Erster internationaler Titel beim Mar Menor Cup

Erster internationaler Titel beim Mar Menor Cup

Eine aufregende Reise ins südspanische Santiago de la Ribera nimmt mit unserem ersten Titelgewinn im internationalen Beachsoccer ein erfolgreiches Ende und sorgt nach einer Saison mit zwei Vizemeisterschaften für einen versöhnlichen Jahresabschluss. Mit sechs Spielen in drei Tagen erwartete uns ein knackiges Programm, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir keinesfalls im regelmäßigen Training sind und somit bei Weitem nicht in Toppform waren. Ein Erfolgsfaktor war daher das bunt zusammengesetzte Team aus den drei Blöcken „Robben aus Rostock“, „Danish Dynamite“ und den drei Jungspunden aus unserer U19, die ihre Rolle mehr als vorbildlich ausführten, sodass wir am Schluss durch eine wahre Teamleistung als Turniersieger nach Hause fahren können. Wir werfen einen Blick zurück auf die einzelnen Spiele:

Rostocker Robben vs. BTCM 26/07 (FRA) 8:4 (4:1, 2:1, 2:2)

HIER das Spiel in voller Länge.

Das erste Spiel ist traditionell immer das schwerste, vor allem, wenn man mit einem Kader antritt, der so noch nie zusammengespielt hat. Entsprechend bezeichnend war es, dass wir uns das erste Ding quasi selbst reingelegt haben, als Gast-Robbe Gustav den Stürmer einfach anschoss und der Abpraller ins Tor flog. Glücklicherweise brachten uns ein dreifacher Axel und Carlos noch im ersten Drittel auf die Siegerstraße und sorgten für eine Drei-Tore-Führung, die wir im zweiten Durchgang sogar noch ausbauen konnten. Die erste Hürde war damit genommen und drei Punkte im Sack.

Madsen – Jørgensen, Bach, Wegeberg (1 Tor), Knüppel, Körner (3), Giese, Damm (4), Peterson


Rostocker Robben vs. A D Torrejón (ESP) 2:2 (0:1, 1:1, 1:0)

HIER das Spiel in voller Länge.

Das zweite Spiel des Tages sollte schon etwas schwerer werden, denn Torrejón ging mit anderen Ambitionen ins Turnier als unser erster Gegner. Nach 10 Sekunden mussten wir auch schon den ersten Gegentreffer in Form eines von der Mittellinie verwandelten Freistoßes hinnehmen. Da die Spanier sehr defensiv eingestellt waren, kamen wir kaum zu Torchancen und die wenigen, die wir hatten, wurden entweder vom Aluminium oder dem glänzend aufgelegten Torwart entschärft. Im zweiten Drittel dann ein ähnliches Bild: In der ersten Minute erhöhte Torrejón auf 2:0. Diesmal fanden wir zwar kurz darauf die richtige Antwort, mussten aber bis zum letzten Drittel warten, bis wir den verdienten Ausgleich erzielen konnten. Ein dem Spielverlauf angemessenes Unentschieden.

Madsen – Jørgensen, Bach, Wegeberg, Knüppel (1), Körner, Giese, Damm (1), Peterson


Rostocker Robben vs. C F Benidorm (ESP) 10:3 (3:2, 4:0, 3:1)

HIER das Spiel in voller Länge.

Die Vorzeichen vor diesem Spiel waren klar: Wir durften nicht verlieren, um sicher in die KO-Runde einzuziehen. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn man nach gut zwei Minuten bereits mit zwei Toren hinten liegt. Glücklicherweise fanden wir dann zu unserem Spiel zurück und erzielten im weiteren Verlauf nicht weniger als zehn Tore am Stück. Der letzte Treffer des Spiels war dann wieder dem Gegner vorbehalten, welcher die souveräne Leistung über den Großteil der Partie aber keinesfalls schmälert. Der Einzug ins Viertfinale als Gruppensieger war geschafft.

Madsen – Jørgensen, Bach, Wegeberg (2), Körner, Giese (1), Damm (6), Peterson (1)


Rostocker Robben vs. Marseille Beach Team (FRA) 6:1 (3:1, 2:0, 1:0)

HIER das Spiel in voller Länge.

