Fulminantes Wochenende lässt uns Tabellenspitze zurück erobern

Fulminantes Wochenende lässt uns Tabellenspitze zurück erobern

Hätte uns jemand vor dem dritten Spieltagswochenende gesagt, dass wir mit sechs Punkten wieder nach Hause fahren, hätten wir das unabhängig von der Frage nach dem „Wie“ sofort unterschrieben. Dass wir dann aber den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Ibbenbüren mit 9:1 besiegen und am folgenden Sonntag gegen die Kärlicher Kraken mit 12:2 unseren höchsten Saisonsieg einfahren können, hätten wir uns nicht vorzustellen vermocht.

Rostocker Robben – Ibbenbürener BSC 9:1 (2:1, 2:1, 5:0)

Wow, was war das für ein Spiel! Es fällt schwer, eine solche Partie sachlich zu beschreiben, denn ein solch deutlicher Sieg gegen eine absolute Spitzenmannschaft ist auch für uns nichts Alltägliches. Dabei fing das Spiel aus unserer Sicht denkbar ungünstig an, denn Christian Biermann setzte den Ibbenbürener Anstoß direkt mal in den Winkel. Doch noch vor dem Pausenpfiff drehte Spielertrainer Svenni das Spiel mit zwei Toren.

Im zweiten Drittel sorgte dann ein Platzverweis für den Ibbenbürener Felix Stehr für eine Überzahlsituation zu unseren Gunsten. Bei einem direkt genommenen Fallrückzieher traf er Schmitti mit voller Wucht am Kopf, sodass das Zeigen der Roten Karte laut Schiedsrichter alternativlos war. Wir begrüßen diese Linie sehr, denn solche Aktionen sind eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der Verteidiger. Umso verwunderlicher, dass sich in Nazaré niemand dafür interessierte und es in der Regel einfach weiterging, wenn Fallrückzieher direkt angesetzt wurden, unabhängig davon, ob der Verteidiger getroffen wurde oder nicht.

Wir konnten die Überzahlsituation glücklicherweise direkt in Form eines Kopfballtores von Kauti nach einer Ecke nutzen und gingen so mit zwei Toren in Führung. Und Käpt’n Kauti legte direkt nochmal nach, denn ein wunderschöner Fallrückzieher landete flach im langen Eck. Mit 4:1 ging es in die letzte Pause.

Im letzten Durchgang lief dann für uns einfach alles zusammen. Schmitti traf mit dem Kopf nach perfektem Einwurf von Casper, Kauti legte noch einen Kopfballtreffer nach, Svenni wühlte sich zu seinem dritten Treffer in der Partie, Ranger verwandelte einen Neunmeter und Krischi setzte den Schlusspunkt mit einem weiteren Tor per Kopf. Auf der anderen Seite hatte Ibbenbüren mit ungewohntem Abschlusspech, unserer bombensicheren Defensive oder unserem stark aufgelegten Torwart Thilo zu kämpfen, sodass wir hier nichts mehr anbrennen ließen.

Insgesamt war es ein Spiel, was für uns nicht besser hätte laufen können. Wir schafften es, aus einer geordneten Defensive heraus schöne Spielzüge zu kreieren, waren stets hellwach und bei Kontern eiskalt.

Mülling – Kautermann (3 Tore), Rönsch (1), Schmitt (1), Körner (3), Knüppel, Thürk (1), Jørgensen

 

Nach einem entspannten Abend ging es zügig ins Bett, denn am nächsten Tag sollte es im ersten Sonntagsspiel gegen die Kärlicher Kraken gehen. Doch die Vorzeichen standen gar nicht gut, denn anhaltende Regenfälle verwandelten den Platz teilweise in eine Matschpfütze. Nur dem beherzten Einsatz der Bavaria Beach Bazis, die sich auch für die hervorragende Gesamtorganisation des Spieltages verantwortlich zeigten, war es zu verdanken, dass wir überhaupt spielen konnten, denn flugs wurde der Großteil der Pfützen mit Sand aufgefüllt.


Rostocker Robben – TV Kärlich Beachsoccer 12:2 (0:1, 4:1, 8:0)

Das Endergebnis täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Im ersten Drittel hatten uns die Kraken im Griff und ließen jeden unserer Angriffe abprallen. Belohnt wurde diese Defensivdisziplin mit dem Führungstreffer in der neunten Minute, mit dem es auch in die erste Drittelpause ging.

