Dritte Niederlage in der Vorrunde sorgt für verdientes Turnieraus

Dritte Niederlage in der Vorrunde sorgt für verdientes Turnieraus

Rostocker Robben – Cartel Waterloo 3:4 (0:2, 3:1, 0:1)

Uns fehlen nach diesem Spiel ein wenig die Worte, daher halten wir die Spielzusammenfassung etwas kürzer als gewohnt.

Wir gingen mit hohen Erwartungen ins Spiel, waren aber offensichtlich ob des Endspielcharakters etwas nervös. Zum wiederholten Mal brachten uns bereits bekannte Fehler in Rückstand, zum wiederholten Mal schafften wir es nicht, eigene Tore zu erspielen oder zumindest zu erzwingen.

Unser definitiv bestes Drittel war das zweite, in dem wir es schafften, auszugleichen und den letzten Durchgang entsprechend offen zu gestalten. Dort wollten wir unbedingt das eine Tor zum Sechzehntelfinale erzwingen, kassierten dann aber bezeichnenderweise kurz vor Schluss mit einem langen Abwurf das Gegentor zum Turnieraus.

Wer sich das Spiel trotzdem nochmal anschauen möchte, hat HIER die Chance dazu.

Mülling – Baaske, Krötsching, Ploog, Schmitt (1 Tor), Körner (2), Knüppel, Thürk, Basiel

OuOuOu!

Gutes Spiel reicht nicht zum Punktgewinn gegen Levante

Gutes Spiel reicht nicht zum Punktgewinn gegen Levante

Rostocker Robben – Levante UD 0:3 (0:2, 0:1, 0:0)

Im zweiten Gruppenspiel beim Euro Winners Cup in Nazaré gegen den spanischen Meister aus Levante kommen wir trotz starker Leistung nicht über eine 0:3-Niederlage hinaus, haben aber für das letzte Duell am morgigen Dienstag nochmal Selbstvertrauen tanken können.

Das Spiel ging direkt ohne Abtastphase in die vollen, den spanischen Anstoß konnte Thilo mit einer Parade jedoch entschärfen. Unsere erste Chance ließ nicht lange auf sich warten, Hansis Schuss segelte aber knapp am langen Eck vorbei. Nach vier Minuten klingelte es dann das erste Mal, leider in unserem Kasten. Ein Schuss von Thilo kam postwendend zurück, unser Schlussmann wusste sich nicht anders zu helfen, als den spanischen Stürmer zu foulen und kassierte dafür zu Recht die Gelbe Karte. Den fälligen Freistoß versenkte Edu Suárez routiniert ins linke untere Eck. Dem 0:2 durch eben jenen Suárez ging eine komische Situation voraus. Svenni eroberte den Ball im Mittelfeld und kann frei vor dem Tor abschließen, der spanische Nationalkeeper Dona aber entschärfte die Situation. Ecke für die Robben – dachten alle und wir rückten entsprechend auf. Nur der Schiedsrichter entschied, warum auch immer, auf Abwurf, Dona nahm das Geschenk an und warf auf seinen völlig blanken Stürmer. Eine unverständliche Aktion eines internationalen Toppspielers, der uns nach dem Spiel trotz Entschuldigungen zu Recht unseren Blickkontakt mied. Damit endete der erste Durchgang.

Kurz nach Wiederanpfiff hatten wir direkt eine dicke Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Nach einem schmeichelhaften Handspielpfiff trat Alex zum Freistoß aus etwa zehn Metern an, verschoss aber zentral auf den herausstürmenden Dona. Es entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem wir es schafften, die spanischen Angriffe weitestgehend zu verteidigen. Bezeichnend ist daher die Entstehung des 0:3. Svenni versuchte unter Bedrängis zurück zu Thilo zu spielen, der seinerseits entgegen kommen wollte. Folge dieses Kommunikationsfehlers war ein Eigentor durch unseren Spielertrainer. Mit einem Drei-Tore-Rückstand ging es ins letzte Drittel.

Im letzten Spielabschnitt egalisierten wir uns aber weitestgehend, sodass das Drittel gerechterweise torlos endete und das Spiel mit 0:3 verloren ging. Das Spiel gibt es natürlich auch wieder zum Nachschauen in voller Länge.

