Final Four in Warnemünde: Die Teilnehmer im Überblick

Final Four in Warnemünde: Die Teilnehmer im Überblick

Foto: Danilo Schubert

 

Das geilste Wochenende des Jahres steht kurz bevor und nicht nur bei uns laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der DFB hat bereits mit unzähligen Helfern ein wunderbares Stadion am Fuße des Teepotts aufgebaut, die Zimmer im DOCK INN Hostel sind auf Hochglanz gebracht worden und auch die anderen drei Teams haben die Woche über fleißig trainiert. Doch wer kämpft eigentlich, neben uns, in diesem Jahr um die Krone im Deutschen Beachsoccer? Wir haben uns die anderen drei teilnehmenden Teams und deren bisherigen Saisonverlauf einmal genauer angeschaut.

 

Real Münster: Platz 4, 29 Punkte, 10 S, 3 N, 81:50 Tore (+31)

Als erstes werfen wir den Blick auf unseren Halbfinalgegner. Real Münster ist bereits das zweite Mal in Folge beim Final Four am Start und in diesem Jahr der Gewinner des Dreikampfs um Platz 4 im Saisonendspurt, bei dem sich die Bavaria Beach Bazis und der Ibbenbürener BSC mit den ungeliebten Plätzen Fünf und Sechs zufrieden geben mussten.

Die Münsteraner sind wahre Offensivmonster, denn in dieser Saison erzielten sie im Schnitt sechs Tore und stellen damit den drittbesten Angriff der Liga. Oleh Shchytnik (19 Treffer), Evgenii Ketz (16) und Ali Bagheri (14) allein sorgten für 49 Treffer und stellten die gegnerischen Abwehrreihen vor einige Probleme. Auf der anderen Seite kassierten die Jungs aus Westfalen mit 50 Gegentoren die meisten der Teams in der oberen Tabellenhälfte.

Das direkte Aufeinandertreffen in Düsseldorf konnten wir aufgrund einer konzentrierten Leistung mit 5:0 gewinnen, profitierten dabei aber auch von der Gelb-Rot bedingten Sperre Evgenii Ketz‘. Wir erwarten daher im erneuten Duell eine mutigere und spielstärkere Münsterander Mannschaft, die uns defensiv alles abverlangen wird.

Anpfiff zum ersten Halbfinale des Tages ist am Samstag um 16:30 Uhr. Wer es nicht in die Sport & Beach Arena schafft, kann sich das Spiel auch im Livestream anschauen.


 

Hertha BSC Beachsoccer: Platz 2, 33 Punkte, 11 S, 2 N, 61:29 Tore (+32)

Die Berliner sind die Dauerbrenner beim Finalwochenende um die Deutsche Meisterschaft, denn seit der Angliederung an die Alte Dame 2016 waren sie immer in Warnemünde dabei. Schaut man noch etwas weiter zurück, wird deutlich, dass einige Spieler bereits jedes Jahr seit 2013, damals noch mit BeachKick Berlin, das Finalticket buchen konnten, womit sie auf eine länger währende Finalhistorie zurück blicken können als wir. Zum ganz großen Wurf hat es bisher jedoch nicht gereicht, Platz 3 im Jahr 2017 war der größte Erfolg des Hauptstadtclubs.

In dieser regulären Saison lief es wieder einmal recht ordentlich, sodass auch die diesjährige Finalteilnahme mehr als verdient ist. Elf Siege sprechen eine deutliche Sprache, wobei vor allem in Spielen gegen direkte Konkurrenten echte Big Points eingefahren werden konnten (2:0 gg. die Bazis, 9:5 gg. die Beach Royals nach 1:4-Rückstand, 6:1 gg. Ibbenbüren). Lediglich gegen Real Münster (1:2) und gegen uns (1:9) setzte es eine Niederlage, wobei das Ergebnis unseres Aufeinandertreffens nicht allzu hoch bewertet werden sollte.