Im zweiten Durchgang folgte dann eine erneute Körner-Show in Form des zwischenzeitlichen Ausgleichs. Auch wenn wir im Anschluss den erneuten Rückstand hinnehmen mussten, ließ sich unser Spielertrainer nicht vom Toreschießen abhalten und legte noch zwei Mal nach. Ranger sorgte mit einem Tor nach einer Ecke für die 4:2-Führung zur letzten Drittelpause des Wochenendes.

Das letzte Drittel ist dann trotz der vielen Tore recht schnell beschrieben. Wir kamen in einen Flow und es lief einfach alles glatt, was glattlaufen kann. Merklich erschöpfte Kärlicher hatten uns, nach den ersten beiden kräftezehrenden Dritteln verständlich, kaum noch etwas entgegenzusetzen, sodass tatsächlich jede Robbe in diesem Spiel treffen konnte. Eine Kuriosität, wie sie in unserer Vereinsgeschichte wohl noch nicht vorgekommen ist.

Mülling (1 Tor) – Kautermann (1), Rönsch (1), Schmitt (1), Körner (4), Knüppel (1), Thürk (2), Jørgensen (1)


 

Damit endete ein rundum gelungenes Wochenende sportlich überaus erfolgreich. Die Ergebnisse der anderen Partien sorgten dafür, dass wir mit nun 18 Punkten zurück an der Tabellenspitze sind und unseren verloren geglaubten Torinstinkt zurück gefunden haben. Hinter uns lauern jedoch punktgleich mit uns Ibbenbüren, Hertha BSC und die Bavaria Beach Bazis, während die Beach Royals auf Platz Fünf abgerutscht sind. Alle Ergebnisse und die Tabelle findet ihr wie immer in unserer Fankurve. Und was unsere „Amas“ in Natendorf gemacht haben, lest ihr in einem extra Beitrag.

OuOuOu!

Drittes Spieltagswochenende in München

Drittes Spieltagswochenende in München

Der internationale Ausflug zum Euro Winners Cup in Nazaré ist verdaut und verarbeitet, zwei harte Trainingswochen liegen hinter uns und endlich geht die Deutsche Beachsoccer-Liga in die nächste Runde. Es hat ein wenig was von einem Déjà-vu, denn wieder geht es ins nördlich von München gelegene Munich Beach Resort in Oberschleißheim. In zwei Partien warten Gegner auf uns, die unterschiedlicher nicht sein könnten, denn wir spielen sowohl gegen den aktuell ungeschlagenen Tabellenführer als auch gegen das bislang punktlose Schlusslicht.

 

Samstag, 22.06.2019, 15:00 Uhr: Rostocker Robben – Ibbenbürener Beach Soccer Club

Foto: Ibbenbürener BSC

In der Liga seit: 2013

Größter Erfolg: Deutscher Meister 2016, GBSL-Meister 2015 & 2016

Unsere Ligabilanz: 13 Spiele, 5 Siege, 1 Unentschieden, 7 Niederlagen, 76:81 Tore

Wichtigste Spieler: Christian Biermann, Sascha Weirauch

Man kann bei Weitem nicht behaupten, dass die Jungs aus Ibbenbüren unsere Lieblingsgegner sind, doch wenn wir gegen sie spielen, ist eins sicher: Für die Zuschauer wird einiges geboten. Das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft 2016, bei dem wir uns nach über 90 Minuten Beachsoccer-Schlacht 10:12 geschlagen geben mussten oder das Finale der Deutschen Meisterschaft 2017, bei dem wir 19 Sekunden vor Schluss das 4:5 kassieren, nur um selbst wiederum fünfzehn Sekunden später den Ausgleich zu erzielen, zählen zu Recht zu den besten und aufregendsten Spielen der deutschen Beachsoccer-Geschichte und sind maßgeblich dafür verantwortlich, warum Deutschland und Warnemünde auch mittlerweile international als Veranstaltungsstandort einen solchen Stellenwert genießen.

Gegen kein anderes Team bestritten wir mehr Pflichtspiele in der Liga, gegen kein anderes Team mussten wir mehr Niederlagen einstecken und gegen kein anderes Team konnten wir mehr Finalsiege feiern, denn unsere drei Titel bei der Deutschen Meisterschaft des DFB gewannen wir allesamt nach Siegen gegen das Team aus dem Tecklenburger Land.