Nach drei Gruppenspielen hieß es also ab sofort „Gewinnen oder Rausfliegen“ und wir wussten, dass die kommenden Aufgaben von einem anderen Kaliber sein werden. Das gut besetzte Team aus Marseille musste dann aber auf einen gesperrten Spieler sowie zwei Verletzte verzichten und trat mit lediglich zwei Wechselspielern, einer davon angeschlagen, an. Diese personelle Überlegenheit konnten wir auch auf den Platz bringen, sodass wir erstmals in diesem Turnier das erste Tor des Spiels erzielen konnten. Nach dem zwischenzeitlichen 2:1-Anschlusstreffer ließen wir nichts mehr anbrennen und bauten unsere Führung sukzessive auf ein 6:1 am Ende aus. Die Medaillenränge waren in Reichweite.

Madsen – Jørgensen (2), Bach, Wegeberg (1), Körner (2), Giese, Damm (1), Peterson


Rostocker Robben vs. La Grande Motte (FRA) 9:5 (1:0, 4:1, 4:4)

HIER das Spiel in voller Länge.

La Grande Motte aus Frankreich wurde von uns vor dem Turnier als einer der Titelkandidaten gehandelt, sodass es uns kaum verwunderte, dass wir nun im Halbfinale auf das ordentlich besetzte und mit dem Schweizer Welttorhüter Eliott Mounoud verstärkte Team trafen. Umso wichtiger war es, dass wir auch in diesem Spiel den besseren Start erwischten und im ersten Drittel mit 1:0 in Führung gehen konnten. Das zweite Drittel war dann wohl mit das beste, welches wir im Turnierverlauf gespielt hatten, denn die Defensive stand sicher, Eliott konnte seinen starken Abschluss kaum einbringen und wir selbst trafen durch Doppelpacks von Axel und Svenni insgesamt vier Mal und bauten unsere Führung so deutlich aus. Die französische Aufholjagd mit drei Toren in Folge konnten wir rechtzeitig unterbrechen und stellten bis zum Abpfiff den alten Abstand wieder her. FINALE!

Madsen – Jørgensen (2), Bach, Wegeberg, Körner (4), Giese, Damm (3), Peterson


Rostocker Robben vs. C D Marbella (ESP) 8:7 n. P. (3:4, 0:1, 2:0, 0:0, 3:2)

HIER das Spiel in voller Länge.

Auch Marbella schätzten wir vor Turnierstart als einen möglichen Favoriten ein, denn der starke Auftritt inklusive des hochklassigen Spiels um Platz 3 gegen Real Münster beim Euro Winners Cup 2020, welches knapp mit 6:7 verloren wurde, ist uns allen noch in Erinnerung. Und dieses Finale hielt, was es versprach. Nicht weniger als sieben Tore fielen im ersten Drittel. Unsere Führung durch Casper drehten die Spanier, nur damit wir wieder mit 3:2 in Front gehen konnten und zum Pausenpfiff dann doch mit 3:4 hinten lagen. Eine Achterbahn der Gefühle, für die Zuschauer aber ein reines Spektakel. Leider wurde im zweiten Durchgang dann etwas auf die Bremse getreten und lediglich Marbella konnte einen Treffer erzielen.

Mit 3:5 gingen wir also ins letzte Drittel und mussten alles in die Waagschale werfen, um in diesem Finale noch eine Rolle zu spielen. Es dauerte aber bis drei Minuten vor Schluss, dass Axel einen Schuss von Gustav mit dem Kopf im gegnerischen Netz unterbringen konnte. Anderthalb Minuten vor Schluss dann der erlösende Ausgleichstreffer durch unseren U19-Kapitän Jannes, der einen langen Ball im Stile eines alten Hasen einfach flach einschob. In der Nachspielzeit passierte bis auf einen doppelten Platzverweis, bei dem ein Spanier und unser Kapitän Casper jeweils mit glatt Rot vom Platz gestellten wurden, nicht sonderlich viel, sodass der Sieger durch das Neunmeterschießen ermittelt werden musste.