Hertha sollte mit einem breiteren Kader nach Warnemünde reisen, als es zuletzt in Düsseldorf der Fall war und auch die Unterstützung der Fans ist ihnen sicher, da sich traditionell eine kleinere Reisegruppe mit auf den Weg aus der Haupstadt an den Strand macht. Leicht haben werden sie es in ihrem Halbfinale aber in keinem Fall, denn es warten die hungrigen Löwen.


 

Beach Royals Düsseldorf: Platz 3, 31 Punkte, 11 S, 2 N, 72:41 Tore (+31)

Drei Jahre können verdammt lang sein. Vor allem, wenn man das große Ziel Warnemünde immer so knapp vor Augen hat, wie die Royals aus Düsseldorf. Bei der letzten Finalteilnahme 2016 scheiterten sie im Endspiel gegen den Ibbenbürener BSC. 2017 unterlagen sie in der GBSL im Spiel um Platz 3, welcher zur Qualifikation gereicht hätte, dem gleichen Gegner und mussten im Regionalentscheid Nord dem Wuppertaler SV den Vortritt lassen. In der vergangenen Saison waren wir schlussendlich das Zünglein an der Waage, als wir im letzten Spiel gegen Ibbenbüren verloren und die Royals so noch, aufgrund des schlechteren Torverhältnisses, auf den fünften Platz abrutschten. Nun hat es endlich wieder geklappt und was sollen wir sagen: Es ist mehr als verdient.

Nach einem Umbruch im Team und der Integration vieler neuer Spieler scheint die Arbeit Früchte zu tragen. Spielertrainer Oliver Romrig geht trotz seines gesetzten Alters voran und erzielte den ein oder anderen wunderschönen Treffer. Hinzu kommt mit Nicolas Bella ein internationaler Topp-Transfer, der in dieser Saison bereits 17 Mal das gegnerische Tornetz finden konnte. Vier weitere Royals (Marius Ebener, David Hoeveler, Joscha Metzler und Marcel Nowak) trugen zuletzt beim EBSL-Event in Catania das Trikot mit dem Adler auf der Brust. Qualität im Team ist also zweifelsohne vorhanden.

Das Spiel gegen uns in München war, wir haben es uns nochmal angeschaut, nichts für Ästheten. Am Ende hieß es 2:3 gegen uns, was unsere einzige Niederlage in der abgelaufenen Saison bleiben sollte. Die Royals hatten im weiteren Verlauf zwei Mal das Nachsehen (5:9 gg. Hertha, 4:5 gg. Bazis), untermauerten ihren Anspruch auf das Final Four ansonsten aber eindrucksvoll. Ärgerlich jedoch ist die Sperre des Stammtorwarts Marius Ebener, der sich im vorletzten Saisonspiel zu einer Notbremse hinreißen ließ und im Halbfinale fehlen wird. Wir rechnen mit Max Kinscher im Tor, der normalerweise für Tore Schießen zuständig ist, in der Saisonvorbereitung aber auch schon als bester Torwart bei einem Turnier in Belgien ausgezeichnet wurde.


 

Neben unseren Spielen bietet auch das Rahmenprogramm etwas für den interessierten Strandsportfan. Neben der Deutschen Meisterschaft wird auch wieder der Sieger der DFB-Beachsoccer-Tour gesucht. Qualifiziert hierfür sind TSV Vineta Audorf, F.C. Trivela, BST Chemnitz & Friends sowie 1.FC 0815 Friedersdorf. Darüber hinaus zeigen die Frauen von HSG Warnemünde im Einlagespiel gegen die BeachKick Ladies Berlin sowie die Inklusionsteams von Hansa Rostock und den Peene Kickers ihr Können. Den kompletten Plan haben wir hier einmal für euch in der Übersicht:


 

Unser F.C. Hansa spielt bereits morgen auswärts in Ingolstadt, Hoch Corina sorgt für eine Rückkehr des Sommers und der Eintritt in die Arena ist wie immer frei. Wir hoffen daher auf eine lautstarke Unterstützung bei unserem Halbfinalspiel am Samstag, 16:30 Uhr gegen Münster und werden alles dafür geben, am Ende des Spiels erneut mit euch jubeln zu können.

