Deutscher Meister 2017

Deutscher Meister 2017

Wir haben es tatsächlich geschafft. Auch einige Tage nach dem Titelgewinn kann man es noch immer schwer fassen, aber wir konnten eine außergewöhnliche Saison vergolden und uns an unserem Heimatstrand zum zweiten Mal den Deutschen Meistertitel des DFB sichern. Ein unglaubliches Gefühl, was nur schwer zu beschreiben ist.

Los ging es am Samstag mit unseren beiden Vorrundenpartien. Während wir um 14:45 Uhr ins Turnier eingestiegen sind, waren für den Hamburger SV bereits alle Halbfinalträume ausgeträumt, nachdem die Hansestädter zwei Niederlagen einstecken mussten. Und auch die Bavaria Beach Bazis, Gegner des ersten Spiels, stand bereits mit dem Rücken zur Wand. Gegen uns musste ein Sieg her, um noch eine Chance auf das Halbfinalticket zu haben. Entsprechend engagiert gingen die Münchener ins Spiel. Wir hatten auf unserer Seite insgesamt das Quäntchen Glück im Abschluss und standen hinten relativ sicher, sodass am Ende der 8:3-Sieg vollkommen verdient war. Leider wurde das Spiel begleitet von heftigen Regengüssen und leichtem Wind, sodass etliche Zuschauer das Weite suchten. Ein besonderer Dank daher an jeden Beachsoccer-Fan, der sich auch nicht vom schlechten Wetter vertreiben lässt.

Die bisherigen Ergebnisse des Tages führten zur Konstellation, dass die letzten beiden zu absolvierenden Partien am Samstag lediglich entscheidend für die ersten beiden Gruppenplätze waren. Der dritte Platz stand bereits in Gruppe A und B fest, sodass sich die sportliche Bedeutung in Grenzen hielt. Wir hatten das Gefühl, dass alle Teams versuchen, sich ein wenig für den Finaltag zu schonen. Unser Spiel gegen Wuppertal plätscherte auch etwas vor sich hin und nur durch drei Tore in den letzten Minuten des Spiels ließ sich das Endergebnis verdient, aber in der Höhe etwas zu deutlich, auf 6:0 hoch schrauben. Ein gelungener Abschluss eines anstrengenden Beachsoccer-Tages, an dem mit Sicherheit noch nicht alles rund lief. Beim anschließenden Grillabend ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Durch unseren Gruppensieg konnten wir etwas ausschlafen und durften die zweite Partie des Tages um 11:15 Uhr gegen Hertha BSC bestreiten. Unser Gegner aus dem GBSL-Finale war heiß auf ein Weiterkommen und hatte uns schon am Rande einer Niederlage. Doch auch nach einem Zwei-Tore-Rückstand konnten wir zum 5:5 nach regulärer Spielzeit ausgleichen. Ein Freistoß 16 Sekunden vor Ende der Verlängerung brachte uns dann ins Finale. Über dieses hitzige Spiel wird zur gegebener Zeit an anderer Stelle noch zu reden sein. Wir möchten Hertha zu einer starken Saison beglückwünschen und wünschen Christian „Hirschi“ Hirschmeyer alles Gute in der neuen Heimat. Das ganze Spiel zum nachschauen findet ihr bei Sport1 ab Minute 59:30.

Durch einen knappen 3:2-Sieg von Ibbenbüren gegen Wuppertal war alles klar: Wir treffen zum dritten Mal in Folge bei der Deutschen Meisterschaft auf Ibbenbüren, nach 2015 das zweite Mal im Finale. Vor dem Spiel war es schwer, einen Favoriten auszumachen. Auf der einen Seite standen wir, die nach einer äußerst erfolgreichen Saison auch noch den vierten und letzten Titel holen wollten. Auf der anderen Seite das Team von Nationalmannschaftskapitän Christian Biermann, welches unseren Sport in Deutschland in den letzten zwei Jahren wie kein zweites dominiert hat. Wir wollen und können gar nicht beschreiben, was in diesem Spiel abging. Man muss tatsächlich live dabei gewesen sein, um zu verstehen, was diesen Sport so außergewöhnlich macht. Wechselnde Führungen, Fallrückzieher und zwei Tore in den letzten 20 Sekunden, die das komplette Stadion ausrasten lassen sind nur ein paar Eindrücke dieses Endspiels. Wer den gesammten Wahnsinn noch einmal erleben möchte, findet das Spiel ebenfalls auf Sport1.