Die ersten vier Schützen – auf unserer Seite Carlos und Axel – verwandelten mehr oder weniger sicher. Bei Svenni flatterten ein wenig die Nerven, er wollte es wohl etwas zu genau machen und traf lediglich den Außenpfosten. Marbella hatte also den Sieg auf dem Fuß, legte aber etwas zu viel Kraft in den Schuss und setzte das Ding an die Latte. Nun war Jannes an der Reihe und schob cool ein, sodass wir den ersten Matchball hatten. Gustav, bisher bei den gegnerischen Versuchen eher machtlos, blieb einfach mal stehen, entschied sich goldrichtig und hielt somit unseren ersten internationalen Titel fest. Wahnsinn!

Madsen – Jørgensen (1), Bach, Wegeberg, Körner (1), Giese, Damm (2), Peterson (1)


Gustav hielt damit nicht nur den entscheidenden Neunmeter, sondern sicherte sich mit seinen Leistungen auch den Titel des besten Torhüters des Turniers. Axel wurde mit 17 Toren in sechs Spielen vollkommen verdient zum Spieler des Turniers gewählt, sodass auch die beiden Einzelauszeichnungen an uns gingen und die hervorragende Teamleistung unterstreichen. Unsere Gastrobben Gustav und Carlos haben sich nahtlos ins Team eingefügt und auch unsere U19-Spieler Jannes, Luis und Felix waren mehr als eine quantitative Verstärkung und zeigten großes Potential für zukünftige Aufgaben.

Mit einem tollen Erfolg geht somit eine Saison zu Ende, die nicht immer nur von positiven Erlebnissen geprägt war. Zwei Vizemeistertitel bei der Deutschen und Nordostdeutschen Meisterschaft kratzten doch etwas an der Robbenehre, sodass wir umso stolzer sind, es nun auch international in die Geschichtsbücher geschafft zu haben.

Gesamtübersicht: Madsen – Jørgensen (5), Bach, Wegeberg (4), Knüppel (1), Körner (10), Giese (1), Damm (17), Peterson (2)

Vielen Dank an alle Partner und Sponsoren, die es uns ermöglicht haben, diese Reise zum Saisonabschluss wahrzunehmen und an alle Freunde und Fans, die uns von zu Hause aus die Daumen gedrückt haben. Wir gehen nun voller Vorfreude in die Vorbereitung zur Saison 2022 und freuen uns auf die kommenden Aufgaben.

#OuOuOu

 

Saisonabschluss am Kleinen Meer

Saisonabschluss am Kleinen Meer

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist an Beachsoccer in Deutschland fast gar nicht zu denken. Umso schöner, dass wir in diesem Jahr wieder die Möglichkeit haben, unseren spielerischen Jahresabschluss in wärmeren Gefilden absolvieren zu können. Unser Team ist bereits im südostspanischen Santiago de la Ribera angekommen, um zum dritten Mal in unserer Vereinsgeschichte am Mar Menor Cup teilzunehmen. Im vergangenen Jahr musste dieses Turnier aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen, in diesem Jahr können wir uns auf insgesamt 14 weitere Teams freuen, die um den Titel kämpfen werden. Neben uns sind aus Deutschland auch der amtierende Meister Beach Royals Düsseldorf sowie Real Münster am Start.

Wir wurden dabei in Gruppe B gelost und treffen dort auf drei Teams, gegen die wir bisher noch nie gespielt haben. Das Beach Team Cevennes Meridionales 26/07 Südfrankreich wird dabei unser erster Gegner sein und ist für uns eine absolute Unbekannte, denn bisher sind sie bei internationalen Events noch nicht dabei gewesen. A D Torrejón ist ein Club aus dem Umkreis von Madrid und nahm die letzten beiden Jahre am Euro Winners Cup teil. Von sechs Spielen konnte dabei jedoch nur die Partie gegen Kopenhagen in diesem Jahr knapp mit 4:3 gewonnen werden. Besonders denkwürdig ist dabei noch das Spiel gegen die Beach Royals aus Düsseldorf, die in 2020 ohne Wechsler und etatmäßigem Torwart einen sensationellen 5:4-Erfolg erkämpfen konnte. Auch das vierte Team in unserer Gruppe CF Benidorm kommt aus Spanien und ist international bisher ebenfalls noch nicht in Erscheinung getreten. Traditionell gibt es aber in jedem kleineren Team in Spanien und Portugal mindestens ein bis zwei Spieler, die relativ ordentlich kicken können, sodass die fehlende internationale Erfahrung kein Nachteil sein muss.