OuOuOu!

Meister der regulären Saison

Meister der regulären Saison

Der letzte Spieltag der regulären Saison in der Deutschen Beachsoccer-Liga führte uns erneut an den Unterbacher See in Düsseldorf und für uns ging es nach der vorzeitigen Qualifikation fürs Final Four um die Verteidigung der Tabellführung und die damit verbundene Meisterschaft der regulären Saison. Bereits nach unserem Spiel am Samstag stand fest, dass wir vom ersten Platz nicht mehr zu verdrängen sind und auch am Sonntag konnten wir unser Spiel siegreich bestreiten.


 

Rostocker Robben – Hertha BSC Beachsoccer 9:1 (2:1, 0:0, 7:0)

Da das Ergebnis etwas über den Spielverlauf hinweg täuscht, halten wir den Spielbericht etwas kürzer als gewohnt. Im ersten Drittel konnten wir durch Ranger und Svenni in Führung gehen, mussten aber kurz vor der Pause noch den Anschlusstreffer hinnehmen. Im zweiten Durchgang passierte nichts Zählbares, dafür konnten wir im letzten Drittel gleich sieben Mal treffen. Drei Mal war es Kauti, der für uns glücklicherweise staubedingt die Einschulung seines Neffen Pauli verpasste und die Tore ihm widmete, wobei wir an dieser Stelle allen ABC-Schützen einen erfolgreichen Start in die Schulzeit wünschen. Hansi traf doppelt und auch Svenni konnte einen Treffer nachlegen. Den Schlusspunkt setzte Paul mit einem schönen Solo. Unsere beiden Torhüter Robin und Thilo waren dabei stets zur Stelle und entschärften ein ums andere Mal brenzlige Situationen.

Die Herthaner waren personell arg gebeutelt, sodass ihnen im letzten Durchgang einfach die Puste fehlte. Die so entstandenen Lücken konnten wir eiskalt ausnutzen und das Ergebnis etwas zu deutlich in die Höhe schrauben. Die Berliner waren aber wie wir schon vor dem Spiel fürs Finalwochenende in Warnemünde qualifiziert, bei dem wir mit einer vollkommen anderen Berliner Mannschaft rechnen.

Mülling, Schröder – Kautermann (3 Tore), Rönsch (1), Knüppel (2), Meier, Körner (2), Baaske (1), Jørgensen, Krötsching


 

Weiter ging es dann am Sonntag mit einem kleinen Finale. Die Bavaria Beach Bazis hatten ihre Partie am Samstag gegen die Beach Royals Düsseldorf knapp gewonnen und brauchten einen Sieg gegen uns, um es aus eigener Kraft ins Final Four zu schaffen. Entsprechend motiviert gingen sie ins Spiel und die mitgereiste Bazeria verbreitete eine Prise Finalstimmung.

Rostocker Robben – Bavaria Beach Bazis 4:2 (1:0, 3:0, 0:2)

Doch wir kamen besser ins Spiel. Nach einer Phase des Abtastens konnte Kauti einen langen Ball von Thilo mit dem Kopf im gegnerischen Netz unterbringen. Auf der anderen Seite schafften wir es, die bayrischen Angriffsversuche im Vorfeld gut zu verteidigen oder mit etwas Glück im letzten Moment zu vereiteln. Zu Beginn des zweiten Drittels dann ein Doppelschlag innerhalb von 14 Sekunden: Erst setzte Hansi unseren Anstoß in Netz, dann war er hellwach und schob einen zu kurzen Rückpass am Torwart vorbei. Kurze Zeit später konnte Svenni mit einem Fallrückzieher nach einem Einwurf auf 4:0 erhöhen. Mit einer komfortablen Führung ging es ins letzte Drittel. Dort nutzten die Bazis dann einen kurzen Moment der Unachtsamkeit aus und trafen, endlich möchte man fast sagen, zum 4:1-Anschluss. Doch bis auf das 4:2 durch einen weiteren Fallrückzieher passierte nichts mehr und die Bazis mussten auf einen Münsteraner Ausrutscher hoffen.

