Robben zum Saisonstart international unterwegs

Robben zum Saisonstart international unterwegs

Die Strandfußballsaison rückt mit schnellen Schritten näher. Um die Osterfeiertage herum konnten wir erstmals in diesem Jahr internationalen Sand zwischen den Zehen spüren. Zum einen ging es für uns zum Vorbereitungsturnier nach Kopenhagen, während drei Robben mit der Nationalmannschaft in El Salvador weilten. Wir haben euch die ersten Events des Jahres kurz zusammengefasst.

Am Karfreitag machte sich eine kleine Robbendelegation auf den Weg ins benachbarte Dänemark, um in Kopenhagen am hero’z International Beach Soccer Cup teilzunehmen. Geladen hatten unsere dänischen Freunde vom „Copenhagen Beach Soccer Club“ um Kapitän Casper. Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld vom schwedischen Team „Bemannia Beach Soccer Stockholm“.

Unsere Mannschaft setzte sich aus bekannten Gesichtern, Nachwuchsspielern und einem Neuling im Sand zusammen. Hansi, Kröte, Hoffe, Meier, Teetje, Felix, Jannes und Kurti traten die Reise zu unseren nördlichen Nachbarn an, um endlich wieder Beachsoccer zu spielen. Bei kühlen Temperaturen um die 8 Grad starteten wir am Freitag gegen die Gastgeber aus Kopenhagen etwas holprig in das Turnier. Ohne nominellen Torwart und mit neu formierter Mannschaft brauchten wir anfangs Zeit ins Spiel zu kommen und uns aneinander zu gewöhnen. So verloren wir unser erstes Spiel des Turniers mit 3:6 gegen ein munter aufspielendes Kopenhagen. Im zweiten Spiel des Tages mussten wir gegen Bemannia ran. Auch wenn wir uns spielerisch steigern konnten und nach dem vergeigten Start besser ins Turnier fanden, mussten wir uns einmal mehr aufgrund eigener Fehler am Ende denkbar knapp mit 3:4 geschlagen geben. Damit war Tag 1 des hero’z International Beach Soccer Cup vorbei und wir wussten, dass wir uns am zweiten Tag deutlich steigern müssen, da uns das gleiche Programm noch einmal bevorstand. Am Samstag starteten wir gegen Bemannia in den zweiten Turniertag. Wir kamen gut ins Spiel und es war eine Steigerung zum ersten Turniertag zu sehen. Trotz eines sehr ausgeglichenen Spiels, in dem wir bis kurz vor Schluss mit 3:2 führten, mussten wir am Ende durch zwei unglückliche Tore im letzten Drittel erneut eine 3:4 Niederlage hinnehmen. Im letzten Spiel des Turniers hieß es noch einmal alles geben, um anschließend nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Doch auch gegen Kopenhagen war trotz abschließender Aufholjagd erneut nichts zu holen und so verloren wir mit 4:5 gegen den späteren Turniersieger.

Am Ende mussten wir uns also mit einem dritten Platz zufriedengeben und gratulieren unseren dänischen Freunden zum Turniersieg. Erfreuliche Nebensachen an diesem Wochenende waren Meiers Auszeichnung als MVP sowie sein Fallrückzieher gegen Bemannia, der zum schönsten Tor des Turniers gewählt wurde. Nach dem Turnier wurde deutlich, dass noch sehr viel Luft nach oben ist, bevor es in der Liga wieder um wichtige Punkte geht. Bis dahin heißt es weiter trainieren, denn schon in dieser Woche wartet das nächste Event im sonnigen Alicante.

Knüppel, Krötsching (1) – Hoffmann (2), Bach, Meier (5), Klotzsch (1), Peterson (1), Kurtenbach (3)


Parallel dazu befanden sich Thilo, Paul und Svenni in El Salvador, um mit der deutschen Beachsoccer Nationalmannschaft beim 4-Nationen Turnier an der Costa del Sol teilzunehmen. Neben den Gastgebern und Deutschland waren auch Uruguay und Mexiko mit von der Partie beim „El Salvador Beach Soccer Cup 2022“.