Kadermäßig ist unser Team diesmal bunt besetzt. Das Tor hüten wir Gastspieler Gustav Madsen, der ebenso wie Carl Oscar Wegeberg bei unseren Freunden aus Kopenhagen beheimatet ist. Beide konnten bereits erste Einsätze im Nationalteam sammeln und liefen in diesem Jahr für die Bavaria Beach Bazis beziehungsweise den 1. FC VKF auf. Die dänische Fraktion wird komplettiert von Axel und Casper. Als erfahrene Robben sind Spielertrainer Svenni sowie Hansi mit dabei. Vervollständigt wird das Team von drei Jungs aus unserer U19: Jannes, Felix und Luis, dem wir hiermit gern zur frisch erreichten Volljährigkeit gratulieren möchten. Als Unterstützung an der Seitenlinie können wir auf Ehrenkapitän Didi sowie Sponsor und Amas-Spieler Hardy zählen.

Die Spiele sollen live übertragen werden. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden, sobald wir die Links zugespielt bekommen und freuen uns über jede Unterstützung von zu Hause aus.

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Internationaler Spyros Avramis Cup in Griechenland

Internationaler Spyros Avramis Cup in Griechenland

Nachdem wir in Deutschland nochmal den Sommer genießen durften, kündigt sich so langsam der Herbst an. Das ist also der perfekte Zeitpunkt, um das erste internationale Turnier in der Winterpause zu spielen. Heute machte sich eine kleine Robbendelegation auf den Weg ins griechische Patras, um in den kommenden Tagen insgesamt fünf Partien gegen drei internationale Teams um den 2. Spyros Avramis Cup zu spielen.

Zunächst treffen die vier teilnehmenden Mannschaften in einer Gruppenphase aufeinander. Neben uns sind unsere Freunde aus Kopenhagen, die Gastgeber Napoli Patron sowie Marseille mit am Start. Im Anschluss werden dann zwei Halbfinals sowie anschließende Platzierungsspiele ausgetragen.

Unser Kader ist mit sieben Spielern quantitativ zwar recht dünn besetzt, dafür haben wir ordentlich Qualität dabei. Robin hütet das Tor, Gastspieler Lenny sowie Rückkehrer Totti halten die Defensive zusammen. Svenni und Jannes, der seine Premiere in der „Ersten“ feiert, bauen das Spiel im Mittelfeld auf und Alex und Krischi hauen die Dinger vorn rein.

Wir halten euch natürlich bei Instagram auf dem Laufenden, denn Instafinni und Physiofaye begleiten das Team auf Schritt und Tritt.

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Meister der regulären Saison 2021

Meister der regulären Saison 2021

Foto: Getty Images

Am vergangenen Wochenende ging es für uns nach Bayern, genauer gesagt zur ehemaligen, olympischen Ruderanlage Oberschleißheim und dem heutigen Munich Beach Resort, nördlich von München. Acht Stunden Hinfahrt sollten sich lohnen und wir können mit zwei Siegen aus drei Spielen als Spitzenreiter aus der regulären Saison und ins Final Four um die Deutsche Meisterschaft am 28./29. August in Warnemünde gehen.

 

Rostocker Robben – Hamburger SV 6:5 (0:1, 5:1, 1:3)

Am Samstag wartete der Hamburger SV auf uns, der sich nicht nur international, sondern auch mit unserem U19-Spieler Jannes verstärkt hat. Und ausgerechnet Jannes war es, der die Hamburger im ersten Drittel in Führung bringen konnte, obwohl wir bis dahin das Spiel bestimmten, nur leider Chance um Chance vergaben.

