Final Four in Warnemünde: Die Teilnehmer im Überblick

Final Four in Warnemünde: Die Teilnehmer im Überblick

Foto: Danilo Schubert

 

Das geilste Wochenende des Jahres steht kurz bevor und nicht nur bei uns laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der DFB hat bereits mit unzähligen Helfern ein wunderbares Stadion am Fuße des Teepotts aufgebaut, die Zimmer im DOCK INN Hostel sind auf Hochglanz gebracht worden und auch die anderen drei Teams haben die Woche über fleißig trainiert. Doch wer kämpft eigentlich, neben uns, in diesem Jahr um die Krone im Deutschen Beachsoccer? Wir haben uns die anderen drei teilnehmenden Teams und deren bisherigen Saisonverlauf einmal genauer angeschaut.

 

Real Münster: Platz 4, 29 Punkte, 10 S, 3 N, 81:50 Tore (+31)

Als erstes werfen wir den Blick auf unseren Halbfinalgegner. Real Münster ist bereits das zweite Mal in Folge beim Final Four am Start und in diesem Jahr der Gewinner des Dreikampfs um Platz 4 im Saisonendspurt, bei dem sich die Bavaria Beach Bazis und der Ibbenbürener BSC mit den ungeliebten Plätzen Fünf und Sechs zufrieden geben mussten.

Die Münsteraner sind wahre Offensivmonster, denn in dieser Saison erzielten sie im Schnitt sechs Tore und stellen damit den drittbesten Angriff der Liga. Oleh Shchytnik (19 Treffer), Evgenii Ketz (16) und Ali Bagheri (14) allein sorgten für 49 Treffer und stellten die gegnerischen Abwehrreihen vor einige Probleme. Auf der anderen Seite kassierten die Jungs aus Westfalen mit 50 Gegentoren die meisten der Teams in der oberen Tabellenhälfte.

Das direkte Aufeinandertreffen in Düsseldorf konnten wir aufgrund einer konzentrierten Leistung mit 5:0 gewinnen, profitierten dabei aber auch von der Gelb-Rot bedingten Sperre Evgenii Ketz‘. Wir erwarten daher im erneuten Duell eine mutigere und spielstärkere Münsterander Mannschaft, die uns defensiv alles abverlangen wird.

Anpfiff zum ersten Halbfinale des Tages ist am Samstag um 16:30 Uhr. Wer es nicht in die Sport & Beach Arena schafft, kann sich das Spiel auch im Livestream anschauen.


 

Hertha BSC Beachsoccer: Platz 2, 33 Punkte, 11 S, 2 N, 61:29 Tore (+32)

Die Berliner sind die Dauerbrenner beim Finalwochenende um die Deutsche Meisterschaft, denn seit der Angliederung an die Alte Dame 2016 waren sie immer in Warnemünde dabei. Schaut man noch etwas weiter zurück, wird deutlich, dass einige Spieler bereits jedes Jahr seit 2013, damals noch mit BeachKick Berlin, das Finalticket buchen konnten, womit sie auf eine länger währende Finalhistorie zurück blicken können als wir. Zum ganz großen Wurf hat es bisher jedoch nicht gereicht, Platz 3 im Jahr 2017 war der größte Erfolg des Hauptstadtclubs.

In dieser regulären Saison lief es wieder einmal recht ordentlich, sodass auch die diesjährige Finalteilnahme mehr als verdient ist. Elf Siege sprechen eine deutliche Sprache, wobei vor allem in Spielen gegen direkte Konkurrenten echte Big Points eingefahren werden konnten (2:0 gg. die Bazis, 9:5 gg. die Beach Royals nach 1:4-Rückstand, 6:1 gg. Ibbenbüren). Lediglich gegen Real Münster (1:2) und gegen uns (1:9) setzte es eine Niederlage, wobei das Ergebnis unseres Aufeinandertreffens nicht allzu hoch bewertet werden sollte.

Hertha sollte mit einem breiteren Kader nach Warnemünde reisen, als es zuletzt in Düsseldorf der Fall war und auch die Unterstützung der Fans ist ihnen sicher, da sich traditionell eine kleinere Reisegruppe mit auf den Weg aus der Haupstadt an den Strand macht. Leicht haben werden sie es in ihrem Halbfinale aber in keinem Fall, denn es warten die hungrigen Löwen.


 

Beach Royals Düsseldorf: Platz 3, 31 Punkte, 11 S, 2 N, 72:41 Tore (+31)

Drei Jahre können verdammt lang sein. Vor allem, wenn man das große Ziel Warnemünde immer so knapp vor Augen hat, wie die Royals aus Düsseldorf. Bei der letzten Finalteilnahme 2016 scheiterten sie im Endspiel gegen den Ibbenbürener BSC. 2017 unterlagen sie in der GBSL im Spiel um Platz 3, welcher zur Qualifikation gereicht hätte, dem gleichen Gegner und mussten im Regionalentscheid Nord dem Wuppertaler SV den Vortritt lassen. In der vergangenen Saison waren wir schlussendlich das Zünglein an der Waage, als wir im letzten Spiel gegen Ibbenbüren verloren und die Royals so noch, aufgrund des schlechteren Torverhältnisses, auf den fünften Platz abrutschten. Nun hat es endlich wieder geklappt und was sollen wir sagen: Es ist mehr als verdient.