Mülling, Schröder – Kautermann (1 Tor), Rönsch, Knüppel (2), Meier, Körner (1), Baaske, Jørgensen, Krötsching

 


 

Doch die Jungs aus Münster lösten ihre Aufgabe gegen GO Rhein-Main (HIER im Video), sodass sie die Saison auf dem vierten Platz beenden. Damit treffen wir im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft am 24. August auf die Westfalen, die zweite Partie bestreiten Hertha BSC Beachsoccer und die Beach Royals Düsseldorf. Alle Ergebnisse und die Abschlusstabelle gibt es wie immer in unserer Fankurve.

Wir haben jetzt noch zwei Wochen Zeit, um uns intensiv auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten. Am kommenden Sonntag heißt es aber zunächst einmal robBENEFIZ am AOK Active Beach.

OuOuOu!

5 Jahre GBSL – Ein Rückblick

5 Jahre GBSL – Ein Rückblick

Frühjahr. Wie in den vergangen Jahren wird hinter den Kulissen fleißig an der neuen Strandfußballsaison gearbeitet, obwohl es draußen so ganz und gar nicht nicht nach Sommer aussieht. Doch irgendetwas ist anders als in den Jahren zuvor. Und die meisten von euch haben es auf verschiedenen Wegen schon mitbekommen. Nach fünf Jahren German Beach Soccer League übernimmt der Deutsche Fußball-Bund den Spielbetrieb in der höchsten deutschen Strandfußballliga. Während dort noch einige Einzelheiten zu klären sind, über die wir euch in einem extra Beitrag informieren werden, ist dies der richtige Zeitpunkt, um einmal zurückzuschauen.

Fünf Jahre klingen im ersten Moment nicht unbedingt aufregend oder erwähnenswert. Für uns als Mannschaft und Verein, aber auch Sportler und Mensch haben diese fünf Jahre unser bisheriges Leben geprägt wie kein zweiter Zeitabschnitt. Umso stolzer sind wir, nicht nur ein Teil des Abenteuers GBSL gewesen zu sein, sondern dieses Abenteuer aktiv mitgestaltet zu haben.

Wer hätte vor fünf Jahren gedacht, dass diese Reise mit drei gewonnen Meisterschaften bei unglaublichen fünf Finalteilnahmen endet? Vor unserem geistigen Auge sehen wir immer noch die Anfänge mit der Schnapsidee, ein Strandfußballteam aufzubauen und in der ersten Liga zu spielen. Wir erinnern uns an die ersten Spiele im Mai 2013, in denen wir, wie hier gegen die Beach Royals aus Düsseldorf, ordentlich Lehrgeld zahlen mussten und mit 3:9 unter die Räder kamen:

 

Umso erfreulicher war es dann, im Verlauf der Saison die Kurve zu kriegen, wichtige Spiele für uns zu entscheiden und eine kleine Tradition zu starten: Wenn es wichtig wurde und die Entscheidungsspiele in Sichtweite waren, hauten wir seitdem immer alles rein, hielten als Team zusammen und erarbeiteten uns so auch die Extraportion Glück. Absolutes Highlight einer Premierensaison war dann das erste GBSL-Finale an unserem Warnemünder Ostseestrand bei bestem Wetter und Gänsehautstimmung:

 

Die folgenden Jahren waren gesprägt von stetigem Wachstum und Wandel. Die ersten neuen Teams kamen im Jahr 2014 dazu, andere wiederum meldeten sich aus dem Spielbetrieb ab. Immer wieder konnten wir neue Akzente setzen, beispielsweise 2014 mit einem 19:2-Rekordsieg gegen FIDA Düsseldorf und dem ersten GBSL-Finale mit Zuschauertribüne und einem Livestream oder ein Jahr später mit unseren Marsi-Highlighttrikots, bei denen die Verkaufszahlen jegliche Vorstellung sprengten und sogar einige Profifußballclubs neidisch werden lässt.