Zu Beginn des zweiten Drittels konnten wir dann aber endlich selbst einnetzen. Zunächst vollendete Alex einen Einwurf per Fallrückzieher, ehe Hansi einen Abpraller aus der Distanz versenken konnte. Doch quasi direkt im Anschluss der erneute Ausgleich. Vorn wird ein Foul an Hoffe nicht gepfiffen, im Nu läuft der Konter der Hamburger, zwei schnelle Pässe, Abschluss und es steht 2:2. Wir lassen uns davon jedoch nicht beirren und gehen durch Svenni mit dem Anstoß erneut in Führung. Direkt im Anschluss schloss Axel einen Konter flach ins untere, linke Eck ab und musste vier Minuten später eine blitzsauber ausgeführte Ecke nur noch einschieben. Mit einem auf 5:2 ging es dann in die zweite Drittelpause.

Im letzten Durchgang machte Axel direkt da weiter, wo er aufgehört hatte und erzielte per Fallrückzieher seinen dritten Treffer des Tages, welcher jedoch leider unser letzter war. Lediglich der HSV konnte sich nochmal auf den Spielbericht eintragen. Zunächst beförderte Hoffe einen Abpraller unglücklich per Kopf ins eigene Netz, dann prallte ein Freistoß von der Mittellinie unglücklich kurz vor Thilo auf, sodass er keine Chance mehr hatte, den Ball zu erreichen. Nun flatterten ein wenig die Nerven und Hansi überlistete den mittlerweile eingewechselten Schrödi mit einem gefühlvollen Lupfer. Sicher eins der schönsten Tore des Wochenendes, nur leider auf der falschen Seite. Doch im Anschluss ließen wir nichts mehr anbrennen und schaukelten den knappen Vorsprung doch noch nach Hause. Ein Sieg, den wir uns sicher etwas leichter vorgestellt haben. Doch durch die mangelnde Chancenverwertung, vor allem im ersten Drittel, haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht.

Schröder, Mülling – Hoffmann, Kautermann, Körner (1 Tor), Meier, Damm (3), H. Knüppel (1), Basiel (1), Jørgensen

 

Rostocker Robben – Ibbenbürener BSC 6:9 n. 9mS. (2:2, 2:2, 2:2, 0:0)

Nach einem entspannten Abend und entsprechender Regeneration ging es für uns am Super-Sonntag zunächst gegen den amtierenden Meister aus Ibbenbüren. Doch in diesem Jahr sind die Vorzeichen etwas anders, da die personell gebeutelten Westfalen überraschend viele Punkte liegen ließen und so einen Sieg brauchten, um überhaupt noch ins Final Four zu kommen und eine Chance auf die Titelverteidigung zu haben, was uns natürlich zusätzlich motivierte.

Wir legten auch entsprechend gut los und Hoffe konnte den ersten Angriff direkt per Kopfball ins lange Eck verwerten. Unsere Führung hielt jedoch nicht lange. Ein langer Abwurf von Ibbenbüren wurde ebenfalls mit dem Kopf ins lange Eck gesetzt und kurz darauf hebelte ein Diagonalball und die darauffolgenden Direktabnahme unsere Defensive aus. Kurz vor dem ersten Pausenpfiff fand Svenni dann endlich sein Schussglück wieder und stellte die Ausgangslage mit einem feinen Fallrückzieher wieder her.

Im zweiten Durchgang fand Ibbenbüren besser zurück ins Spiel. Wieder war es ein Kopfball, diesmal als Heber über Thilo hinweg, der bei uns im Netz landete. Und der Franzose Angelotti legte einen weiteren Kopfball nach, welcher die Ibbenbürener das erste Mal mit zwei Toren in Führung brachte. Dabei hatten wir Glück, dass es zunächst bei diesem Abstand blieb, denn der Meister drückte weiter. Ein Hoffe-Neunmeter platziert ins linke untere Eck unterbrach diese Drangphase endlich. Vier Minuten später zog Thilo dann einfach mal ab und Casper hielt seinen Schädel in den Schuss, um den Ball unhaltbar ins Tor abzulenken und erneut auszugleichen. Damit endete dann das zweite Drittel.

