Nachlese zur Deutschen Meisterschaft und zur EBSL

Nachlese zur Deutschen Meisterschaft und zur EBSL

Das war sie also, die Strandsaison 2018. Nachdem wir in diesem Jahr mit wunderbarstem Wetter verwöhnt wurden, regnet es aktuell Bindfäden und steigert damit die Dankbarkeit noch, nach 2017 endlich wieder mal so richtig Sommer erlebt zu haben. Es könnte keinen besseren Zeitpunkt geben, um nochmal auf die vergangenen zwei Wochenenden zurückzublicken und das Erlebte niederzuschreiben.

 

Das Final Four um die Deutsche Meisterschaft

Die erste reguläre Saison in der Deutschen Beachsoccer-Liga unter Regie des DFB war gespielt und sollte als bisher erfolgreichste in unsere Vereinsgeschichte eingehen. 11 Spiele, 10 Siege (einer davon im Neunmeter-Schießen), 1 Niederlage, 28 Punkte, 77:35 Tore. Mit dieser eindrucksvollen Bilanz gingen wir in das Halbfinale gegen Hertha, wohl wissend, dass all die bisher erzielten Tore und erspielten Punkte nichts mehr wert sein würden. Und auch unsere Gegner aus Berlin wussten, dass sie, trotz Platz Vier in der Liga mit vielen Unentschieden nach der regulären Spielzeit, die große Chance hatten, uns zu schlagen und uns damit die Butter vom Brot zu nehmen.

 

Rostocker Robben – Hertha BSC 5:4 (1:1, 1:1, 3:2)

Und wieder wurden wir kalt erwischt. Anscheinend waren wir noch nicht richtig auf dem Feld angekommen, als sich Tim Engelhardt bei einem Einwurf in Tottis Rücken davon stahl und unbedrängt zum 0:1 einköpfen konnte. Doch Ranger – bis zum Freitagabend war sein Einsatz noch fraglich – konnte im ersten Drittel mit einem Gewaltschuss unter die Latte das Unentschieden wieder herstellen. Mit 1:1 ging es in die Drittelpause. Der zweite Durchgang begann wie der erste. Ein einfacher Ballverlust, Konter, Latte, Abpraller, Kopfball, Tor, 1:2. Wieder lagen wir schnell hinten und mussten einem Rückstand hinterher laufen. Es dauerte bis kurz vor Ende des zweiten Drittels, ehe Schmitti nach einem blitzsauber ausgespielten Konter zum erneuten Ausgleich einschieben konnte. Zwei Drittel der Spielzeit waren vorüber und wir schafften es nicht wirklich, die starke Defensive der Herthaner zu knacken und dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken.

Der letzte Spielabschnitt sollte dann diesmal etwas besser beginnen. Ein schöner Fallrückzieher von Svenni nach einer einstudierten Einwurfvariante landete unhaltbar flach im langen Eck. Die erste Führung des Spiels war da, sollte aber nur fünf Sekunden halten. Der Anstoß der Berliner ging nach links außen und Hansi grätschte den Ball vor dem heranstürmenden Nießlein ab. Eine knifflige Situation, bei der auch die Videobilder keine genaue Auflösung geben können. So oder so macht es der Berliner Stürmer aber geschickt, zieht das Foul und verwandelt den fälligen Neunmeter souverän. Wieder alles auf Anfang und wieder sollte es nicht lange bei diesem Spielstand bleiben. Anstoß, diesmal für uns, Handspiel durch Engelhardt. Krischi schnappt sich die Kugel und lässt dem gegnerischen Keeper Sascha Penke mit einem Aufsetzer keine Chance. Und Krischi konnte kurze Zeit später nachlegen. Engelhardt missglückte ein Passversuch mal so richtig, Krischi wurde angeschossen und schob zum 5:3 ein. Eine Zwei-Tore-Führung fünf Minuten vor Schluss sollte uns die nötige Sicherheit geben, das Spiel nach Hause zu bringen. Der Anschlusstreffer zum 5:4 war eine Kopie des ersten Berliner Tores und daher in seiner Entstehung extrem ärgerlich, am Ende jedoch nicht mehr als Ergebniskorrektur. Der Finaleinzug war geschafft, aber hart erarbeitet. Das Spiel gibt es HIER nochmal komplett für euch.