 

Ihr merkt, uns fehlen nach diesem Wochenende ein wenig die Worte. Wir möchten uns beim DFB für die tadellose Organisation bedanken und freuen uns schon auf die nächste Ausgabe in 2018. Darüber hinaus sagen wir DANKE bei allen Sponsoren und Partnern, die uns in der laufenden Saison die Daumen gedrückt haben. Ohne euch wäre ein solches Erlebnis nicht möglich. Wir möchten unseren Coach Svenni danken, der Wort gehalten hat und uns in mühsamer Arbeit ein neues System eingetrichtert hat, was am Ende tatsächlich voll aufging. Ein großes Lob geht an das komplette Team für die Umsetzung der Aufgaben und die Integration neuer Jungs in unseren Reihen. Es ist unglaublich, wie innerhalb einer Saison aus Fremden Freunde werden können.

Zum Schluss möchten wir uns bei allen Fans, Freunden, Familienmitgliedern und Zuschauern bedanken, die uns live im Stadion und an den Bildschirmen zu Hause zum Sieg geschrien, mit uns gelitten und mit uns gefeiert haben. Dass ihr uns so zahlreich unterstützt, ist der schönste Lohn für die Mühen, die ein solches Hobby mit sich bringt. Es bereitet uns eine riesige Freude, euch mit unserem Sport begeistern zu dürfen. Wir hoffen, ihr bleibt uns treu. Wir möchten euch Turnis Finalvideo ans Herz legen. Mehr geht nicht!

 

Fotos: Joachim Kloock

 

Statistik:

Kader: Robin Schröder, Matthias Sandmann – Tim Kautermann, Tom Rönsch, Robert Bullerjahn, Torsten Dahnke, Tim Schmitt, Ben Pötke, Sven Körner, Hannes Grundmann, Christoph Thürk, Ivo Studzinski

Robben – Bavaria Beach Bazis 8:3 (Krischi 4, Schmitti 2, Bumsi 1, Totti 1)

Robben – Wuppertal 6:0 (Svenni 3, Totti 1, Bulli 1)

Robben – Hertha 6:5 n. V. (Svenni 3, Kauti 1, Robin 1, Schmitti 1)

Robben – Ibbenbüren 5:5 (2:1 n. N.) (Svenni 2, Krischi 2, Totti 1)

 

Der Großteil des Teams verabschiedet sich nun in die Winterpause. Bevor es im November für uns nach Holland zu einem Indoor-Turnier geht, wartet auf drei unserer Spieler ein würdiger Saisonabschluss. In Warnemünde geht es für Krischi, Svenni und Robin mit der Nationalmannschaft um Punkte in der EBSL. Am Freitag, 25.08. ist um 16:00 Uhr Anpfiff gegen Aserbaidschan, am Samstag ebenfalls 16:00 Uhr gegen Ukraine und am Sonntag um 14:45 Uhr gegen Italien. Kommt vorbei und unterstützt die Jungs.

OuOuOu!

Nordostdeutscher Meister 2017

Nordostdeutscher Meister 2017

Die ersten beiden Titelgewinne sind erst eine Woche alt, da können wir schon den dritten großen Triumph in dieser Saison feiern. Ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zum Saisonziel ist damit geschafft: Wir haben unseren Nordostdeutschen Meistertitel in Zinnowitz verteidigen können.

Los ging das Turnier mit einer bitteren Nachricht am Freitagabend. Robin verletzte sich noch vor dem Training beim Rumdallern an der Schulter und fiel somit für den Samstag aus. Da auch unsere verbliebenen drei etatmäßigen Torhüter aus verschiedenen Gründen verhindert waren, hatten wir uns ein ausgeklügeltes Rotationsprinzip zurecht gelegt, mit dem wir die Gegner verwirren wollten. In einer Gruppe mit sieben Teams ging es im Modus Jeder-gegen-Jeden um den Titel des NOFV-Meisters. Neben uns als Titelverteidiger waren der 1. FC VKF als Vertreter aus Mecklenburg-Vorpommern, Curva 69 aus Brandenburg, SV Eintracht Magdeburg aus Sachsen-Anhalt, die Beach Boys Coswig als Vertreter aus Sachsen, Hertha BSC Berlin als Berliner Meister sowie der Hamburger SV als Fünftplatzierter der GBSL für die Regionalmeisterschaft in Zinnowitz qualifiziert.