Bis zum Jahr 2017 sammelten sich so einige Zahlen an, die wir den Statistikfreunden unter euch nicht vorenthalten wollen. Insgesamt spielten wir 64 Spiele, davon 49 in der regulären Saison und 15 in den Playoffs. Hansi ist der einzige Spieler in unserem Team und wahrscheinlich auch in der gesamten Liga, der in jedem dieser Spiele auf dem Platz stand und sich somit GBSL-Rekordspieler nennen darf. In unseren Spielen der regulären Saison fielen im Schnitt unglaubliche 11,3 Tore: Ligaspitze.

Grund dafür war neben unser knallharten Offensive mit 346 Toren in 49 Spielen auch unsere riskante Spielweise in der Defensive, die die Gegner zu 207 Gegentoren kommen ließ. Unser Rekordtorschütze ist dabei Krischi, der 87 mal einnetzen konnte, gefolgt von Schmitti mit 67 Treffern. Eine Quote, die ohne die ein oder andere Spielsperre sicher noch höher ausgefallen wäre. Insgesamt sind diese Zahlen gleichbedeutend mit Platz 2 in der ewigen GBSL-Tabelle hinter dem Ibbenbürener BSC, der sogar zweimal ohne Punktverlust durch die reguläre Saison ging:

 

Der Tabelle ist zu entnehmen, dass es vier Teams gibt, die über die kompletten fünf Jahre am Spielbetrieb teilgenommen haben. Insgesamt wagten 18 Mannschaften das Abenteuer Strandfußballliga. Doch auch wenn die GBSL mit ihren Teams in den fünf Jahren viel für den Sport geleistet hat, über den Status einer Meldeliga kam sie leider nicht hinaus, sodass am Ende einer Saison eigentlich nie wirklich klar war, gegen wen in der nächsten Spielzeit gespielt wird. Umso bedauerlicher ist nun der Rückzug des BST Chemnitz, die in diesem Jahr nicht mehr am Ligabetrieb teilnehmen werden. Gegen kein anderes Team spielten wir in den fünf Jahren häufiger. Dabei avancierten die Sachsen vom anfänglichen Angst- zum Lieblingsgegner, wie beispielsweise im ersten und einzigen Supercup-Finale der deutschen Beachsoccer-Geschichte im Jahr 2013, bei dem wir uns erstmals für den Euro Winners Cup qualifizieren konnten:

 

Insgesamt lässt sich nach diesen fünf Jahren, in denen uns unsere zahlreichen Sponsoren, allen voran unser Hauptsponsor Marteria und unser Co-Sponsor Möbel Wikinger sowie unsere lautstarken Fans und Freunde an der Seitenlinie, stets die Treue hielten und einen riesigen Anteil an diesem Beachsoccer-Märchen haben, eine durchaus positive Bilanz ziehen. In fünf Jahren wurde ein Spielbetrieb aufgebaut, der einer ersten Liga würdig war. Sicher gab es dabei auch viele Ecken, an denen es mal nicht so lief, wie sich die Teams und die Verantwortlichen das vorgestellt haben. Was bleibt, sind aber die positiven Aspekte und Ideen, die gemeinsam angegangen und umgesetzt wurden.