Auch wenn ihnen mitunter das Finalglück etwas abhandenkommt, gehört Ibbenbüren eindeutig zu den besten Teams im deutschen Beachsoccer. Neben den zahlreichen Titeln und Finalteilnahmen ist zusätzlich die längste Siegesserie in der Liga zu nennen, denn in den Saisons 2015 bis 2017 blieb das Team um Kapitän und Nationalspieler Christian Biermann fast drei Jahre in der regulären Saison ungeschlagen. Diese erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte gipfelte folgerichtig mit den GBSL-Titeln 2015 und 2016 sowie dem Deutschen Meistertitel 2016.

Stichwort Nationalspieler: Nicht nur Christian Biermann, individuell betrachtet zurzeit bester deutscher Beachsoccer-Spieler, ist eine feste Größe im Team um Nationalcoach Marucci. Insgesamt durften bereits elf Spieler aus dem aktuellen Kader das Trikot mit dem Adler überstreifen und Deutschland vertreten, weitere fünf sind nicht mehr für das Team aktiv. Dies ist ein weiterer Beweis für die gute Arbeit, die in Ibbenbüren geleistet wird.

Wir erwarten daher ein hart umkämpftes Spiel, in dem sich beide Teams nichts schenken werden, denn hier werden richtige Big Points verteilt.


 

Nach einer kurzen Nacht wartet zum Auftakt des Sonntags Liganeuling TV Kärlich auf uns.

Sonntag, 23.06.2019, 09:00 Uhr: Rostocker Robben – TV Kärlich Beachsoccer

Foto: TV Kärlich

In der Liga seit: 2019

Größter Erfolg: Sieger Regionalentscheid Südwest/West 2018, Dritter Platz DFB-Beachsoccer-Tour 2018

Unsere Ligabilanz: –

Wichtigste Spieler: ?

 

Auch in diesem Jahr dürfen wir zwei neue Teams in der Deutschen Beachsoccer-Liga begrüßen. Als erster neuer Vertreter stellen wir euch den Turn-Verein Kärlich vor, der mit seiner neuen Beachsoccer-Abteilung an den Start geht. Zugegeben, wir mussten zunächst nachschauen, wo Kärlich überhaupt liegt. Im nördlichen Rheinland-Pfalz direkt am Rhein gelegen ist es nicht weit zur Nachbarstadt Koblenz.

Der Stammverein wurde bereits 1908 gegründet und zählt heute knapp 1.000 Mitglieder. Damit ist der Verein hinter dem TV Mülheim der zweitgrößte im Bereich der Stadt Mülheim-Kärlich.

Nach dem Gewinn des Regionalentscheides Südwest/West im vergangenen Jahr unter dem Namen Asche Ballsport Kärlich, bei dem das Team ungeschlagen durchs Turnier ging, stand die Qualifikation zum erstmalig ausgetragenen Finale der DFB-Beachsoccer-Tour fest. Dort konnten die Phönixe nach knapper Niederlage in der Verlängerung des Halbfinals einen souveränen und respektablen dritten Platz bejubeln.

Leider konnten wir das Spielgeschehen am Finalwochenende nur bedingt verfolgen, da wir selbst das Finale um die Deutsche Meisterschaft gespielt hatten. Auch wenn die Jungs im bisherigen Saisonverlauf keine Punkte sammeln konnten, erwartet uns hier keinesfalls ein Gegner, den wir im Vorbeigehen schlagen. Bei der 3:6-Niederlage gegen die Beach Royals konnten sie beispielweise ein Tor mehr erzielen als wir.


 

Damit erwartet uns wieder ein kräftezehrendes Wochenende, bei dem wir für jede Minute auf dem Platz 21 Kilometer auf der Autobahn verbringen müssen. Doch das soll uns nicht davon abhalten, mit maximaler Punktausbeute zurück nach Rostock zu kommen. Wir hoffen, ihr drückt uns die Daumen.

OuOuOu!

Testspielreihe bringt Torhunger zurück

Testspielreihe bringt Torhunger zurück

Während der Euro Winners Cup weiter in vollem Gange ist und heute Abend um 19 Uhr deutscher Zeit seinen Höhepunkt mit dem Finale zwischen Titelverteidiger SC Braga und KP Łódź finden wird, waren wir natürlich nicht untätig, denn nach unseren Ergebnissen im Turnier gab und gibt es deutlichen Handlungsbedarf. Daher haben wir das gute Wetter und die hervorragenden Bedingungen genutzt, um ein bis zwei Trainingseinheiten täglich durchzuführen und insgesamt drei Testspiele gegen unterschiedlichste Gegner anzusetzen.