Bei einer Spielzeit von 3 x 10 Minuten und vier Spielen am Samstag und nur zwei Wechslern wussten wir, dass wir am Abend mit schweren Beinen ins Bett gehen werden. Dennoch lautete die Devise, die Samstagsspiele möglichst hoch zu gewinnen, damit wir uns für den Sonntag ein kleines Polster erarbeiten können, wenn es gegen die vermeintlich stärksten Teams des Turniers geht: Hertha BSC und Hamburger SV. In der ersten Partie trafen wir auf Magdeburg und konnten das Spiel souverän mit 8:1 gewinnen. Eine bessere Chancenverwertung hätte das Ergebnis auch noch höher ausfallen lassen können, jedoch waren wir ein ums andere Mal zu verspielt vor der gegnerischen Kiste. Im zweiten Match ging es gegen den 1. FC VKF, für den die NOFV-Meisterschaft, ebenso wie für den Hamburger SV, der letzte Strohhalm auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft in Warnemünde am 19./20. August sein sollte. Entsprechend motiviert gingen die Jungs ins Spiel und konnten zwei Mal unsere Führung ausgleichen. Nach dem 2:2 war das Ergebnis über lange Zeit offen, jedoch agierten wir glücklicher im Abschluss und mit der Schlusssirene fiel das 5:3 für uns. Leider mussten wir Hansi verletzungsbedingt aus dem Spiel nehmen und Ranger hielt in den letzten Minuten seinen Kasten sauber.

Gegen die Beach Boys Coswig durfte sich Totti im Tor beweisen und über ihn konnten wir ein ums andere Mal einen schönen Angriff aufziehen, den oftmals Svenni im Netz versenkte. Allein in diesem Spiel traf er fünf Mal in des Gegners Netz. Am Ende stand auch hier ein 8:1-Erfolg im Spielbericht, der auch in der Höhe vollkommen in Ordnung geht. Im letzten Spiel des Tages behielten wir unser Konzept bei und gegen Curva 69 eröffnete Totti zumeist das Spiel als Torwart aus der Mitte heraus, da uns der Gegner extrem viel Platz ließ. Folgerichtig endete das Spiel 8:3 für uns. Ein weiterer Wermutstropfen war hier Tottis Verletung in der letzten Sekunde. Damit beendeten wir den Turniersamstag mit 12 von 12 möglichen Punkten und ordentlichen 29:8 Toren. Die Vorgabe wurde damit nahezu optimal umgesetzt und die Ausgangslage für den Sonntag hätte nicht besser sein können.

Leider mussten wir den zweiten Tag des Turniers ungeplant mit nur fünf Mann angehen. Die beiden Verletzungen vom Samstag machten uns schwer zu schaffen und auch die Zuverlässigkeit einer Neurobbe ließ zu wünschen übrig. Daher mussten Schlampi, Didi, Bumsi, Schmitti und Neumi ohne Wechsler die letzten Punkte zur Titelverteidigung einsammeln. Mit einer ungeheuren Energieleistung konnten die Fünf den Hamburger SV mit 3:1 niederringen. Für die Hamburger hatte diese Niederlage jedoch keine Bedeutung, da sie ihr erstes Spiel am Morgen mit 7:0 gewannen und somit frühzeitig das Ticket für Warnemünde gelöst haben. Mit 15 Punkten und 32:9 Toren ging es ins letzte Spiel gegen Hertha BSC, die bis dahin 12 Punkte sammeln konnten, jedoch 30:11 Tore auf dem Konto hatten. Wir konnten uns also ein Unentschieden oder eine knappe Niederlage erlauben, doch die fünf Robben hatten Hunger und wollten mehr. Den 0:1-Rückstand konnten die Jungs in eine 3:1-Führung drehen. Der 3:2-Anschlusstreffer war dann nur noch Ergebniskosmetik. Was niemand von uns am Sonntagmorgen gedacht hätte, wurde am Sonntagnachmittag Wirklichkeit: Wir konnten unseren Titel bei der Nordostdeutschen Meisterschaft verteidigen. Darüber hinaus wurde Svenni mit 14 Treffern in nur vier Spielen Torschützenkönig. Eine klasse Leistung von allen Spielern!

H. Knüppel, Sandmann, Diedrichkeit (2 Tore) , Rönsch (3), Grundmann (1), Schmitt (7), Dahnke (2), Körner (14), Neumann (6)

 

Wir wünschen an dieser Stelle allen Verletzten eine schnelle Genesung. Außerdem möchten wir dem Hamburger SV, dem Wuppertaler SV sowie den Bavaria Beach Bazis recht herzlich zur Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft gratulieren. Wir freuen uns auf euch und sehen uns am 19./20. August am Teepott in Warnemünde.

OuOuOu!