Hier passierte lange Zeit recht wenig, bevor Christian Biermann in der 30. Minute per Kopfball ins lange Eck die erneute Führung der Ibbenbürener erzielen konnte, nachdem ein glasklarer Neunmeter für uns nicht gegeben wurde. Es ist immer doppelt ärgerlich, wenn solche Entscheidungen das Spiel dermaßen beeinflussen. Doch wir steckten den Kopf nicht in den Sand und drangen auf den Ausgleich. Ein Svenni-Fallrückzieher in der Schlussminute wurde dabei von einem Ibbenbürener verlängert und schlug unhaltbar am langen Innenpfosten ein. Kurz darauf folgte der Abpfiff und es ging in die Verlängerung, die jedoch keinen weiteren Treffer brachte.

Damit war klar: Es ging ins Neunmeterschießen und Ibbenbüren verliert mindestens zwei wichtige Punkte im Kampf um Platz 4. Hier machen wir es schnell: Wir treffen lediglich einen von drei Schüssen und Ibbenbüren kann das Spiel mit dem dritten Treffer im vierten Schuss für sich entscheiden. Dieser eine Punkt reicht jedoch nicht, da alle Konkurrenten ihre Aufgaben erfüllen, sodass Ibbenbüren am Ende auf einem undankbaren fünften Platz landet. Das hat sich der Titelträger sicher anders vorgestellt und somit ist klar, dass am 29. August ein neuer Deutscher Meister gekrönt wird.

Schröder, Mülling – Hoffmann (2 Tore), Kautermann, Körner (2), Meier, Damm, H. Knüppel, Basiel, Jørgensen (1)

 

Rostocker Robben – Beach Royals Düsseldorf 6:4 (1:3, 3:0, 2:1)

Im zweiten Toppspiel des Tages ging es gegen den amtierenden Vizemeister, der uns zum Zeitpunkt des Anpfiffs aufgrund des besseren Torverhältnisses sogar von der Spitze verdrängt hatte. Der Sieger sollte sich somit als Meister der regulären Saison für das Finale qualifizieren, sodass beide Mannschaften entsprechend motiviert in die Partie gingen.

Wieder erwischten wir einen Blitzstart und Alex traf per Fallrückzieher zur frühen 1:0-Führung. Doch die Düsseldorfer ließen sich nicht lange bitten und erzielten innerhalb von vier Minuten drei Treffer, zwei davon per Freistoß. Die weiteren Versuche beider Mannschaften waren dann entweder nicht zwingend genug oder wurden durch die beiden Torhüter entschärft, sodass es mit 1:3 aus unserer Sicht in die Pause ging.

Hier zeigten unsere Dänen wieder einmal ihre ganze Klasse. Casper eroberte den Ball in der Mitte, doppelter Doppelpass mit Axel, der mit einem direkten Falli zum 2:3 treffen konnte. Wir kamen nun etwas besser ins Spiel und brachten die Düsseldorfer Defensive ein uns andere Mal mit gezielten Ballstafetten in Bedrängnis. Wieder war es Axel, der dann den Ausgleich erzielte, diesmal jedoch per Freistoß. Svenni brachte uns dann sogar noch per Fallrückzieher in Führung und wir beendeten das Drittel mit einer 3:0 für uns und drehten so das Spiel.

Auch im Schlussdurchgang starteten wir wieder etwas besser. Alex traf erneut per Fallrückzieher nach Einwurf und sorgte so für die erste Zwei-Tore-Führung im Spiel, die jedoch direkt per Freistoß verkürzt werden konnte. Den Schlusspunkt durfte dann wieder Axel setzen, der einen Einwurf mit dem Kopf einnicken konnte.

Das Spiel mit allen Toren gibt es für euch nochmal auf DFB.TV in der Zusammenfassung.