Mülling, (Schröder) – Kautermann, Rönsch (1 Tor), Krötsching, Körner (1), Meier, Dahnke, Schmitt (1), H. Knüppel, Thürk (2), Neumann

 

Den Samstagabend verbrachten wir erschöpft bei unseren Freunden vom DOCK INN, die mit dem DFB alle Teams zu leckerem Essen und Livemusik eingeladen haben. Wir suchten uns einen Platz direkt am Fernseher, doch insgeheim wünschten wir uns alle ins Ostseestadion. An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch an unseren F.C. Hansa Rostock zum Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals. Gegen Nürnberg sind wir dann wieder auf der Tribüne. Mit einem Lächeln auf den Lippen ging es in die verdiente Nachtruhe, denn am nächsten Tag sollten wir es mit unserem Dauerrivalen aus Ibbenbüren zu tun bekommen, die sich im Neunmeter-Schießen gegen Real Münster durchsetzen konnten.

 

Rostocker Robben – Ibbenbürener BSC 6:3 (1:2, 3:1, 2:0)

Vor dem Spiel wurde viel geredet und diskutiert. Unser Team entschied sich im Vorfeld dazu, alle Streitereien und offenen Fragen nach hinten zu schieben und das Spiel sportlich zu entscheiden. Doch das erste Drittel bestärkte uns nicht unbedingt in unserer Haltung. Christian Biermanns sehenswertes 0:1 konnte erneut Ranger nach Fallrückziehervorarbeit von Krischi ausgleichen. Nur ein Tor in der regulären Saison, jetzt zwei im Final Four – das nennt man wohl einen Crunchtime-Player. Kurz darauf legte uns Nico Stehr ein Ei ins Nest, als er einen fragwürdigen Freistoß aus zentraler Position mit einem Aufsetzer im Tor platzieren konnte. Es waren zum einen diese Entscheidungen, zum anderen nicht gegebene Fouls, zugegebenermaßen auf beiden Seiten, die unseren Puls in die Höhe trieben. Dies konnten auch die 1.500 Zuschauer in der mehr als voll besetzten Sport & Beach Arena spüren. Mit einem 1:2-Rückstand ging es in die Pause.

Im zweiten Drittel konnte Krischi in der dritten Minute zum 2:2-Ausgleich abstauben. Mittlerweile hatte sich die Parie etwas beruhigt, auf beiden Seiten wurde mehr gespielt und weniger gekämpft, gehauen und gestochen. Nach einem Abstimmungsfehler bei einem gegnerischen Einwurf konnte Schier zum 2:3 für die Ibbenbürener einköpfen. Direkt im Gegenzug setzte Svenni einen schönen Fallrückzieher an den Pfosten. Den darauf folgenden Abwurf platzierte Patrick Biermann unhaltbar mit dem Kopf im eigenen Netz und sorgte so für den erneuten Ausgleich. Es folgten zwei falsche Anstöße der Ibbenbürener, für die Weirauch die Gelbe Karte sah. Kurz darauf stieg er Kröte nach einer Ecke auf den Körper. Eine knifflige Situation, in der man die Schiedsrichter dann aber loben muss, denn solche Aktionen abseits des Balles sehen nur wenige. Gelb-Rot für Weirauch, Neunmeter für Kröte, die erste Führung im Spiel. Alle Aktionen seit dem 2:3 durch Schier passierten dabei innerhalb einer Spielminute, die im Nachhinein als spielentscheidend zu bezeichnen ist. Mit dieser erstmaligen Führung ging es in die zweite Pause.