Mülling – Kautermann, Krötsching, Baaske, Schmitt, Körner, Knüppel, (Ploog), Thürk, Basiel

Doch trotz der Niederlage müssen wir die Köpfe keineswegs in den Sand stecken. Drei Gegentore, davon ein Standard, ein Schiedsrichtergeschenk und Eigentor sind gegen den spanischen Meister keinesfalls eine Schande. Wir müssen uns aber ankreiden, einfach kein eigenes Tor geschossen zu haben. Dennoch lässt sich vor allem auf der Defensivarbeit aufbauen. Wir standen hinten sicher, waren griffig an unseren Männern und kassierten auch deshalb kein Gegentor aus dem Spiel heraus. Mit der gleichen konzentrierten Leistung am morgigen Dienstag gegen die Belgier von Cartel Waterloo (HIER live um 11:15 Uhr deutsche Zeit) kann nur ein Punktgewinn unser Ziel sein, der dann auch für den Einzug ins Sechzehntelfinale reichen würde.

Also drückt uns auch morgen wieder zahlreich am Bildschirm die Daumen. Wie ihr heute im Stream sehen konntet, ist die Unterstützung live vor Ort auch wieder überragend, daher auch ein riesiges Dankeschön an alle Mitgereisten!

OuOuOu!

Abenteuer Euro Winners Cup 2019 beginnt

Abenteuer Euro Winners Cup 2019 beginnt

Es ist wieder einmal Ende Mai und wieder einmal haben wir die Ehre, Deutschland im Euro Winners Cup, der Champions League im Strandfußball, im portugiesischen Nazaré vertreten zu dürfen.

Wir sind mittlerweile im uns schon gut bekannten, malerisch gelegenen Surferparadies an der Atlantikküste angekommen und haben gestern die erste lockere Trainingseinheit im grobkörnigen Sand absolviert. Heute gehen wir dann nochmal für 45 Minuten beim offiziellen Training unsere taktischen Feinheiten durch, ehe wir nachmittags bei einem kleinen Testspiel gegen unsere Freunde aus Kopenhagen in den Turniermodus kommen wollen. In diesem Jahr meint es das Wetter ausnahmsweise gut mit uns, sodass wir recht froh sind, unsere Gruppenspiele früh morgens zu absolvieren.

Denn als erstes treffen wir am Sonntag um 9:15 Uhr (10:15 Uhr deutsche Zeit) auf den türkischen Vertreter aus Alanya. Wir haben bereits kurz nach der Auslosung einen kleinen Ausblick auf die uns bevorstehenden Aufgaben gewagt und unsere Vorahnungen wurden bestätigt. Zum eh schon gut besetzten Stammteam der Türken gesellen sich mit dem Schweizer Bomber Dejan Stankovic und dem hochdekorierten iranischen Nationaltorwart Peyman Hosseini zwei absolute Toppstars der Beachsoccer-Szene hinzu. Ohne den Gegner im Vorfeld über den Klee zu loben, möchten wir euch Hosseinis Treffer bei der WM 2017 nicht vorenthalten, mit dem er sich den Titel „Tor des Jahres“ sichern konnte. Darüber hinaus wurde er als bester WM-Torwart und bester Torwart des Jahres 2017 ausgezeichnet.

Am Montag geht es dann im Stadion um 9:15 Uhr (10:15 Uhr deutsche Zeit) gegen den spanischen Meister Levante UD. Hier treffen wir zum dritten Mal in Folge auf den spanischen Nationalspieler Edu Suarez, der diesmal für sein Heimteam antritt.

Dienstag um 10:30 Uhr (11:30 Uhr deutsche Zeit) steigt dann das Gruppenfinale gegen Cartel Waterloo.

Interessanterweise gibt es in diesem Jahr einen neuen Turniermodus und erstmals ein Sechtzehntelfinale, sodass die ersten drei aus den neun Gruppen sicher weiterkommen. Bis zum 16. Platz wird weiterhin jede Platzierung ausgespielt, sodass das Erreichen des Achtelfinals gleichbedeutend mit insgesamt acht zu spielenden Partien wäre. Allein die Aussicht auf diese acht Spiele gegen international erfahrene Gegner sollte schon Ansporn genug sein, erstmals die KO-Runde zu erreichen.

Auf beachsoccer.com seid ihr durch den Stream immer live dabei, darüber hinaus hält euch Instafinni auch immer auf dem Laufenden.

OuOuOu!

Gruppenphase im Euro Winners Cup ausgelost

Gruppenphase im Euro Winners Cup ausgelost

Gestern fand die Auslosung zum diesjährigen Euro Winners Cup, der Champions League im Strandfußball, statt, womit nun auch unsere Gegner beim Turnier Anfang Juni im portugiesischen Nazaré feststehen. Wir geben euch hier einen kleinen Überblick, was uns in 3,5 Wochen erwarten wird.