Schröder, Mülling – Hoffmann, Kautermann, Körner (1 Tor), Meier, Damm (3), H. Knüppel, Basiel (2), Jørgensen

 

Mit diesem Sieg im Toppspiel gehen wir als Spitzenreiter ins Final Four und haben darüber hinaus nochmal Selbstvertrauen gegen einen direkten Konkurrenten sammeln können. Leider steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, wer unser Gegner im Halbfinale am 28. August sein wird, da noch eine Verhandlung über einen Protest der Bavaria Beach Bazis gegen Ibbenbüren aussteht, deren Ausgang auch Einfluss auf die Plätze 3 und 4 haben könnte. Die aktuelle Tabelle findet ihr HIER.

So oder so können wir das Wochenende in München aber als erfolgreich verbuchen und gehen motiviert bis in die Zehenspitzen in die letzten beiden Trainingswochen vor dem Finale um die Deutsche Meisterschaft.

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Ungeschlagen auch in Düsseldorf

Ungeschlagen auch in Düsseldorf

Bildquelle: Getty Images

 

Der zweite Sammelspieltag der Deutschen Beachsoccer-Liga 2021 in Düsseldorf ist vorüber und wir können mit drei Siegen aus drei Spielen die Tabellenführung behaupten. Damit sind wir weiterhin voll auf Kurs in Richtung Final Four um die Deutsche Meisterschaft in Warnemünde am 28./29. August.

 

Rostocker Robben – Real Münster 6:5 (2:2, 3:1, 1:2)

Das Wochenende startete mit einem absoluten Kracher, denn wie wir sind die Münsteraner mit drei Siegen in die Saison gestartet. Der Gewinner aus dieser Partie sollte sich also im Kampf um die ersten Vier Plätze etwas Luft verschaffen, sodass den Zuschauern am Unterbacher See eine umkämpfte Partie bevorstand.

Die Münsteraner erwischten jedoch den besseren Start und konnten nach sechs Minuten einen Fehler in unserem Spielaufbau mit dem 0:1 bestrafen. Danach fielen drei weitere Tore im Minutentakt: Svenni sorgte mit einer starken Einzelleistung für den Ausgleich, Münster ging per Freistoß erneut in Führung, Hansi glich wiederum aus. Mit einem 2:2 ging es in die erste Pause.

Der zweite Durchgang blieb zunächst einige Minuten torlos, ehe sich Axel mit einem fulminanten Freistoß aus der eigenen Hälfte erstmals in 2021 in die Torschützenliste eintragen konnten und für unsere erste Führung im Spiel sorgte. Svenni verwandelte einen weiteren Fallrückzieher zum 4:2, welchen die Münsteraner aber vom Anstoßpunkt egalisieren konnten. Doch auch wir hatten auf dieses Tor direkt eine Antwort parat, denn Axel legte mit einem Falli von außen seinen zweiten Treffer zum 5:3-Pausenstand nach.

In Drittel erzielte Krischi seinen ersten Treffer, der uns erstmals mit drei Toren in Führung brachte. Eigentlich eine komfortable Führung, doch wie es manchmal so ist im Beachsoccer sind auch drei Tore schnell aufgeholt. Münster nutzte eine Unachtsamkeit in unserer Defensivrotation zum 6:4 und legte viert Minuten vor Schluss sogar noch einen weiteren Treffer nach. Nun war das Momentum ganz auf des Gegners Seite und wir mussten uns weitestgehend auf die Defensivarbeit konzentrieren. Hier hielt uns unser Torwart Thilo ein ums andere Mal im Spiel, sodass wir die Führung über die Zeit bringen konnten und dieses Spitzenspiel aufgrund der starken Phase im zweiten Durchgang verdient gewinnen konnten.

Mülling, (Schröder) – Hoffmann, Baaske, Klotzsch, Körner (2 Tore), Damm (2), Meier, H. Knüppel (1), Thürk (1)

 

Rostocker Robben – SandBall Leipzig 8:1 (2:0, 4:0, 2:1)

Am Nachmittag ging es für uns dann weiter mit der Partie gegen SandBall Leipzig, die sich zum Zeitpunkt des Spiels noch ohne Punktgewinn am Ende der Tabelle befanden. Die Vorzeichen vor diesem Spiel waren damit klar und wir sollten der Rollenverteilung gerecht werden.