Diese Führung brachte uns nun die nötige Sicherheit für den letzten Durchgang. Wir verteidigten souverän, ließen hinten kaum etwas anbrennen und hatten mit Robin wieder einmal einen bombensicheren Rückhalt zwischen den Pfosten. Kröte wühlte im gegnerischen Strafraum gegen drei Gegenspieler und war nicht vom Ball zu trennen, Svenni kam aus dem Rückraum und haute das Ding einfach zum 5:3 in die Maschen. Das 6:3 durch Svenni fällt dann in einer Phase kurz vor Schluss, in der Ibbenbüren alles nach vorne wirft und uns so deutlich mehr Platz lässt, als noch zu Beginn der Partie. Auch dieses Spiel gibt es für euch nochmal in voller Länge.

Schröder, (Mülling) – Kautermann, Rönsch (1 Tor), Krötsching (1), Körner (2), Meier, Dahnke, Schmitt, H. Knüppel, Thürk (1)

 

Beim Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Für uns war es völlig ungewohnt, bereits zum Ende der regulären Spielzeit als Deutscher Meister festzustehen, nachdem es 2015 und 2017 ins Neunmeter-Schießen gegen Ibbenbüren ging, die sich nach dem Spiel als äußert faire Verlierer zeigten und uns geschlossen zur Meisterschaft gratulierten. Doch bei aller Bescheidenheit müssen wir nicht ohne Stolz festhalten, dass diese Meisterschaft unsere bisher verdienteste war. Wir schafften es, die ganze Saison über konstante Leistungen zu zeigen und haben uns mit der Titelverteidigung, auch in der Landes- und NOFV-Meisterschaft, selbst belohnt. Damit vertreten wir Deutschland im nächsten Jahr bereits zum vierten Mal beim Euro Winners Cup, der Champions League des Strandfußballs.

Dies wäre beim knallharten Final-Four-Modus jedoch nicht möglich gewesen, wenn IHR uns nicht so lautstark unterstützt hättet. Nahezu das gesamte Stadion stand hinter uns und lockte so die letzten Prozente aus uns heraus. Dafür möchten wir Danke sagen! Bedanken möchten wir uns auch bei unseren Partnern und Sponsoren, die uns in dieser Saison die Treue gehalten haben und uns Jahr für Jahr einiges an Sorgen nehmen. So produzierten beispielsweise der OSPA Sportclub sowie unser Gesundheitspartner AOK Nordost tolle Videos vom Finaltag:

Nach der Siegerehrung wurde der Platz gestürmt und zu späterer Stunde ging es mit unseren Freunden zu unserem Stammplatz beim Wikinger gestrandet, bei dem bis in die Nacht gefeiert wurde. Damit endete für die meisten von uns eine lange und wunderschöne Strandfußballsaison 2018. Nur Robin musste am nächsten Tag früh raus, denn das erste Treffen mit der Nationalmannschaft im Rahmen der EBSL in Warnemünde stand an. Danilo Schubert hat den Finaltag für euch fotografisch festgehalten. Danke dafür!

 

EBSL in Warnemünde

Zum zweiten Mal durfte Warnemünde internationalen Standfußball im Ostseebad begrüßen und wir sind stolz, ein Teil davon zu sein. Während aus rein sportlicher Sicht neben Robin weitere Robben-Spieler nominiert worden wären, machten berufliche, private oder organisatorische Gründe gleich mehrere Striche durch die Rechnung und so konnten wir nur Schrödi anfeuern. Die Vorzeichen für Deutschland waren klar, vier Punkte mussten her, um den Klassenerhalt in der Division A sicher zu schaffen. Am Ende reicht es nicht einmal für einen einzigen und es waren vor allem die anderen Teams, die die Zuschauer begeisterten. Mit 1:4 gegen Frankreich, 5:9 gegen Spanien und 0:4 gegen Russland hatte das deutsche Team kaum eine Chance. Der NDR hat das Wochenende mit der Kamera begleitet und erklärt euch im Video auch nochmal den Strandfußball im Allgemeinen.