Ein neues Losverfahren soll dafür sorgen, dass das Niveau der verschiedenen Gruppen annähernd vergleichbar ist. Die neun Gruppenköpfe bilden dabei das Gastgeberteam ACD O SÓTÃO, der Titelverteidiger SC Braga sowie die Meister aus den bestplatziertesten Länderen im Euro-Winners-Cup-Ranking. Position zwei in den Gruppen wird von den nachfolgend platzierten Teams im EWC-Klub-Ranking bekleidet, danach werden die nächstplatzierten neun Teams auf Position drei verteilt und die letzte Position in jeder Gruppe sind somit die Teams, die in den letzten fünf Jahren am schlechtesten beim Euro Winners Cup abschnitten oder komplette Neulinge sind.

Wir sind im europäischen Ranking aktuell auf Position 36 und somit in Pot 3 gelandet. Im Anschluss wurden wir in Gruppe H gelost und treffen dort auf Levante UD aus Spanien, Alanya aus der Türkei und Cartel Waterloo aus Belgien.

Mit Levante als Gruppenkopf wartet der amtierende spanische Meister auf uns, der mit einigen bekannten Gesichtern auftrumpfen kann, denn im Team befinden sich einige Jungs, die im letzten Jahr noch für unseren Gruppengegner Dinamo Batumi an den Start gingen, unter anderem auch Edu Suárez, der den Award für das schönste Tor 2018 gewinnen konnte, im Video ab 2:11 zu sehen. Sein Teamkollege Adri Frutos war übrigens auch nominiert mit einem nicht minder schönen Tor, diesmal sogar im Levante-Trikot (ab 0:16):

 

Funfact zu Levante: Im EWC-Ranking stehen sie zwei Plätze hinter uns auf Rang 38, was deutlich macht, dass die Rangliste keine akkurate Aussage über die Stärke einer Mannschaft geben kann.

Alanya aus der Türkei ist für uns ebenfalls keine unbekannte Mannschaft, machten sie im letzten Jahr in Nazaré doch sehr deutlich auf sich aufmerksam. In der Gruppenphase musste sich das Team zwar mit 9:3 gegen Lok Moskau geschlagen geben, konnte gegen Igol aus Litauen (6:1) und Vamos aus Belgien (8:1) zwei hohe Siege einfahren, die zum Einzug ins Achtelfinale gereicht haben. Dort behielten sie gegen Vybor aus der Ukraine knapp mit 3:2 die Oberhand, ehe sie im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Kristall aus Russland (4:6) die Segel streichen mussten. In den Spielen um Platz 5 bis 8 besiegten sie dann unseren Gruppengegner Batumi aus dem letzten Jahr mit 7:2, landeten zum Abschluss dann durch eine 4:7-Niederlage gegen Sporting Lissabon auf einem durchaus respektablen sechsten Platz. Damit belegen sie aktuell Platz 9 im EWC-Ranking.

Darüber hinaus wird Alanya im September Gastgeber des erstmalig ausgetragenen World Winners Cup sein, sodass sie sich in Portugal sicher schon für ihre Gastgeberrolle einspielen werden wollen, was natürlich auch im Interesse des türkischen Fußballverbandes ist.

Cartel Waterloo hingegen ist ein Team, welches wir noch gar nicht kennen. Der dreimalige belgische Meister trat 2016 zum ersten und einzigen Mal beim Euro Winners Cup an und musste in der Vorrunde drei deutliche Niederlagen (3:13 gegen Kristall, 1:6 gegen Le Grand Motte aus Frankreich sowie 4:9 gegen Melistar aus Spanien) einstecken, was damit nur zum 91. Platz im EWC-Ranking reicht. Doch das ist mittlerweile drei Jahre her und die Belgier werden sich seitdem natürlich auch weiterentwickelt haben. Am vergangenen Wochenende nahmen sie an einem Saisonvorbereitungsturnier im belgischen Perwez teil, mussten sich dort aber Wuppertal (2:6), BSC Copenhagen (4:5) sowie der U21-Auswahl Tschechiens (3:7) geschlagen geben, womit man sagen kann, dass die Generalprobe nicht wirklich gelungen ist.

Gruppe H wird uns Anfang Juni wieder einmal alles abverlangen. Es wird bis zum Turnierstart spannend bleiben, denn wie so oft ist es ungewiss, mit welchen eingekauften Stars die Teams aufwarten werden bzw. welche eigenen Starts eventuell noch dem Ruf anderer Teams folgen. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald es etwas Neues bezüglich Spielplan, etc. zu verkünden gibt. Der Vollständigkeit halber findet ihr hier alle Gruppen in der Übersicht:

OuOuOu!

