5 Jahre GBSL – Ein Rückblick

5 Jahre GBSL – Ein Rückblick

Frühjahr. Wie in den vergangen Jahren wird hinter den Kulissen fleißig an der neuen Strandfußballsaison gearbeitet, obwohl es draußen so ganz und gar nicht nicht nach Sommer aussieht. Doch irgendetwas ist anders als in den Jahren zuvor. Und die meisten von euch haben es auf verschiedenen Wegen schon mitbekommen. Nach fünf Jahren German Beach Soccer League übernimmt der Deutsche Fußball-Bund den Spielbetrieb in der höchsten deutschen Strandfußballliga. Während dort noch einige Einzelheiten zu klären sind, über die wir euch in einem extra Beitrag informieren werden, ist dies der richtige Zeitpunkt, um einmal zurückzuschauen.

Fünf Jahre klingen im ersten Moment nicht unbedingt aufregend oder erwähnenswert. Für uns als Mannschaft und Verein, aber auch Sportler und Mensch haben diese fünf Jahre unser bisheriges Leben geprägt wie kein zweiter Zeitabschnitt. Umso stolzer sind wir, nicht nur ein Teil des Abenteuers GBSL gewesen zu sein, sondern dieses Abenteuer aktiv mitgestaltet zu haben.

Wer hätte vor fünf Jahren gedacht, dass diese Reise mit drei gewonnen Meisterschaften bei unglaublichen fünf Finalteilnahmen endet? Vor unserem geistigen Auge sehen wir immer noch die Anfänge mit der Schnapsidee, ein Strandfußballteam aufzubauen und in der ersten Liga zu spielen. Wir erinnern uns an die ersten Spiele im Mai 2013, in denen wir, wie hier gegen die Beach Royals aus Düsseldorf, ordentlich Lehrgeld zahlen mussten und mit 3:9 unter die Räder kamen:

 

Umso erfreulicher war es dann, im Verlauf der Saison die Kurve zu kriegen, wichtige Spiele für uns zu entscheiden und eine kleine Tradition zu starten: Wenn es wichtig wurde und die Entscheidungsspiele in Sichtweite waren, hauten wir seitdem immer alles rein, hielten als Team zusammen und erarbeiteten uns so auch die Extraportion Glück. Absolutes Highlight einer Premierensaison war dann das erste GBSL-Finale an unserem Warnemünder Ostseestrand bei bestem Wetter und Gänsehautstimmung:

 

Die folgenden Jahren waren gesprägt von stetigem Wachstum und Wandel. Die ersten neuen Teams kamen im Jahr 2014 dazu, andere wiederum meldeten sich aus dem Spielbetrieb ab. Immer wieder konnten wir neue Akzente setzen, beispielsweise 2014 mit einem 19:2-Rekordsieg gegen FIDA Düsseldorf und dem ersten GBSL-Finale mit Zuschauertribüne und einem Livestream oder ein Jahr später mit unseren Marsi-Highlighttrikots, bei denen die Verkaufszahlen jegliche Vorstellung sprengten und sogar einige Profifußballclubs neidisch werden lässt.

Bis zum Jahr 2017 sammelten sich so einige Zahlen an, die wir den Statistikfreunden unter euch nicht vorenthalten wollen. Insgesamt spielten wir 64 Spiele, davon 49 in der regulären Saison und 15 in den Playoffs. Hansi ist der einzige Spieler in unserem Team und wahrscheinlich auch in der gesamten Liga, der in jedem dieser Spiele auf dem Platz stand und sich somit GBSL-Rekordspieler nennen darf. In unseren Spielen der regulären Saison fielen im Schnitt unglaubliche 11,3 Tore: Ligaspitze.

Grund dafür war neben unser knallharten Offensive mit 346 Toren in 49 Spielen auch unsere riskante Spielweise in der Defensive, die die Gegner zu 207 Gegentoren kommen ließ. Unser Rekordtorschütze ist dabei Krischi, der 87 mal einnetzen konnte, gefolgt von Schmitti mit 67 Treffern. Eine Quote, die ohne die ein oder andere Spielsperre sicher noch höher ausgefallen wäre. Insgesamt sind diese Zahlen gleichbedeutend mit Platz 2 in der ewigen GBSL-Tabelle hinter dem Ibbenbürener BSC, der sogar zweimal ohne Punktverlust durch die reguläre Saison ging:

 

Der Tabelle ist zu entnehmen, dass es vier Teams gibt, die über die kompletten fünf Jahre am Spielbetrieb teilgenommen haben. Insgesamt wagten 18 Mannschaften das Abenteuer Strandfußballliga. Doch auch wenn die GBSL mit ihren Teams in den fünf Jahren viel für den Sport geleistet hat, über den Status einer Meldeliga kam sie leider nicht hinaus, sodass am Ende einer Saison eigentlich nie wirklich klar war, gegen wen in der nächsten Spielzeit gespielt wird. Umso bedauerlicher ist nun der Rückzug des BST Chemnitz, die in diesem Jahr nicht mehr am Ligabetrieb teilnehmen werden. Gegen kein anderes Team spielten wir in den fünf Jahren häufiger. Dabei avancierten die Sachsen vom anfänglichen Angst- zum Lieblingsgegner, wie beispielsweise im ersten und einzigen Supercup-Finale der deutschen Beachsoccer-Geschichte im Jahr 2013, bei dem wir uns erstmals für den Euro Winners Cup qualifizieren konnten:

 

Insgesamt lässt sich nach diesen fünf Jahren, in denen uns unsere zahlreichen Sponsoren, allen voran unser Hauptsponsor Marteria und unser Co-Sponsor Möbel Wikinger sowie unsere lautstarken Fans und Freunde an der Seitenlinie, stets die Treue hielten und einen riesigen Anteil an diesem Beachsoccer-Märchen haben, eine durchaus positive Bilanz ziehen. In fünf Jahren wurde ein Spielbetrieb aufgebaut, der einer ersten Liga würdig war. Sicher gab es dabei auch viele Ecken, an denen es mal nicht so lief, wie sich die Teams und die Verantwortlichen das vorgestellt haben. Was bleibt, sind aber die positiven Aspekte und Ideen, die gemeinsam angegangen und umgesetzt wurden.