Nach einem Umbruch im Team und der Integration vieler neuer Spieler scheint die Arbeit Früchte zu tragen. Spielertrainer Oliver Romrig geht trotz seines gesetzten Alters voran und erzielte den ein oder anderen wunderschönen Treffer. Hinzu kommt mit Nicolas Bella ein internationaler Topp-Transfer, der in dieser Saison bereits 17 Mal das gegnerische Tornetz finden konnte. Vier weitere Royals (Marius Ebener, David Hoeveler, Joscha Metzler und Marcel Nowak) trugen zuletzt beim EBSL-Event in Catania das Trikot mit dem Adler auf der Brust. Qualität im Team ist also zweifelsohne vorhanden.

Das Spiel gegen uns in München war, wir haben es uns nochmal angeschaut, nichts für Ästheten. Am Ende hieß es 2:3 gegen uns, was unsere einzige Niederlage in der abgelaufenen Saison bleiben sollte. Die Royals hatten im weiteren Verlauf zwei Mal das Nachsehen (5:9 gg. Hertha, 4:5 gg. Bazis), untermauerten ihren Anspruch auf das Final Four ansonsten aber eindrucksvoll. Ärgerlich jedoch ist die Sperre des Stammtorwarts Marius Ebener, der sich im vorletzten Saisonspiel zu einer Notbremse hinreißen ließ und im Halbfinale fehlen wird. Wir rechnen mit Max Kinscher im Tor, der normalerweise für Tore Schießen zuständig ist, in der Saisonvorbereitung aber auch schon als bester Torwart bei einem Turnier in Belgien ausgezeichnet wurde.


 

Neben unseren Spielen bietet auch das Rahmenprogramm etwas für den interessierten Strandsportfan. Neben der Deutschen Meisterschaft wird auch wieder der Sieger der DFB-Beachsoccer-Tour gesucht. Qualifiziert hierfür sind TSV Vineta Audorf, F.C. Trivela, BST Chemnitz & Friends sowie 1.FC 0815 Friedersdorf. Darüber hinaus zeigen die Frauen von HSG Warnemünde im Einlagespiel gegen die BeachKick Ladies Berlin sowie die Inklusionsteams von Hansa Rostock und den Peene Kickers ihr Können. Den kompletten Plan haben wir hier einmal für euch in der Übersicht:


 

Unser F.C. Hansa spielt bereits morgen auswärts in Ingolstadt, Hoch Corina sorgt für eine Rückkehr des Sommers und der Eintritt in die Arena ist wie immer frei. Wir hoffen daher auf eine lautstarke Unterstützung bei unserem Halbfinalspiel am Samstag, 16:30 Uhr gegen Münster und werden alles dafür geben, am Ende des Spiels erneut mit euch jubeln zu können.

OuOuOu!

Final Four in Warnemünde – Die Teilnehmer im Überblick

Final Four in Warnemünde – Die Teilnehmer im Überblick

Foto: Joachim Kloock

 

Schon übermorgen ist es soweit: In der Sport & Beach Arena unterhalb des Teepotts in Warnemünde steigt das große Finale um die Deutsche Beachsoccer-Meisterschaft 2018. Am Samstag werden in zwei Halbfinals die beiden Teilnehmer des großen Finales am Sonntag ermittelt, die in diesem Jahr den Deutschen Meister unter sich ausspielen. Eröffnet wird das Turnier am Samstag jedoch mit den beiden Halbfinals der Beachsoccer-Tour, dem Finalevent der Sieger der vier Regionalentscheide. Anpfiff dafür ist um 12:45 und 14:00, ehe Real Münster und der Ibbenbürener BSC um 15:15 das erste Semifinale der Meisterschaft bestreiten. Für uns geht es dann um 16:30 gegen Hertha BSC Berlin.

 

Hertha BSC Berlin (4. Platz, 21 Punkte, 72:44 Tore)

Mit den Herthanern aus Berlin wartet im Halbfinale eine echt harte Nuss auf uns. Gleich drei Teams konnten die Saison mit starken 21 Punkten beenden, Hertha profitierte vom jeweils gewonnenen direkten Vergleich gegen die Beach Royals aus Düsseldorf sowie die Bavaria Beach Bazis. Doch auch beim Torverhältnis haben sie die Nase gegen diese beiden Teams vorn gehabt. Von daher stehen die Jungs aus der Hauptstadt zu Recht im Finalevent. Die Berliner hatten in dieser Saison die mit Abstand meiste Spielzeit, mussten sie doch in insgesamt vier ihrer elf Partien in die Verlängerung.