Zwei Minuten dauerte es, ehe Meier uns in Führung bringen konnte. Axel legte eine Minute später per Flachschuss nach und dies sollten im ersten Durchgang auch schon alle Treffer gewesen sein. Im zweiten Drittel legten wir jedoch nochmal nach und bauten den Vorsprung auf sechs Tore auf. Zwei Mal vollendete Svenni per Fall- bzw. Seitfallzieher. Die Leipziger erzielten ein Eigentor, Axel seinen zweiten Treffer der Partie.

Auch im letzten Drittel des Tages ließen wir kaum etwas zu und bauten unsere Führung durch Svenni und Teetje auf 8:0 auf, ehe ein geblockter Spielaufbau mit anschließendem Abschluss aus der eigenen Hälfte den Ehrentreffer für die Sachsen brachte.

Schröder, (Mülling) – Hoffmann, Baaske, Klotzsch (1 Tor), Körner (3), Damm (2), Meier (1), H. Knüppel, Thürk, (1 Eigentor)

 

Rostocker Robben – Hertha BSC 6:3 (0:0, 2:1, 4:2)

Auch die Herthaner warteten zum Zeitpunkt des Anpfiffs noch auf ihren ersten Punkt in diesem Jahr, was natürlich nicht den eigenen Ansprüchen entspricht. Wir waren jedoch gewarnt und nahmen die Partie nicht auf die leichte Schulter, denn die Berliner sind wesentlich besser einzuschätzen, als es die Tabelle vermuten lässt.

Entsprechend wollte keines der beiden Teams allzu viel riskieren und das erste Drittel endete trotz einiger Chancen auf beiden Seiten torlos.

Den ersten Treffer konnten dann sogar die Hauptstädter erzielen, denn wieder verpennten wir etwas unsere Defensivbewegung und ließen den zweiten Pfosten unbewacht. Zwei Tore durch Svenni per Fallrückzieher und Paul per Aufsetzer von Höhe der Mittellinie drehten das Spiel dann aber zügig zu unseren Gunsten.

Im letzten Durchgang war dann Meier der Hauptprotagonist der Anfangsphase. Zunächst vollendete er alleinstehend am zweiten Pfosten, foulte dann einen Herthaner, der per Neunmeter einnetzen konnte und machte seinen Fehler direkt per Direktannahme am langen Eck wieder gut – und das alles innerhalb von drei Minuten. Teetje legte per fulminantem Abschluss aus dem Sand nach und auch Krischi durfte sich in die Torschützenliste eintragen. Das 6:3 der Berliner war dann nur noch Ergebniskorrektur.

Schröder, Mülling – Hoffmann, Baaske (1 Tor), Klotzsch (1), Körner (1), Damm, Meier (2), H. Knüppel, Thürk (1)

 

Insgesamt war dies ein für uns durchaus erfreuliches Wochenende. Die maximale Punkteausbeute, die Verteidigung der Tabellenspitze sowie der im Bus verfolgte DFB-Pokalsieg von Hansa versüßten uns die Rückfahrt natürlich ungemein. Darüber hinaus ist uns die Teilnahme am Finale um die Deutsche Meisterschaft kaum mehr zu nehmen.

Am kommenden Wochenende geht es für uns zum letzten Sammelspieltag nach München. Dort wartet am Samstag der Hamburger SV auf uns. Der HSV hat sich in Düsseldorf leihweise mit unserem U19-Spieler Jannes verstärkt, der im Spiel gegen den 1. FC VKF erstmals in die Torjägerliste eintragen durfte. Wir gratulieren herzlich zum Debüt in der Liga und zum ersten Treffer. Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen der Spitzenspiele. Zunächst geht es gegen Ibbenbüren, die ihrerseits unbedingt punkten müssen, um noch ins Final Four zu kommen, ehe wir auf unseren Verfolger Düsseldorf treffen.