In diesem fünf Jahren konnten wir unseren Sport weiter in Deutschland verbreiten. Eine Vielzahl an neuen Teams und zahlreiche neue Beachsoccer-Feldern quer über die Republik verteilt sind ein deutliches Indiz dafür. Denn auch wenn Strandfußball ans Meer gehört, sollten möglichst viele Sportfreunde die Möglichkeit bekommen, den schönsten Sommersport der Welt ausüben zu können. Dafür hat die GBSL einen wichtigen Beitrag geleistet, dessen Bedeutung uns wahrscheinlich erst in den kommenden Jahren wirklich bewusst wird.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Teams für die heißen Duelle im Sand, bei den Schiedsrichtern für eine von Jahr zu Jahr bessere Lei(s)tung und nicht zuletzt bei Nils, Olli, Ulle und Sunny, die die Ligaleitung in den fünf Jahren trotz beruflicher und eigener Teamverpflichtungen im Ehrenamt organisiert haben.

In diesem Sinne: Auf die GBSL!

OuOuOu!

Vier Abgänge im Team!

Vier Abgänge im Team!

Auch in den dunkleren Monaten tut sich etwas bei uns! Während die meisten Informationen zur neuen Saison erst im Frühjahr 2017 nach der Mitgliederversammlung veröffentlicht werden, halten wir euch natürlich trotzdem auf dem Laufenden! Leider gibts es dabei auch die etwas schlechteren Nachrichten, die wir euch dennoch nicht vorenthalten. Heute möchten wir euch über bereits feststehende Abgänge in unserem Team informieren.

#MK13: Michael „Maschi“ Knüppel hat sich, wie einige schon bemerkt haben, zum Ende der vergangenen Saison mehr und mehr aus dem sportliche Bereich zurück gezogen. Er verlässt das Team aus privaten Gründen, wird uns jedoch vorerst als Vorstandsmitglied erhalten bleiben. Maschi steht als Gründungsmitglied mit der Mitgliedsnummer 1 wie kein Zweiter für unseren Verein. In den vergangenen Jahren investierte er ehrenamtlich eine ungeheure Menge an Zeit, damit sowohl im Verein als auch im Team alles reibungslos läuft. Darüber hinaus war er sportlich eine Bank und haute den ein oder anderen Hammer ins Netz der Gegner, so wie 2015 im Duell gegen Feel the World München.

#SK11: Sven „Svenni“ Körner kam erst zur Saison 2014 zu uns. Nachdem sich „seine“ Beachdiver aus Braunschweig aufgelöst hatten, war sein erklärtes Ziel, mit uns den Deutschen Meistertitel zu holen. Bereits im gleichen Jahr konnten wir gemeinsam die Schale in die Luft halten. Svenni wird uns vor allem in der Offensive fehlen, erzielte er doch in der letzten Saison in jedem GBSL-Spiel durchschnittlich vier Tore. Er strebt nach neuen Herausforderungen beim HSV Beachsoccer und wird dort nach eigenen Aussagen auch verschiedene Funktionen der sportlichen Leitung übernehmen. Doch Svenni, wie du sicher noch weißt: Gegen uns spielt keine Mannschaft gerne!

#ML3: Mit Max „Maxi“ Liehr verlieren wir und der deutsche Beachsoccer einen der stärksten Defensivspieler im Sand. Er kam, wie Svenni, von den Beachdivern und fügte sich vor allem mit seiner lockeren Art voll ins Team ein. National wie international gefürchtet bei jedem Stürmer hielt er ein ums andere Mal seinen Kopf in die gegnerischen Schüsse. Dass er auch in der Offensive Qualitäten hat, ist unbestritten. Nach seiner Verletzung im Euro Winners Cup in Catania in diesem Jahr konnte er sich zwar vollständig erholen, meidet aber aus beruflichen Gründen ab sofort jeglichen Kontaktsport.

#FD17: Unser Frank „Didi“ Diedrichkeit, Ur(-alt)robbe und Rudelsführer, wird ab nächster Saison lediglich die MV Tour spielen. Eine für uns nicht wirklich nachvollziehbare Entscheidung, ist 40 doch das neue 30. ;) Didi war auf dem Feld stets ein Fels in der Brandung und kochte noch in dieser Saison Jungs ab, die halb so alt wie er waren. Nur ein GBSL-Tor blieb unserer Glücksglatze verwehrt. Daher sind wir gespannt, ob er nicht doch nochmal die Strandfußballschuhe im Jahr 2017 in der German Beach Soccer League schnüren wird.

Wir wünschen euch nur das Beste und danken euch für euer Engagement auf und neben dem Spielfeld. Unsere zusammen erreichten Titel kann uns keiner mehr nehmen. Danke für die schöne Zeit. Wir sehen uns am Strand!

Wo Abgänge sind, sind auch Zugänge. Wir sind gespannt, was sich in den nächsten Wochen und Monaten tun wird und wer im Frühjahr 2017 auf dem Trainingsplatz steht.

OuOuOu!