Damit muss Deutschland vom 6. bis 9. September in Sardinien ins Promition Final gegen die besten sieben Teams aus der Division B, um den Abstieg doch noch in letzter Sekunde zu verhindern. In der Gruppenphase geht es gegen Moldawien, Rumänien sowie die starken Ungarn, ehe der Gruppenerste dieser Gruppe gegen den Sieger der anderen Gruppe im Finale um den Platz in der Division A spielt. Ganz nebenbei qualifiziert sich der Sieger des Promotion Finals auch noch für die European Games im Juni 2019 im weißrussischen Minsk.

Neben den Nationalteams konnten die Zuschauer jedoch auch uns noch in Aktion sehen. Samstag schaute Hauptsponsor Marteria mit Kumpel Casper vorbei, um ihr Album 1982, welches heute ernscheint, zu promoten und ein wenig gegen uns zu zocken. Herzlichen Glückwunsch zum Release-Day! 

Sonntag Vormittag stand unser Jubliäumsspiel zur Feier des Stadt- und Universitätsgeburtstages auf dem Plan, bei dem rund 25 Jubiläumstrikotkäufer gegen uns antraten. Geleitet wurde die Partie durch die FIFA-Schiedsrichter Torsten Günther und Malte Gerhadt, denen an dieser Stelle für ihren Einsatz nochmals herzlich gedankt sei. Wie das Spiel endete, ist nicht mehr wirklich nachzuvollziehen, jedoch hatten alle Beteiligten riesigen Spaß. Danke für diese beiden Spiele!

 

Damit endete unsere Saison mit zwei aufregenden Wochenenden am schönsten Strand Deutschlands. Wir hoffen, ihr hattet auf den Tribünen mindestens genauso viel Spaß wie wir auf dem Platz und freuen uns, euch alle im nächsten Jahr wiederzusehen. Morgen geht es für uns zum Saisonabschluss ins Ostseestadion. Vielleicht sehen wir ja den ein oder anderen von euch und stoßen nochmal auf die Meisterschaft an.

★★★★★

OuOuOu!

Jubiläumsspiel am 26. August in Warnemünde

Jubiläumsspiel am 26. August in Warnemünde

Wie ihr alle wisst, feiert unsere Hanse- und Universtitätsstadt Rostock in diesem Jahr Doppeljubiläum. Bereits seit 800 Jahren existiert unsere Heimatstadt und seit 600 Jahren wird an einer der schönsten Universitäten Europas gelehrt. Wir wollen natürlich kräftig mitfeiern und unserenTeil zu den Festivitäten beitragen. Aus diesem Grund haben wir bei unserem Heimspieltag voller Stolz unser Jubiläumstrikot präsentiert. Streng limitiert auf 77 Stück waren alle Exemplare innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Damit wanderten nicht nur 770,- Euro in den Spendentopf fürs diesjährige robBENEFIZ, sondern alle Käufer haben damit ihr Ticket für das Jubiläumsspiel gegen uns gebucht. Nun steht der Termin fest und wir können euch weitere Infos dazu geben.

Wir freuen uns sehr, dass BSWW und der DFB uns die Möglichkeit geben, unserem Jubiläumsspiel einen würdigen Rahmen zu verleihen. Am 26. August dürfen wir das Stadion in der Sport und Beach Arena Warnemünde nutzen und somit den Finaltag des EBSL-Events eröffnen. Anpfiff ist um 10:30 Uhr, ehe sich Dänemark und Georgien um 12:45 Uhr zur ersten Partie des Tages gegenüber stehen und Deutschland um 16:30 Uhr gegen Russland um wichtige Punkte kämpft. Der Eintritt ist den ganzen Tag über frei.

Solltet ihr also einer der 77 glücklichen Trikotkäufer sein, seid ihr herzlich zum Mitkicken und Mitfeiern eingeladen. Je nachdem, wie viele Männer, Frauen und Kinder tatsächlich erscheinen, werden wir den genauen Modus festlegen. Aktuell ist es aber geplant, ein Spiel über die volle Distanz von 3 x 12 Minuten zu spielen. Damit wir pünktlich um 10:30 Uhr anfangen können, seid bitte spätestens um 10:00 Uhr vor Ort. So haben wir genug Zeit, alles zu koordinieren und ihr habt auch noch genug Zeit für eine angemessene Erwärmung. Neben eurem Trikot braucht ihr nur noch eine Sporthose und etwas zu Trinken. Wir freuen uns auf euch!

