Saisonbeginn in der Deutschen Beachsoccer-Liga am Wochenende

Saisonbeginn in der Deutschen Beachsoccer-Liga am Wochenende

Es hat lange gedauert, doch am kommenden Wochenende ist es soweit: Die Deutsche Beachsoccer-Liga startet in die Saison 2020.

Die Corona-Pandemie hat auch uns eiskalt erwischt. Eigentlich war alles vorbereitet für eine weitere intensive und ereignisreiche Strandfußballsaison. Erstmals sollte es für uns vor Saisonstart in ein einwöchiges Trainingslager nach Spanien inklusive Vorbereitungsturnier gehen, ein Pokalwettbewerb in Deutschland war geplant, die Deutsche Beachsoccer-Liga sollte erneut Mitte Mai am heimischen Ostseestrand eingeläutet werden und der Euro Winners Cup hätte uns Anfang Juni zurück ins portugiesische Nazaré gebracht. Doch dann kam der Lockdown und nicht einmal Training war für uns möglich.

Mittlerweile sind knappe fünf Monate vergangen und die nationale Saison hat immer noch nicht begonnen. Doch am Wochenende ist es endlich soweit! Für uns geht es zum ersten Spieltagswochenende nach Düsseldorf.

Die spielfreie Zeit wurde natürlich nicht ungenutzt gelassen. Im Hintergrund wurde bei allen Beteiligten intensiv gearbeitet, Konzepte wurden erstellt, Spielpläne und Modi ent- und wieder verworfen und wir konnten im Vergleich zu Teams aus anderen Bundesländern relativ zeitig wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, da Kontaktbeschränkungen und weitere Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern frühzeitig zu Gunsten des Vereinssports angepasst wurden. Wir haben so gesehen die längste Vorbereitung aller Zeiten hinter uns und brennen darauf, endlich im Wettkampf loslegen zu können.

 

Angepasster Modus und herbstliches Finale

Der Sommer neigt sich bereits dem Ende entgegen und ein gewohnter Spielbetrieb ist in diesem Jahr nicht möglich. Von allen Teams und Offiziellen wird daher ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft und Flexibilität vorausgesetzt, vor allem, was den Austragsungsmodus sowie den Spielort angeht.

Für uns geht es daher an den kommenden drei Wochenenden (8./9., 15./16. sowie 22./23. August) nach Düsseldorf, denn nur dort war es möglich, das vom DFB entwickelte Hygienekonzept zur Durchführung eines möglichst risikoarmen Spielbetriebs umzusetzen. Leider sind dabei keine Zuschauer vorgesehen, sodass ihr uns von zu Hause aus die Daumen drücken müsst. Wir werden euch während der Spiele aber wie gewohnt auf dem Laufenden halten. Am schnellsten seid ihr wie immer auf unserer Instagramseite informiert.

Gespielt wird in einem angepassten Ligamodus. An jedem Wochenende spielen die Teams in drei Vierergruppen gegeneinander und sammeln Punkte für die Gesamttabelle. Die Auslosung für das erste Wochenende erfolgte auf Grundlage der Abschlusstabelle aus 2019. Die Gruppen für das zweite und dritte Event werden jeweils nach dem ersten bzw. zweiten Event auf Basis der aktuellen Tabelle ausgelost. Für uns geht es am ersten Wochenende gegen die Beach Boyz Waldkraiburg, Real Münster sowie den Hamburger SV. Eine kleine Vorstellung unserer Gegner folgt in den nächsten Tagen. Den kompletten Spielplan findet ihr wie gewohnt HIER.

Die vier punktbesten Teams der Gesamttabelle qualifizieren sich für das Final Four, dem Finale um die deutsche Beachsoccer-Meisterschaft 2020, welches am 26./27. September am Strand von Warnemünde ausgetragen werden soll. Wir hoffen, dass sich zum einen das Wetter bis dahin hält und zum anderen die aktuelle Verfügungslage zumindest ein paar Zuschauer zulässt.

Doch bis dahin ist noch ein langer Weg, der nicht nur auf sportlicher Ebene einige Herausforderungen für uns bereit hält. Wir werden alles geben, um zumindest sportlich das Bestmögliche zu erreichen und sind stolz darauf, euch als Unterstützung im Rücken zu wissen.

OuOuOu und bleibt gesund!