Im ersten Spiel des Turniers musste Deutschland direkt gegen Gastgeber und Titelfavorit El Salvador ran. In einem hart umkämpften und ausgeglichenen Spiel schenkten sich beide Teams nichts. Am Ende fehlte den Deutschen einfach das Quäntchen Glück und die bessere Chancenverwertung, so dass sich der Gastgeber über einen 4:1 Erfolg und einen erfolgreichen Start ins Turnier freuen konnte. Vor allem Thilo überzeugte in diesem Aufeinandertreffen immer wieder mit herausragenden Paraden.

Um die Hoffnung auf den Gewinn des Titels aufrecht zu erhalten, musste am zweiten Tag gegen Mexiko ein Sieg für die Deutsche Beachsoccer Nationalmannschaft her. Bis ins letzte Drittel lief aber alles anders als geplant, da man mit 3:2 zurücklag. Doch 4 Minuten vor Schluss brachte Svenni die Mannschaft wieder auf Kurs, als er mit einem verwandeltem 9-Meter für den 3:3 Ausgleich sorgen konnte. Ab diesem Zeitpunkt nahm die wilde Aufholjagd ihren Lauf. Am Ende gewann Deutschland 6:3 und Svenni schnürte mit dem zwischenzeitlichen 5:3 einen Doppelpack. Uruguay musste sich im Parallelspiel nach 9-Meter Schießen gegen El Salvador geschlagen geben, so dass die Gastgeber am letzten Turniertag alles in der eigenen Hand hatten.

Im letzten Spiel des Turniers kam die deutsche Beachsoccer Nationalmannschaft leider nicht über eine 4:1 Niederlage gegen Uruguay heraus, die sich damit ihren ersten Sieg des Turniers sicherten. Somit kam es am Abend zum Showdown zwischen Mexiko gegen El Salvador, die um den Titelgewinn spielten. Mexiko erwischte den besseren Start und führten bis ins letzte Drittel mit 2:1. Alles sah danach aus, dass Mexiko den Gastgeber im letzten Spiel in die Knie zwingen könnte. Doch im letzten Drittel überzeugte einmal mehr der junge Cesar Rivera, gegen den unsere U19 noch im vergangenen Sommer beim Madjer Cup antreten durften. Mit einem Doppelpack konnte er seinem Team nicht nur den Titelgewinn des „El Salvador Beach Soccer Cup 2022“ sichern, sondern sich selbst auch die Auszeichnung als MVP des Turniers und vor allem den zahlreichen Jubel der hunderten Fans im atemberaubenden Beach Soccer Stadion in La Paz. In der Abschlusstabelle fand sich Deutschland am Ende auf Platz 3, hinter Uruguay und vor Mexiko. Mit ein wenig mehr Spielglück und besserer Chancenverwertung wäre da sicher mehr drin gewesen. Für das erste Turnier 2022 kann man jedoch durchaus zufrieden sein.

Alles in allem war der „El Salvador Beach Soccer Cup 2022“ ein sehr gelungenes Event, das Lust auf die diesjährige Beachsoccer-Saison macht.

Fotos: Beach Soccer Worldwide

DFB-Team startet mit zwei Robben und drei Siegen

DFB-Team startet mit zwei Robben und drei Siegen

Am vergangenen Wochenende traf sich die deutsche Beachsoccer-Nationalmannschaft zum ersten Härtetest der Saison in Aschersleben. Intensive Einheiten sowie drei Testspiele gegen Tschechien und die Niederlande verlangten den Nationalspielern einiges ab. Mit dabei waren mit Tim Schmitt und Torwart Thilo Mülling auch zwei Robben.

Während Schmitti bereits in den vergangenen Jahren mit ansprechenden Leistungen im DFB-Trikot auf sich aufmerksam machen konnte, durfte Thilo beim 11:3-Erfolg gegen Tschechien sein Länderspiel-Debüt feiern. Daher wird das Wochenende für ihn in besonderer Erinnerung bleiben: „Es war sehr lehrreich und ich konnte viel für die nächste Zeit und die kommende Saison mitnehmen, sowohl für die Nationalmannschaft als auch für die Liga.“ Thilo ist damit die siebente Robbe, die sich in die DFB-Auswahl spielen konnte.