Rostocker Robben – MFC Spartak Varna 8:7 (2:1, 2:1, 2:2, 2:3)

Als erstes hatte sich der bulgarische Meister aus Varna zu einem Freundschaftskick bereit erklärt, mit dabei auch die rumänische Legende Marian „Maci“ Maciuca. Wir spielten vier Viertel zu je 12 Minuten und konnten die ersten beiden direkt für uns entscheiden. Vorn haben wir endlich mal wieder unsere Chancen genutzt und standen defensiv sicherer als die Spiele zuvor. Zum Ende hin verließ uns etwas die Kraft, sodass wir den Gegner rankommen ließen, was aber am positiven Ausgang für uns nichts mehr änderte.

Mülling – Baaske, Krötsching, Schmitt, Ploog, Körner (3 Tore), H. Knüppel (3), Thürk (1), Basiel (1)


Rostocker Robben – GR Amigos da Paz 8:8, 2:3 n. N. (4:0, 0:4, 2:2, 2:2)

Für den darauffolgenden Tag bekamen wir eine Anfrage des portugiesischen Teams Grupo Recreativo Amigos da Paz, was soviel wie Freizeitsportfreunde des Friedens bedeutet. Auf dem Feld machten die Jungs uns aber nur im ersten, sechzehn Minuten angesetzten, Drittel Friedensangebote. Durch akkurate Spielzüge und drei Fallrückzieher gingen wir verdient in Führung, mussten diese jedoch im zweiten Drittel bereits wieder abgeben, da wir uns in der Defensive einfach zu blöd anstellten. Das letzte Drittel endete unentschieden und auch die Verlängerung brachte keinen Sieger, sodass die Entscheidung im Neunmeterschießen fallen musste. Drei von fünf Schützen auf unserer Seite vergaben jedoch und wir mussten das Spiel verloren geben.

Mülling – Baaske, Krötsching (1 Tor), Schmitt, Ploog, Körner (1), H. Knüppel (1), Thürk (3), Basiel (2)


Rostocker Robben – Grodnooblsport 5:5, 5:4 n. N. (3:2, 2:1, 0:2, 0:0)

Im letzten Härtetest ging es gegen den weißrussischen EWC-Vertreter von Grodnooblsport, die ebenfalls in den letzten beiden Tagen Testspiele absolvierten, sodass die gleichen Voraussetzungen in der Kategorie „schwere Beine“ herrschten. Erschwerend kam hinzu, dass uns Torwart Thilo und Paul nicht zur Verfügung standen. Wir mussten also improvisieren und nahmen die Unterstützung von Gastspieler Christian Biermann dankend an. Nach dem vergangenen Spiel hieß die Devise von Coach Körner diesmal „Spaß haben“, was das Team auch super umsetzten konnte. In drei Mal 15 Minuten gingen wir frühzeitig in Führung und erspielten uns viele Chancen. Auf der anderen Seite hielt Ersatztorwart Krischi seinen Kasten so gut es ging sauber. Dennoch mussten wir im letzten Drittel noch den Ausgleich hinnehmen. Wieder brachte die Verlängerung keine Entscheidung, im folgenden Neunmeterschießen blieben diesmal aber alle Schützen cool und verwandelten souverän.

Thürk – Krötsching, Biermann (1 Tor), Schmitt (1), Ploog, Körner (1), H. Knüppel (1), Basiel (1)


Dienstag Abend sind dann alle Robben wieder zurück in der Heimat und geben auf dem heimischen Trainingsplatz alles, um am 22./23. Juni beim DBL-Spieltag in München gegen Sitzenreiter Ibbenbüren und Liganeuling Kärlich maximal zu punkten.

Vielen Dank für eure Unterstützung, wir sehen uns am Strand!

OuOuOu!

Dritte Niederlage in der Vorrunde sorgt für verdientes Turnieraus

Dritte Niederlage in der Vorrunde sorgt für verdientes Turnieraus

Rostocker Robben – Cartel Waterloo 3:4 (0:2, 3:1, 0:1)

Uns fehlen nach diesem Spiel ein wenig die Worte, daher halten wir die Spielzusammenfassung etwas kürzer als gewohnt.

Wir gingen mit hohen Erwartungen ins Spiel, waren aber offensichtlich ob des Endspielcharakters etwas nervös. Zum wiederholten Mal brachten uns bereits bekannte Fehler in Rückstand, zum wiederholten Mal schafften wir es nicht, eigene Tore zu erspielen oder zumindest zu erzwingen.

Unser definitiv bestes Drittel war das zweite, in dem wir es schafften, auszugleichen und den letzten Durchgang entsprechend offen zu gestalten. Dort wollten wir unbedingt das eine Tor zum Sechzehntelfinale erzwingen, kassierten dann aber bezeichnenderweise kurz vor Schluss mit einem langen Abwurf das Gegentor zum Turnieraus.