Erste Niederlage im letzten Saisonspiel

Erste Niederlage im letzten Saisonspiel

Am vergangenen Wochenende ging es für uns zum letzten Spieltagsevent nach Düsseldorf. Die Vorzeichen waren klar: Obwohl wir nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden konnten, wollten wir unsere bestmögliche Leistung abliefern, um uns so auf das Finalwochenende der Deutschen Meisterschaft am 18. und 19. August bei uns in Warnemünde vorzubereiten. Das gelang uns in den Spielen gegen die Beach Boyz Waldkraiburg und den Ibbenbürener BSC nur bedingt.

 

Rostocker Robben – BSC Beach Boyz 10:5 (3:1, 3:2, 4:2)

Gegen die Jungs aus Bayern hatten wir uns nicht weniger vorgenommen als einen deutlichen Sieg. Auch wenn das Ergebnis am Ende fast gestimmt hat, täuscht es doch etwas über den Spielverlauf hinweg. Wir gingen nach sieben Minuten zwar mit 3:0 in Führung, mussten dann im ersten Drittel aber direkt den Anschlusstreffer hinnehmen. Während unsere Offensive ungewohnt viele Chancen ausließ, fanden wir in der Defensive häufig einfach nicht schnell genug in unsere Ordnung zurück und verteidigten mitunter dilettantisch, sodass die Beach Boyz unsere Einladungen dankend annehmen konnten. Wir müssen bilanzieren, dass das nicht unbedingt unser bestes Saisonspiel war. Wer es sich dennoch erneut anschauen möchte, wird ab 05:23:00 fündig.

Müling (1 Tor) – Dahnke (1), Krötsching (1), Schmitt, Körner (2), Knüppel (1), Meier, Bullerjahn, Neumann (2), Thürk (2)

 

Rostocker Robben – Ibbenbürener BSC 2:6 (1:1, 1:0, 0:5)

Die anderen Partien hatten tatsächlich zur eindeutigen Ausgangslage geführt: Gewinnen wir, fährt Ibbenbüren nicht zur Deutschen Meisterschaft. Aufgrund der vergangenen Jahre eine Chance, die wir nutzen wollten. Und nach den ersten beiden Dritteln sah es tatsächlich so aus, als könnten wir unseren ärgsten Konkurrenten von unserem Strand fernhalten. Kröte brachte uns mit dem Hinterkopf in Führung, doch C. Biermann konnte noch im ersten Drittel ausgleichen. Im zweiten Durchgang stellte Krischi mit einem verwandelten Neunmeter die Führung wieder her und wir bestimmten auch hier über weite Strecken das Spiel. Im letzten Drittel gaben wir das Heft des Handelns dann jedoch komplett aus der Hand und individuelle Fehler reihten sich aneinander, aus denen direkt Gegentreffer resultierten. Auf einmal stand es 2:4 gegen uns. Die letzten beiden Gegentore sind dann geschenkt, als wir alles nach vorne warfen und komplett die Ordnung verloren.

Alles in allem muss man neidlos anerkennen, dass sich Ibbenbüren mit dieser Leistung die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft verdient hat. Wer so eiskalt Fehler des Gegners ausnutzt, gewinnt ein solches Spiel zu Recht. Für uns kam dieser Dämpfer aber offensichtlich zur rechten Zeit. Die Unachtsamkeiten, die sich in unser Spiel eingeschlichen haben, haben wir lieber jetzt gemacht, als dann in zwei Wochen. Darüber hinaus war es für unser Team sicher ein Weckruf und ein deutliches Zeichen, dass wir eben noch nicht Deutscher Meister 2018 sind, sondern nur Tabellenführer nach der regulären Saison.

Schröder – Dahnke, Krötsching (1 Tor), Schmitt, Körner, Knüppel, Meier, Bullerjahn, Neumann, Thürk (1)

 

Unser Mitgefühl geht an die Familie des jungen Mannes, der während unseres Spiels gegen Ibbenbüren im Unterbacher See sein Leben verlor.

 

Alles in allem war es ein sehr bitteres Wochenende für uns, aus dem wir nun möglichst viele positive Schlüsse ziehen müssen. Wir werden die letzten beiden Wochen vor der Deutschen Meisterschaft intensiv nutzen und am spielfreien Wochenende ein kleines Trainingslager einschieben. Im Halbfinale wartet dann am 18. August Hertha BSC auf uns, die uns in dieser Saison in München ein Unentschieden in der regulären Spielzeit abtrotzten. Wir sind vor dem Team aus der Hauptstadt also gewarnt.

OuOuOu!