Doch auch Schmitti konnte mit sich zufrieden sein: „Nach meiner langen Verletzungspause war es wichtig für mich, voll mitmachen zu können. Das klappte zu meiner Überraschung erstaunlich gut.“ Belohnt wurde sein Engagement mit einem Treffer im ersten Aufeinandertreffen gegen die Tschechen.

Im zweiten Spiel gegen die tschechische Auswahl, welches mit 8:1 gewonnen werden konnte, war Thilo dann zum Zuschauen verdammt, da auf der Torwartposition rotiert wurde. Doch böse Worte gibt es dabei nicht, wie unser Schlussmann verrät: „Die Stimmung zwischen den Torhütern ist ausgesprochen positiv. Jeder pusht den anderen und bringt seine Stärken mit ein. Ich versuche daher, von ihnen bei jedem Lehrgang so viel wie möglich zu lernen. Vor allem im taktischen Bereich habe ich noch Luft nach oben, denn das Nationalteam spielt ein anderes System als wir. Bei den Robben arbeiten wir weniger mit langen Abwürfen, sodass ich mich hier noch gezielter verbessern muss.“

Im letzten Spiel gegen die Niederlande durften dann wieder beide Robben ran. Ein weiterer Treffer wollte ihnen beim 11:5-Erfolg zwar nicht gelingen, überzeugen konnten beide trotzdem mit ihren Leistungen. Schmitti begeistert vor allem der Fortschritt des gesamtem Teams: „Durch die ständigen taktischen Einheiten wirkt unser Offensivspiel nun strukturierter als noch in der vergangenen Saison und auch in der Defensive bilden sich langsam Automatismen, die unser Spiel stabiler werden lassen.“

Die nächste Chance, das Gelernte umzusetzen, hat das DFB-Team am 9. Mai im spanischen Salou. Im Achtelfinal-Duell gegen die Schweiz geht es um die Qualifikation zu den World Beach Games im Oktober in San Diego. Sollte das KO-Spiel gewonnen werden, wartet der Sieger aus der Partie Portugal gegen Kasachstan auf die Nationalmannschaft. Die vier Halbfinalteams qualifizieren sich für das Event an der kalifornischen Pazifikküste.


Ein echtes Highlight, auf das sich auch unser Spieltrainer Sven Körner freut, der den vergangenen Lehrgang in Aschersleben verletzungsbedingt absagen musste. Wir haben die Zeit genutzt und mit ihm über die kommende Saison und die Ziele der deutschen Auswahl gesprochen:

Nach dem Klassenerhalt auf den letzten Drücker in der vergangenen EBSL-Saison steht die Nationalmannschaft in diesem Jahr unter Zugzwang. Was habt ihr euch für 2019 vorgenommen?

2018 hatten wir schwere Gegner wie Spanien oder Russland vor der Brust, die nur an außergewöhnlichen Tagen zu schlagen sind. Unser Problem war, dass wir Spiele auf Augenhöhe nicht für uns entscheiden konnten und mitunter leichtfertig abgaben. In diesem Jahr wollen wir daher frühzeitig den Klassenerhalt schaffen und somit das Nadelöhr Promotion Final umgehen.

Wie schätzt du die Chancen ein, dass dieses Ziel erreicht wird?

Die vergangene Saison war die erste unter dem neuen Nationaltrainer Matteo Marrucci. Es galt, das deutsche Niveau einzuordnen, Spieler zu sichten und ein Grundgerüst zu bauen. Mit diesem Grundgerüst gehen wir nun gefestigt in die neue Saison, sodass ich denke, dass wir diesmal besser abschneiden werden.

Das Beachsoccer-Jahr 2019 ist so vollgepackt wie nie. Worauf freust du dich neben der EBSL in Catania (16.-18. August) noch?

Die EBSL ist sicher der wichtigste Wettbewerb für uns und wir müssen uns voll fokussieren, in den nur drei Spielen genug Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Daneben wäre natürlich eine Teilnahme bei den World Beach Games (9. bis 14. Oktober in San Diego, USA) oder der Weltmeisterschaft (21. November bis 1. Dezember in Asunción, Paraguay) ein absoluter Traum. Vorher gilt es aber, die jeweiligen Qualifikationen zu überstehen, was bei der Leistungsdichte im europäischen Beachsoccer kein leichtes Unterfangen wird.

