedem Team die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Dass sich die Münchener in diesem Jahr qualifiziert haben, freut uns jedoch ungemein. Die sympathischen Bayern erinnern uns von ihrer Spielweise ein wenig an unsere Anfänge, was keineswegs negativ gemeint ist. Jeder kleine individuelle Fehler wird sofort verziehen und ein Mitspieler bügelt alles wieder gerade. Und wenn es doch mal zum Gegentor kommt: Scheiß drauf, muss halt vorne wieder eine Bude mehr gemacht werden! Dieser Teamgeist und Kampfeswille hat uns in den ersten Jahren ausgezeichnet, ist aber in der letzten Spielzeit mitunter ein wenig verloren gegangen. Diesen Zusammenhalt erkennt man bei den Bazis auch neben dem Feld. Das GBSL-Finale war für uns zwar die weiteste Tour in dieser Saison, eine solche Organisation in dieser Location ist aber jeden Kilometer wert. Wir wollen dennoch keine Gastgeschenke verteilen. Darüber hinaus wollen wir nicht noch einmal acht Gegentore vom Team um Spielertrainer Ricky Goller kassieren und sind deshalb gewarnt vor den so nett daherkommenden Bazis.

 

Wuppertaler SV Beachsoccer: Der dritte (ehemals) große Name im Bunde ist auch gleichzeitig die größte Wundertüte. Im letzten Jahr wurde das Team noch ordentlich mit portugiesischen Nationalspielern verstärkt, in dieser Saison wurde sich anscheinend besinnt und es stand größtenteils der gleiche Kader im Laufe der Spielzeit auf dem Feld. Lediglich Schlüsselspieler Mirko Brüggemann wechselte, doch nicht etwa den Verein sondern die Position. Der zweitbeste Torschütze der GBSL-Saison stand dabei mehrere Spiele im Tor und sein ballsicheres Aufbauspiel stellte uns zu Beginn der Saison vor unerwartet große Probleme. Es hängt also viel davon ab, auf welcher Position Mirko Brüggemann aufstellt wird, denn um ihn herum wird das Wuppertaler Spiel aufgezogen. In der GBSL hatten die Wuppertaler in der Regel nie einen vollen Kader dabei, daher sind wir gespannt, werd am Wochenende aus dem Hut gezogen wird.

 

Der Spielplan verspricht Spannung pur, denn wenn wir ins Turnier eingreifen, könnte es für das gegnerische Team bereits ein vorgezogenes Endspiel sein. Darüber hinaus hat der Hamburger SV bereits alle Spiele absolviert, während wir noch keine Minute im Sand standen. Hier die Übersicht:

Samstag, 19.08.2017:

10:00: Ibbenbürener BSC – Hamburger SV
11:15: Wuppertaler SV – Bavaria Beach Bazis
13:30: Hertha BSC – Hamburger SV
14:45: Rostocker Robben – Bavaria Beach Bazis
16:00: Hertha BSC – Ibbenbürener BSC
17:45: Rostocker Robben – Wuppertaler SV

Sonntag, 20.08.2017:

10:00: Sieger Gruppe A – Zweiter Gruppe B
11:15: Sieger Gruppe B – Zweiter Gruppe A
12:30: Spiel um Platz 5
13:45: Spiel um Platz 3
15:00: Finale

 

Solltet ihr es nicht ins Stadion schaffen, sei euch der Livestream auf DFB-TV ans Herz gelegt. Darüber hinaus können die Spiele am Sonntag im Stream auf sport1.de verfolgt werden.

Zum Abschluss möchten wir euch noch einmal berichten, was uns dieses Wochenende bedeutet. Als wir 2013 erstmals in der GBSL angetreten sind, konnte niemand ahnen, welchen Weg wir als Verein und aktive Sportler, aber auch der gesamte Sport an sich in Deutschland nehmen würde. In diesen fünf Jahren haben wir große Erfolge gefeiert und bittere Niederlagen einstecken müssen. Doch egal, wie ein Spiel am Ende ausgegangen ist, es hat uns zu diesem Wochenende geführt. Eine solche Arena am Strand, die mit euch gefüllt zur Festung wird, ist das, wofür wir uns im Sommer die Wochenenden um die Ohren schlagen, wofür wir an die Baggerseen und in die Freibäder dieses Landes fahren und wofür wir dreimal die Woche auf dem Trainingsplatz stehen. Wir sind heiß auf das Saisonfinale und mit eurer Unterstützung holen wir den Titel zurück nach Rostock!

OuOuOu!