OuOuOu!

Final Four in Warnemünde – Die Teilnehmer im Überblick

Final Four in Warnemünde – Die Teilnehmer im Überblick

Foto: Joachim Kloock

 

Schon übermorgen ist es soweit: In der Sport & Beach Arena unterhalb des Teepotts in Warnemünde steigt das große Finale um die Deutsche Beachsoccer-Meisterschaft 2018. Am Samstag werden in zwei Halbfinals die beiden Teilnehmer des großen Finales am Sonntag ermittelt, die in diesem Jahr den Deutschen Meister unter sich ausspielen. Eröffnet wird das Turnier am Samstag jedoch mit den beiden Halbfinals der Beachsoccer-Tour, dem Finalevent der Sieger der vier Regionalentscheide. Anpfiff dafür ist um 12:45 und 14:00, ehe Real Münster und der Ibbenbürener BSC um 15:15 das erste Semifinale der Meisterschaft bestreiten. Für uns geht es dann um 16:30 gegen Hertha BSC Berlin.

 

Hertha BSC Berlin (4. Platz, 21 Punkte, 72:44 Tore)

Mit den Herthanern aus Berlin wartet im Halbfinale eine echt harte Nuss auf uns. Gleich drei Teams konnten die Saison mit starken 21 Punkten beenden, Hertha profitierte vom jeweils gewonnenen direkten Vergleich gegen die Beach Royals aus Düsseldorf sowie die Bavaria Beach Bazis. Doch auch beim Torverhältnis haben sie die Nase gegen diese beiden Teams vorn gehabt. Von daher stehen die Jungs aus der Hauptstadt zu Recht im Finalevent. Die Berliner hatten in dieser Saison die mit Abstand meiste Spielzeit, mussten sie doch in insgesamt vier ihrer elf Partien in die Verlängerung.

Das Spiel der Herthaner ist vor allem geprägt durch große Disziplin. Neuzugang Sascha Penke hat sich gleich optimal ins Team eingefügt und zeigt sich als sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Davor stehen mit Lenny Hannawald, Tim Engelhardt und Manuel Mönch drei absolute Defensivspezialisten, die das gegnerische Aufbauspiel durch gutes Verschieben extrem schwer machen. Vorn haben sie mit Joel Nießlein einen der deutschen Topp-Stürmer, der jede Defensive auf eine harte Probe stellt. Doch auch beim Rest des Teams ging die Formkurve steil nach oben und die Leistungsunterschiede innerhalb der Mannschaft konnten sukzessive minimiert werden.

Auch bei unserem Spiel gegen Hertha fiel die Entscheidung nicht in der regulären Spielzeit. Nach 36 plus 3 Minuten stand es 1:1, ein im Beachsoccer absolut ungewöhnliches Ergebnis. Das zeigt, mit welcher taktischen Disziplin beide Teams zu Werke gegangen sind. Es haben sich auf beiden Seiten kaum ausnutzbare Lücken ergeben. Umso wichtiger wird es für uns sein, die wenigen Chancen, die sich uns bieten werden, zu nutzen.

 

Real Münster (2. Platz, 24 Punkte, 58:37 Tore)

Vor der Saison hätte wohl kaum jemand gedacht, dass Real Münster sich am Ende so souverän für das Finalevent qualifiziert. Doch eigentlich hätte man damit rechnen können. Evgehnii Kets und Hossein ali Shahrokhi stehen nicht umsonst mit 19 und 16 Toren auf Platz drei und vier der Torjägerliste. Darüber hinaus sind Torhüter Al Seyni Ndiaye sowie Verteidiger Ibra Thioune aus dem Senegal echte Verstärkungen in der Defensive und räumen mit Hilfe ihrer hervorragenden Physis fast jeden gegnerischen Angriff ab.