In diesem fünf Jahren konnten wir unseren Sport weiter in Deutschland verbreiten. Eine Vielzahl an neuen Teams und zahlreiche neue Beachsoccer-Feldern quer über die Republik verteilt sind ein deutliches Indiz dafür. Denn auch wenn Strandfußball ans Meer gehört, sollten möglichst viele Sportfreunde die Möglichkeit bekommen, den schönsten Sommersport der Welt ausüben zu können. Dafür hat die GBSL einen wichtigen Beitrag geleistet, dessen Bedeutung uns wahrscheinlich erst in den kommenden Jahren wirklich bewusst wird.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Teams für die heißen Duelle im Sand, bei den Schiedsrichtern für eine von Jahr zu Jahr bessere Lei(s)tung und nicht zuletzt bei Nils, Olli, Ulle und Sunny, die die Ligaleitung in den fünf Jahren trotz beruflicher und eigener Teamverpflichtungen im Ehrenamt organisiert haben.

In diesem Sinne: Auf die GBSL!

OuOuOu!

robBENEFIZ 2017: Spenden feierlich überreicht

robBENEFIZ 2017: Spenden feierlich überreicht

Auch wenn das Wetter, passend zur Jahreszeit, nicht mehr wirklich an Strandfußball denken lässt, geht es hinter den Kulissen natürlich weiter und die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt so langsam. Um das Jahr 2017 abschließen zu können, hat aber noch ein wichtiger Termin gefehlt: Die Spendenübergabe für das diesjährige robBENEFIZ.

Am gestrigen Samstag war es dann endlich so weit. Nachdem im Herbst noch ein paar A(u)ktionen die letzten Euros in die Spendenkasse gebracht haben, stand die endgültige Spendensumme endlich fest und die „Lütten Wiehnacht“ bildete den passenden Rahmen für die Übergabe. Unser Ziel, die Summe der gesammelten Spenden aller Jahre auf über 25.000 Euro anwachsen zu lassen, konnten wir mit eurer Hilfe deutlich übertreffen. Durch Versteigerungen, Tombola, verrückte Sammelaktionen, Firmenspenden, freiwilligen Teilnahmegebühren der Teams und vielen Spenden am Turniertag selbst können wir voller Stolz verkünden, dass wir alle zusammen 8.250 Euro an den Rostocker Tierschutzverein e. V. und das Tierheim Schlage übergeben konnten.

Im Tierheim kann das Geld mehr als gebraucht werden. Nachdem die Auffangstation in der Thierfelder Straße geschlossen wurde und ein kompletter Umzug nach Schlage unumgänglich war, müssen nun natürlich vor den Toren Rostocks die Kapazitäten aufgestockt werden. Darüber hinaus stellt der Trend zu Reptilien den Verein vor neue Herausforderungen. Leider wird es durch das unverantwortliche Handeln einzelner „Tierfreunde“ notwendig, auch den etwas exotischeren Tieren ein neues (vorübergehendes) Zuhause im Tierheim zu bieten. Der Bau zweier großer Terrarien hat bereits begonnen und auch der Unterhalt ist natürlich mit einigen Kosten verbunden. Wir halten euch über dieses Projekt auf dem Laufenden.

 

Ohne die Teams sowie zahlreichen Zuschauer und Spender wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich. Ihr seid die geilsten!

Wir möchten auch nochmal allen Vereinen, Unternehmen und Personen, die uns die Preise für die Tombola zur Verfügung gestellt oder uns anderweitig tatkräftig unterstützt haben, DANKE sagen: Artunique, Rostock rockt!, OSPAAOK Active Beachperfect party, Pro Event, LFV MVFußballfotografie, Schnapstruhe, Arvid Langschwager, Restaurant Plan B, Physio-Praxis Richter, Tattoo-Ritual, Drachen & Mee(h)r, Marteria, convent energy, Antenne MV, Best Western Hanse Hotel, F.C. Hansa Rostock, Schornsteinfegermeister Jörg Kibellus, Clever Fit Rostock, AIDA, Körner Gabelstapler, FutureTV, AOK Nordost, German Fight Company, rostockfisch, Hanseatische Brauerei Rostock, Gebr. Suhl Rostock, DOCK INN Hostel, HW Shapes und Lasergame Rostock.