In den letzten Jahren wurdest du regelmäßig zur Nationalmannschaft eingeladen und hast dich dort zu einer festen Größe etabliert. Welche Robbe hat deiner Meinung nach das Potential, in den nächsten Jahren den Sprung ins Nationalteam zu schaffen?

Neben mir sind in der Vergangenheit vor allem Krischi (Christoph Thürk), der sich nach langer Verletzungspause wieder ans Team herankämpfen muss und Schmitti (Tim Schmitt) bereits öfter mit dabei gewesen. Darüber hinaus stand Robin Schröder zweimal beim Heimevent im Tor. Nach den ersten DFB-Lehrgängen in diesem Jahr traue ich vor allem unserem zweiten Torwart Thilo Mülling einiges zu, da er sich dort sehr gut präsentiert hat.

Wie leicht fällt es dir, in der Nationalmannschaft „nur“ Spieler und nicht, wie bei  uns, auch Trainer zu sein und was kannst du vom Bundestrainer lernen?

Es ist auf jeden Fall eine andere Situation. Aber ich gewöhne mich schnell um. Das liegt auch am Nationaltrainer, der einen guten Job macht. Von ihm kann ich vor allem in der Trainingsgestaltung einiges mitnehmen.

Was hast du dir persönlich für die kommende Nationalmannschaftssaison vorgenommen?

Persönliche Vorgaben habe ich mir ehrlich gesagt nicht gemacht. Unser Ziel sollte es sein, uns individuell aber auch mannschaftlich weiter zu verbessern, um den Abstand zu den großen Beach Soccer Nationen zu verringern und um den Klasseneralt in der Division A zu gewährleisten.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg im Nationaldress im kommenden Jahr.


Wir drücken unseren Nationalspielern und dem gesamten DFB-Team die Daumen bei den kommenden Aufgaben. Wer die Jungs einmal live erleben möchte, hat am ersten Spieltag der neuen Saison in der Deutschen Beachsoccer-Liga am 18. und 19. Mai in Warnemünde die Chance dazu.

OuOuOu!

EBSL macht Halt in Warnemünde

Der Strandfußballkalender in Warnemünde ist um ein Highlight reicher. Die Euro Beach Soccer League (EBSL) kommt ins schönste deutsche Bundesland und bietet allen Zuschauern Beach Soccer der Extraklasse.

Die EBSL ist der jährlich stattfindende Wettbewerb der europäischen Nationalmannschaften und vergleichbar mit der Europameisterschaft im Rasenfußball. Vom 25. bis 27. August kämpfen vier Teams in der ersten Division A um Punkte für die Gesamtwertung und die Qualifikation für das Superfinale. Mit dabei ist neben Gastgeber Deutschland auch der Vorjahressieger Ukraine, die WM-Teilehmer aus Italien und der letztjährige Sieger der zweiten Division B Aserbaidschan. Die vier Teams, die in der Division B um den Aufstieg kämpfen, werden noch bekannt gegeben.

An insgesamt fünf Terminen spielen zwölf Mannschaften in der Division A. Jedes Team nimmt dabei an zwei Turnieren teil und hat so insgesamt je sechs Spiele in regulären Phase. Deutschland reist zusätzlich zum Termin in Warnemünde vom 23. bis 25. Juni in die serbische Hauptstadt Belgrad und trifft dort auf die Teams aus Russland, Spanien und Frankreich. Die sieben bestplatzierten Teams ziehen mit Gastgeberland Italien in das Superfinale ein, welches vom 31. August bis zum 3. September stattfinden wird. Wir hoffen natürlich, dass sich das deutsche Team wie im letzten Jahr qualifizieren kann. Hier könnt ihr euch noch die fünf schönsten Tore aus dem letztjährigen Superfinale in Catania anschauen:

Wir sind stolz, ein Teil der fortschreitenden Entwicklung unseres Sports Beach Soccer zu sein und behaupten sicher nicht zu Unrecht, dass es die EBSL in Warnemünde ohne unser Engagement in den letzten Jahren nicht geben würde. Von daher drücken wir vor allem unseren Robben im Nationaldress die Daumen und freuen uns, euch an unserem Heimatstrand spielen zu sehen.

OuOuOu!