Nach einem etwas holprigen Saisonstart mit zwei Niederlagen gegen GO Rhein-Main und die Beach Bazis nahm der Münster-Express immer mehr Fahrt auf. Das größte Ausrufezeichen konnte dann beim Spieltagsevent in Norderstedt gesetzt werden, als nacheinander die Beach Royals, Ibbenbüren sowie Hertha besiegt wurden. Damit hatten sich die Münsteraner endgültig ins Rennen um die ersten Vier geschossen. Lediglich gegen uns setzte es eine weitere Niederlage, alle anderen Aufgaben wurden souverän erfüllt.

 

Ibbenbürener BSC (3. Platz, 23 Punkte, 55:41 Tore)

Was sollen wir zu Ibbenüren noch groß schreiben, was wir an anderer Stelle nicht schon getan haben? Trotz ihrer etwas holprigen Saison mit vielen knappen Siegen sind die Jungs aus dem Norden von NRW vollkommen zu Recht beim Final Four dabei. Im Do-or-Die-Spiel gegen uns, bei dem sie zum Siegen verdammt waren, spielten sie absolut souverän und eiskalt auf uns sicherten sich so das Teilnahmeticket doch noch auf den letzten Drücker. Vor so viel Kaltschnäuzigkeit ziehen wir unseren Hut.

Dennoch geht es auch für die Ibbenbürener im Halbfinale wieder bei Null los. An das Spiel in der regulären Saison gegen Münster werden sich die Jungs ungern zurück erinnern, setzte es doch eine saftige 3:9-Niederlage. Doch wir sind uns sicher, dass die dort gemachten Fehler knallhart analysiert wurden und erwarten daher eine entsprechend enge und spannende Partie.

 

Wir sind der Meinung, dass alle vier Teams vollkommen verdient nach Warnemünde reisen werden. Es gilt, die zurückliegende Saison auszublenden, denn mit nur einem Spiel kann bereits eine ganze Spielzeit zunichte gemacht werden. Niemand weiß das besser als wir, denn obwohl wir bereits vier Deutsche Meistertitel unser Eigen nennen können, haben wir erstmals in diesem Jahr die reguläre Saison als Tabellenführer beenden können. In den Jahren zuvor waren wir es, die die anderen Teams ärgern konnten. Nun sind wir die Gejagten.

Wir können euch daher nur ans Herz legen, am Samstag und Sonntag ins Stadion nach Warnemünde zu kommen und uns nach allen Kräften anzufeuern. Wir werden bis in die Haarspitzen motiviert ins Spiel gehen, um uns den fünften Titel zu holen. Dabei brauchen wir jedoch eure Unterstützung! Falls ihr es nicht ins Stadion schafft, legen wir euch die Livestreams am Samstag und Sonntag ans Herz, sodass ihr uns auch von zu Hause aus die Daumen drücken könnt.

OuOuOu!

Erste Niederlage im letzten Saisonspiel

Erste Niederlage im letzten Saisonspiel

Am vergangenen Wochenende ging es für uns zum letzten Spieltagsevent nach Düsseldorf. Die Vorzeichen waren klar: Obwohl wir nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden konnten, wollten wir unsere bestmögliche Leistung abliefern, um uns so auf das Finalwochenende der Deutschen Meisterschaft am 18. und 19. August bei uns in Warnemünde vorzubereiten. Das gelang uns in den Spielen gegen die Beach Boyz Waldkraiburg und den Ibbenbürener BSC nur bedingt.

 

Rostocker Robben – BSC Beach Boyz 10:5 (3:1, 3:2, 4:2)

Gegen die Jungs aus Bayern hatten wir uns nicht weniger vorgenommen als einen deutlichen Sieg. Auch wenn das Ergebnis am Ende fast gestimmt hat, täuscht es doch etwas über den Spielverlauf hinweg. Wir gingen nach sieben Minuten zwar mit 3:0 in Führung, mussten dann im ersten Drittel aber direkt den Anschlusstreffer hinnehmen. Während unsere Offensive ungewohnt viele Chancen ausließ, fanden wir in der Defensive häufig einfach nicht schnell genug in unsere Ordnung zurück und verteidigten mitunter dilettantisch, sodass die Beach Boyz unsere Einladungen dankend annehmen konnten. Wir müssen bilanzieren, dass das nicht unbedingt unser bestes Saisonspiel war. Wer es sich dennoch erneut anschauen möchte, wird ab 05:23:00 fündig.