Das Spiel der Herthaner ist vor allem geprägt durch große Disziplin. Neuzugang Sascha Penke hat sich gleich optimal ins Team eingefügt und zeigt sich als sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Davor stehen mit Lenny Hannawald, Tim Engelhardt und Manuel Mönch drei absolute Defensivspezialisten, die das gegnerische Aufbauspiel durch gutes Verschieben extrem schwer machen. Vorn haben sie mit Joel Nießlein einen der deutschen Topp-Stürmer, der jede Defensive auf eine harte Probe stellt. Doch auch beim Rest des Teams ging die Formkurve steil nach oben und die Leistungsunterschiede innerhalb der Mannschaft konnten sukzessive minimiert werden.

Auch bei unserem Spiel gegen Hertha fiel die Entscheidung nicht in der regulären Spielzeit. Nach 36 plus 3 Minuten stand es 1:1, ein im Beachsoccer absolut ungewöhnliches Ergebnis. Das zeigt, mit welcher taktischen Disziplin beide Teams zu Werke gegangen sind. Es haben sich auf beiden Seiten kaum ausnutzbare Lücken ergeben. Umso wichtiger wird es für uns sein, die wenigen Chancen, die sich uns bieten werden, zu nutzen.

 

Real Münster (2. Platz, 24 Punkte, 58:37 Tore)

Vor der Saison hätte wohl kaum jemand gedacht, dass Real Münster sich am Ende so souverän für das Finalevent qualifiziert. Doch eigentlich hätte man damit rechnen können. Evgehnii Kets und Hossein ali Shahrokhi stehen nicht umsonst mit 19 und 16 Toren auf Platz drei und vier der Torjägerliste. Darüber hinaus sind Torhüter Al Seyni Ndiaye sowie Verteidiger Ibra Thioune aus dem Senegal echte Verstärkungen in der Defensive und räumen mit Hilfe ihrer hervorragenden Physis fast jeden gegnerischen Angriff ab.

Nach einem etwas holprigen Saisonstart mit zwei Niederlagen gegen GO Rhein-Main und die Beach Bazis nahm der Münster-Express immer mehr Fahrt auf. Das größte Ausrufezeichen konnte dann beim Spieltagsevent in Norderstedt gesetzt werden, als nacheinander die Beach Royals, Ibbenbüren sowie Hertha besiegt wurden. Damit hatten sich die Münsteraner endgültig ins Rennen um die ersten Vier geschossen. Lediglich gegen uns setzte es eine weitere Niederlage, alle anderen Aufgaben wurden souverän erfüllt.

 

Ibbenbürener BSC (3. Platz, 23 Punkte, 55:41 Tore)

Was sollen wir zu Ibbenüren noch groß schreiben, was wir an anderer Stelle nicht schon getan haben? Trotz ihrer etwas holprigen Saison mit vielen knappen Siegen sind die Jungs aus dem Norden von NRW vollkommen zu Recht beim Final Four dabei. Im Do-or-Die-Spiel gegen uns, bei dem sie zum Siegen verdammt waren, spielten sie absolut souverän und eiskalt auf uns sicherten sich so das Teilnahmeticket doch noch auf den letzten Drücker. Vor so viel Kaltschnäuzigkeit ziehen wir unseren Hut.

Dennoch geht es auch für die Ibbenbürener im Halbfinale wieder bei Null los. An das Spiel in der regulären Saison gegen Münster werden sich die Jungs ungern zurück erinnern, setzte es doch eine saftige 3:9-Niederlage. Doch wir sind uns sicher, dass die dort gemachten Fehler knallhart analysiert wurden und erwarten daher eine entsprechend enge und spannende Partie.

 

Wir sind der Meinung, dass alle vier Teams vollkommen verdient nach Warnemünde reisen werden. Es gilt, die zurückliegende Saison auszublenden, denn mit nur einem Spiel kann bereits eine ganze Spielzeit zunichte gemacht werden. Niemand weiß das besser als wir, denn obwohl wir bereits vier Deutsche Meistertitel unser Eigen nennen können, haben wir erstmals in diesem Jahr die reguläre Saison als Tabellenführer beenden können. In den Jahren zuvor waren wir es, die die anderen Teams ärgern konnten. Nun sind wir die Gejagten.

Wir können euch daher nur ans Herz legen, am Samstag und Sonntag ins Stadion nach Warnemünde zu kommen und uns nach allen Kräften anzufeuern. Wir werden bis in die Haarspitzen motiviert ins Spiel gehen, um uns den fünften Titel zu holen. Dabei brauchen wir jedoch eure Unterstützung! Falls ihr es nicht ins Stadion schafft, legen wir euch die Livestreams am Samstag und Sonntag ans Herz, sodass ihr uns auch von zu Hause aus die Daumen drücken könnt.

OuOuOu!