Wer sich das Spiel trotzdem nochmal anschauen möchte, hat HIER die Chance dazu.

Mülling – Baaske, Krötsching, Ploog, Schmitt (1 Tor), Körner (2), Knüppel, Thürk, Basiel

OuOuOu!

Gutes Spiel reicht nicht zum Punktgewinn gegen Levante

Gutes Spiel reicht nicht zum Punktgewinn gegen Levante

Rostocker Robben – Levante UD 0:3 (0:2, 0:1, 0:0)

Im zweiten Gruppenspiel beim Euro Winners Cup in Nazaré gegen den spanischen Meister aus Levante kommen wir trotz starker Leistung nicht über eine 0:3-Niederlage hinaus, haben aber für das letzte Duell am morgigen Dienstag nochmal Selbstvertrauen tanken können.

Das Spiel ging direkt ohne Abtastphase in die vollen, den spanischen Anstoß konnte Thilo mit einer Parade jedoch entschärfen. Unsere erste Chance ließ nicht lange auf sich warten, Hansis Schuss segelte aber knapp am langen Eck vorbei. Nach vier Minuten klingelte es dann das erste Mal, leider in unserem Kasten. Ein Schuss von Thilo kam postwendend zurück, unser Schlussmann wusste sich nicht anders zu helfen, als den spanischen Stürmer zu foulen und kassierte dafür zu Recht die Gelbe Karte. Den fälligen Freistoß versenkte Edu Suárez routiniert ins linke untere Eck. Dem 0:2 durch eben jenen Suárez ging eine komische Situation voraus. Svenni eroberte den Ball im Mittelfeld und kann frei vor dem Tor abschließen, der spanische Nationalkeeper Dona aber entschärfte die Situation. Ecke für die Robben – dachten alle und wir rückten entsprechend auf. Nur der Schiedsrichter entschied, warum auch immer, auf Abwurf, Dona nahm das Geschenk an und warf auf seinen völlig blanken Stürmer. Eine unverständliche Aktion eines internationalen Toppspielers, der uns nach dem Spiel trotz Entschuldigungen zu Recht unseren Blickkontakt mied. Damit endete der erste Durchgang.

Kurz nach Wiederanpfiff hatten wir direkt eine dicke Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Nach einem schmeichelhaften Handspielpfiff trat Alex zum Freistoß aus etwa zehn Metern an, verschoss aber zentral auf den herausstürmenden Dona. Es entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem wir es schafften, die spanischen Angriffe weitestgehend zu verteidigen. Bezeichnend ist daher die Entstehung des 0:3. Svenni versuchte unter Bedrängis zurück zu Thilo zu spielen, der seinerseits entgegen kommen wollte. Folge dieses Kommunikationsfehlers war ein Eigentor durch unseren Spielertrainer. Mit einem Drei-Tore-Rückstand ging es ins letzte Drittel.

Im letzten Spielabschnitt egalisierten wir uns aber weitestgehend, sodass das Drittel gerechterweise torlos endete und das Spiel mit 0:3 verloren ging. Das Spiel gibt es natürlich auch wieder zum Nachschauen in voller Länge.

Mülling – Kautermann, Krötsching, Baaske, Schmitt, Körner, Knüppel, (Ploog), Thürk, Basiel

Doch trotz der Niederlage müssen wir die Köpfe keineswegs in den Sand stecken. Drei Gegentore, davon ein Standard, ein Schiedsrichtergeschenk und Eigentor sind gegen den spanischen Meister keinesfalls eine Schande. Wir müssen uns aber ankreiden, einfach kein eigenes Tor geschossen zu haben. Dennoch lässt sich vor allem auf der Defensivarbeit aufbauen. Wir standen hinten sicher, waren griffig an unseren Männern und kassierten auch deshalb kein Gegentor aus dem Spiel heraus. Mit der gleichen konzentrierten Leistung am morgigen Dienstag gegen die Belgier von Cartel Waterloo (HIER live um 11:15 Uhr deutsche Zeit) kann nur ein Punktgewinn unser Ziel sein, der dann auch für den Einzug ins Sechzehntelfinale reichen würde.

Also drückt uns auch morgen wieder zahlreich am Bildschirm die Daumen. Wie ihr heute im Stream sehen konntet, ist die Unterstützung live vor Ort auch wieder überragend, daher auch ein riesiges Dankeschön an alle Mitgereisten!

OuOuOu!