Müling (1 Tor) – Dahnke (1), Krötsching (1), Schmitt, Körner (2), Knüppel (1), Meier, Bullerjahn, Neumann (2), Thürk (2)

 

Rostocker Robben – Ibbenbürener BSC 2:6 (1:1, 1:0, 0:5)

Die anderen Partien hatten tatsächlich zur eindeutigen Ausgangslage geführt: Gewinnen wir, fährt Ibbenbüren nicht zur Deutschen Meisterschaft. Aufgrund der vergangenen Jahre eine Chance, die wir nutzen wollten. Und nach den ersten beiden Dritteln sah es tatsächlich so aus, als könnten wir unseren ärgsten Konkurrenten von unserem Strand fernhalten. Kröte brachte uns mit dem Hinterkopf in Führung, doch C. Biermann konnte noch im ersten Drittel ausgleichen. Im zweiten Durchgang stellte Krischi mit einem verwandelten Neunmeter die Führung wieder her und wir bestimmten auch hier über weite Strecken das Spiel. Im letzten Drittel gaben wir das Heft des Handelns dann jedoch komplett aus der Hand und individuelle Fehler reihten sich aneinander, aus denen direkt Gegentreffer resultierten. Auf einmal stand es 2:4 gegen uns. Die letzten beiden Gegentore sind dann geschenkt, als wir alles nach vorne warfen und komplett die Ordnung verloren.

Alles in allem muss man neidlos anerkennen, dass sich Ibbenbüren mit dieser Leistung die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft verdient hat. Wer so eiskalt Fehler des Gegners ausnutzt, gewinnt ein solches Spiel zu Recht. Für uns kam dieser Dämpfer aber offensichtlich zur rechten Zeit. Die Unachtsamkeiten, die sich in unser Spiel eingeschlichen haben, haben wir lieber jetzt gemacht, als dann in zwei Wochen. Darüber hinaus war es für unser Team sicher ein Weckruf und ein deutliches Zeichen, dass wir eben noch nicht Deutscher Meister 2018 sind, sondern nur Tabellenführer nach der regulären Saison.

Schröder – Dahnke, Krötsching (1 Tor), Schmitt, Körner, Knüppel, Meier, Bullerjahn, Neumann, Thürk (1)

 

Unser Mitgefühl geht an die Familie des jungen Mannes, der während unseres Spiels gegen Ibbenbüren im Unterbacher See sein Leben verlor.

 

Alles in allem war es ein sehr bitteres Wochenende für uns, aus dem wir nun möglichst viele positive Schlüsse ziehen müssen. Wir werden die letzten beiden Wochen vor der Deutschen Meisterschaft intensiv nutzen und am spielfreien Wochenende ein kleines Trainingslager einschieben. Im Halbfinale wartet dann am 18. August Hertha BSC auf uns, die uns in dieser Saison in München ein Unentschieden in der regulären Spielzeit abtrotzten. Wir sind vor dem Team aus der Hauptstadt also gewarnt.

OuOuOu!

Letztes Spieltagswochenende in Düsseldorf

Letztes Spieltagswochenende in Düsseldorf

So schnell, wie die Strandfußballsaison begonnen hat, ist sie auch schon wieder vorbei. An diesem Wochenende steigt am Unterbacher See Süd das letzte Spieltagswochenende der Deutschen Beachsoccer-Liga 2018 und der Kampf um die Playoffplätze ist spannend wie nie. Zwar können wir ganz entspannt mit dem Wissen, nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt zu werden, ins Rheinland fahren. Das hält uns jedoch gewiss nicht davon ab, beide Spiele mit der notwendigen Portion Ehrgeiz anzugehen. Für uns ist dies nämlich auch der letzte echte Härtetest vor dem Finale um die Deutsche Meisterschaft am 18./19. August in Warnemünde.