Wir wünschen euch und euren Familien eine besinnliche (Vor)Weihnachtszeit. Damit die Arbeit für das Tierheim nicht unnötig mehr wird, überlegt bitte genau, ob ein Tier unterm Weihnachtsbaum die richtige Entscheidung ist. Denn getreu dem Motto des Tierheims „Wir vermitteln Freunde fürs Leben“ sind Haustiere eine lebeneslange Verpflichtung und nicht nur etwas für ein paar Tage oder Wochen. Danke!

OuOuOu!

Deutscher Meister 2017

Deutscher Meister 2017

Wir haben es tatsächlich geschafft. Auch einige Tage nach dem Titelgewinn kann man es noch immer schwer fassen, aber wir konnten eine außergewöhnliche Saison vergolden und uns an unserem Heimatstrand zum zweiten Mal den Deutschen Meistertitel des DFB sichern. Ein unglaubliches Gefühl, was nur schwer zu beschreiben ist.

Los ging es am Samstag mit unseren beiden Vorrundenpartien. Während wir um 14:45 Uhr ins Turnier eingestiegen sind, waren für den Hamburger SV bereits alle Halbfinalträume ausgeträumt, nachdem die Hansestädter zwei Niederlagen einstecken mussten. Und auch die Bavaria Beach Bazis, Gegner des ersten Spiels, stand bereits mit dem Rücken zur Wand. Gegen uns musste ein Sieg her, um noch eine Chance auf das Halbfinalticket zu haben. Entsprechend engagiert gingen die Münchener ins Spiel. Wir hatten auf unserer Seite insgesamt das Quäntchen Glück im Abschluss und standen hinten relativ sicher, sodass am Ende der 8:3-Sieg vollkommen verdient war. Leider wurde das Spiel begleitet von heftigen Regengüssen und leichtem Wind, sodass etliche Zuschauer das Weite suchten. Ein besonderer Dank daher an jeden Beachsoccer-Fan, der sich auch nicht vom schlechten Wetter vertreiben lässt.

Die bisherigen Ergebnisse des Tages führten zur Konstellation, dass die letzten beiden zu absolvierenden Partien am Samstag lediglich entscheidend für die ersten beiden Gruppenplätze waren. Der dritte Platz stand bereits in Gruppe A und B fest, sodass sich die sportliche Bedeutung in Grenzen hielt. Wir hatten das Gefühl, dass alle Teams versuchen, sich ein wenig für den Finaltag zu schonen. Unser Spiel gegen Wuppertal plätscherte auch etwas vor sich hin und nur durch drei Tore in den letzten Minuten des Spiels ließ sich das Endergebnis verdient, aber in der Höhe etwas zu deutlich, auf 6:0 hoch schrauben. Ein gelungener Abschluss eines anstrengenden Beachsoccer-Tages, an dem mit Sicherheit noch nicht alles rund lief. Beim anschließenden Grillabend ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Durch unseren Gruppensieg konnten wir etwas ausschlafen und durften die zweite Partie des Tages um 11:15 Uhr gegen Hertha BSC bestreiten. Unser Gegner aus dem GBSL-Finale war heiß auf ein Weiterkommen und hatte uns schon am Rande einer Niederlage. Doch auch nach einem Zwei-Tore-Rückstand konnten wir zum 5:5 nach regulärer Spielzeit ausgleichen. Ein Freistoß 16 Sekunden vor Ende der Verlängerung brachte uns dann ins Finale. Über dieses hitzige Spiel wird zur gegebener Zeit an anderer Stelle noch zu reden sein. Wir möchten Hertha zu einer starken Saison beglückwünschen und wünschen Christian „Hirschi“ Hirschmeyer alles Gute in der neuen Heimat. Das ganze Spiel zum nachschauen findet ihr bei Sport1 ab Minute 59:30.