 

04.08.2018, 15:20 Uhr: Rostocker Robben – Beach Boyz Waldkraiburg

Los geht es für uns am Samstag Nachmittag gegen den Liganeuling aus Bayern. Aktuell stehen sechs Zähler auf dem Konto der Roten, mit denen sie das interne Saisonziel „Nicht Letzter werden“ aktuell um zwei Plätze übertreffen. Doch auch wenn sich die Jungs um Coach Brandlmaier in ihrer ersten Saison befinden, dürfen sie nicht von uns unterschätzt werden. Mitunter gelingen den Beach Boyz recht ordentliche Spielzüge, die dann jedoch nicht in letzter Konsequenz umgesetzt und in Tore umgewandelt werden. Hinzu kommt eine Defensive, die den Gegner durch individuelle Fehler des Öfteren förmlich zum Toreschießen einlädt. Genau hier müssen wir ansetzen und diese Einladungen gnadenlos annehmen. Darüber hinaus gilt es, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken und an die Leistungen im letzten Drittel gegen Wuppertal anzuknüpfen.

 

05.08.2018, 14:20 Uhr: Rostocker Robben – Ibbenbürener BSC

Viele hatten vor der Saison sicher damit gerechnet, dass in diesem Spiel der Tabellenführer der regulären Saison ausgespielt wird und es somit schon im Vorfeld zu einer Neuauflage des Finales der Deutschen Meisterschaften 2015 und 2017 kommt. Was haben wir schon für epische Schlachten gegen das Team aus dem Tecklenburger Land geschlagen. Letztes Jahr in Warnemünde das wohl spannendste Herzschlagfinale aller Zeiten mit dem Ausgleichstreffer vier Sekunden vor Schluss. 2016 das legendäre 12:10 im Halbfinale, was als wohl längstes Spiel in die Beachsoccer-Geschichtsbücher eingegangen ist. 2015 das 9-Meter-Schießen mit einem glücklicheren Ende für uns. Die Liste könnte nahezu endlos so weitergeführt werden. Doch auch wenn wir am Ende häufig lachen konnten, über eine Statistik kann es nicht hinweg täuschen: Der letzte Sieg gegen Ibbenbüren in der regulären Spielzeit datiert bereits aus dem Jahr 2015, als wir beim ersten Spieltag in Osnabrück mit 7:4 als Sieger vom Platz gingen. Danach setzte es entweder empfindliche Niederlagen oder das 9-Meter-Schießen musste die Entscheidung bringen.

Dieser Statistik wollen wir in dieser Saison entgegen wirken. Hinzu kommt nämlich die enge Tabellenkonstellation. Ibbenbüren steht zwar aktuell mit 17 Zählern auf dem dritten Rang. Dahinter lauern aber mit den gastgebenden Beach Royals, den Bavaria Beach Bazis sowie Hertha BSC gleich drei Teams mit 15 Punkten, die zu allem Überfluss auch noch allesamt gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte ran müssen. So kann es passieren, dass wir die Ibbenbürener mit einem Sieg aus den Final Four schießen können. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es vorteilhaft sein könnte, wenn wir diese Möglichkeit auch wahrnehmen. Von daher heißt es trotz der Tabellenführung Vollgas geben, um optimal vorbereitet nach Warnemünde zu fahren.

 

Doch auch neben dem sportlichen Aspekt wird diese Fahrt wieder besonders werden. Mit einer 25-köpfigen Reisegruppe machen wir uns auf den Weg in den Westen und nutzen das letzte reguläre Spieltagswochenende als vorgezogenen Saisonabschluss. Wer uns noch unterstützen möchte, kann das natürlich live vor Ort am Unterbacher See machen. Darüber hinaus werden sowohl am Samstag als auch Sonntag alle Spiele im Livestream gezeigt, sodass ihr auch entspannt von zu Hause oder dem heimischen Strand aus zuschauen könnt.

OuOuOu!