Durch einen knappen 3:2-Sieg von Ibbenbüren gegen Wuppertal war alles klar: Wir treffen zum dritten Mal in Folge bei der Deutschen Meisterschaft auf Ibbenbüren, nach 2015 das zweite Mal im Finale. Vor dem Spiel war es schwer, einen Favoriten auszumachen. Auf der einen Seite standen wir, die nach einer äußerst erfolgreichen Saison auch noch den vierten und letzten Titel holen wollten. Auf der anderen Seite das Team von Nationalmannschaftskapitän Christian Biermann, welches unseren Sport in Deutschland in den letzten zwei Jahren wie kein zweites dominiert hat. Wir wollen und können gar nicht beschreiben, was in diesem Spiel abging. Man muss tatsächlich live dabei gewesen sein, um zu verstehen, was diesen Sport so außergewöhnlich macht. Wechselnde Führungen, Fallrückzieher und zwei Tore in den letzten 20 Sekunden, die das komplette Stadion ausrasten lassen sind nur ein paar Eindrücke dieses Endspiels. Wer den gesammten Wahnsinn noch einmal erleben möchte, findet das Spiel ebenfalls auf Sport1.

 

Ihr merkt, uns fehlen nach diesem Wochenende ein wenig die Worte. Wir möchten uns beim DFB für die tadellose Organisation bedanken und freuen uns schon auf die nächste Ausgabe in 2018. Darüber hinaus sagen wir DANKE bei allen Sponsoren und Partnern, die uns in der laufenden Saison die Daumen gedrückt haben. Ohne euch wäre ein solches Erlebnis nicht möglich. Wir möchten unseren Coach Svenni danken, der Wort gehalten hat und uns in mühsamer Arbeit ein neues System eingetrichtert hat, was am Ende tatsächlich voll aufging. Ein großes Lob geht an das komplette Team für die Umsetzung der Aufgaben und die Integration neuer Jungs in unseren Reihen. Es ist unglaublich, wie innerhalb einer Saison aus Fremden Freunde werden können.

Zum Schluss möchten wir uns bei allen Fans, Freunden, Familienmitgliedern und Zuschauern bedanken, die uns live im Stadion und an den Bildschirmen zu Hause zum Sieg geschrien, mit uns gelitten und mit uns gefeiert haben. Dass ihr uns so zahlreich unterstützt, ist der schönste Lohn für die Mühen, die ein solches Hobby mit sich bringt. Es bereitet uns eine riesige Freude, euch mit unserem Sport begeistern zu dürfen. Wir hoffen, ihr bleibt uns treu. Wir möchten euch Turnis Finalvideo ans Herz legen. Mehr geht nicht!

 

Fotos: Joachim Kloock

 

Statistik:

Kader: Robin Schröder, Matthias Sandmann – Tim Kautermann, Tom Rönsch, Robert Bullerjahn, Torsten Dahnke, Tim Schmitt, Ben Pötke, Sven Körner, Hannes Grundmann, Christoph Thürk, Ivo Studzinski

Robben – Bavaria Beach Bazis 8:3 (Krischi 4, Schmitti 2, Bumsi 1, Totti 1)

Robben – Wuppertal 6:0 (Svenni 3, Totti 1, Bulli 1)

Robben – Hertha 6:5 n. V. (Svenni 3, Kauti 1, Robin 1, Schmitti 1)

Robben – Ibbenbüren 5:5 (2:1 n. N.) (Svenni 2, Krischi 2, Totti 1)

 

Der Großteil des Teams verabschiedet sich nun in die Winterpause. Bevor es im November für uns nach Holland zu einem Indoor-Turnier geht, wartet auf drei unserer Spieler ein würdiger Saisonabschluss. In Warnemünde geht es für Krischi, Svenni und Robin mit der Nationalmannschaft um Punkte in der EBSL. Am Freitag, 25.08. ist um 16:00 Uhr Anpfiff gegen Aserbaidschan, am Samstag ebenfalls 16:00 Uhr gegen Ukraine und am Sonntag um 14:45 Uhr gegen Italien. Kommt vorbei und unterstützt die Jungs.

OuOuOu!