Nachlese zur Deutschen Meisterschaft und zur EBSL

Nachlese zur Deutschen Meisterschaft und zur EBSL

Das war sie also, die Strandsaison 2018. Nachdem wir in diesem Jahr mit wunderbarstem Wetter verwöhnt wurden, regnet es aktuell Bindfäden und steigert damit die Dankbarkeit noch, nach 2017 endlich wieder mal so richtig Sommer erlebt zu haben. Es könnte keinen besseren Zeitpunkt geben, um nochmal auf die vergangenen zwei Wochenenden zurückzublicken und das Erlebte niederzuschreiben.

 

Das Final Four um die Deutsche Meisterschaft

Die erste reguläre Saison in der Deutschen Beachsoccer-Liga unter Regie des DFB war gespielt und sollte als bisher erfolgreichste in unsere Vereinsgeschichte eingehen. 11 Spiele, 10 Siege (einer davon im Neunmeter-Schießen), 1 Niederlage, 28 Punkte, 77:35 Tore. Mit dieser eindrucksvollen Bilanz gingen wir in das Halbfinale gegen Hertha, wohl wissend, dass all die bisher erzielten Tore und erspielten Punkte nichts mehr wert sein würden. Und auch unsere Gegner aus Berlin wussten, dass sie, trotz Platz Vier in der Liga mit vielen Unentschieden nach der regulären Spielzeit, die große Chance hatten, uns zu schlagen und uns damit die Butter vom Brot zu nehmen.

 

Rostocker Robben – Hertha BSC 5:4 (1:1, 1:1, 3:2)

Und wieder wurden wir kalt erwischt. Anscheinend waren wir noch nicht richtig auf dem Feld angekommen, als sich Tim Engelhardt bei einem Einwurf in Tottis Rücken davon stahl und unbedrängt zum 0:1 einköpfen konnte. Doch Ranger – bis zum Freitagabend war sein Einsatz noch fraglich – konnte im ersten Drittel mit einem Gewaltschuss unter die Latte das Unentschieden wieder herstellen. Mit 1:1 ging es in die Drittelpause. Der zweite Durchgang begann wie der erste. Ein einfacher Ballverlust, Konter, Latte, Abpraller, Kopfball, Tor, 1:2. Wieder lagen wir schnell hinten und mussten einem Rückstand hinterher laufen. Es dauerte bis kurz vor Ende des zweiten Drittels, ehe Schmitti nach einem blitzsauber ausgespielten Konter zum erneuten Ausgleich einschieben konnte. Zwei Drittel der Spielzeit waren vorüber und wir schafften es nicht wirklich, die starke Defensive der Herthaner zu knacken und dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken.

Der letzte Spielabschnitt sollte dann diesmal etwas besser beginnen. Ein schöner Fallrückzieher von Svenni nach einer einstudierten Einwurfvariante landete unhaltbar flach im langen Eck. Die erste Führung des Spiels war da, sollte aber nur fünf Sekunden halten. Der Anstoß der Berliner ging nach links außen und Hansi grätschte den Ball vor dem heranstürmenden Nießlein ab. Eine knifflige Situation, bei der auch die Videobilder keine genaue Auflösung geben können. So oder so macht es der Berliner Stürmer aber geschickt, zieht das Foul und verwandelt den fälligen Neunmeter souverän. Wieder alles auf Anfang und wieder sollte es nicht lange bei diesem Spielstand bleiben. Anstoß, diesmal für uns, Handspiel durch Engelhardt. Krischi schnappt sich die Kugel und lässt dem gegnerischen Keeper Sascha Penke mit einem Aufsetzer keine Chance. Und Krischi konnte kurze Zeit später nachlegen. Engelhardt missglückte ein Passversuch mal so richtig, Krischi wurde angeschossen und schob zum 5:3 ein. Eine Zwei-Tore-Führung fünf Minuten vor Schluss sollte uns die nötige Sicherheit geben, das Spiel nach Hause zu bringen. Der Anschlusstreffer zum 5:4 war eine Kopie des ersten Berliner Tores und daher in seiner Entstehung extrem ärgerlich, am Ende jedoch nicht mehr als Ergebniskorrektur. Der Finaleinzug war geschafft, aber hart erarbeitet. Das Spiel gibt es HIER nochmal komplett für euch.

Mülling, (Schröder) – Kautermann, Rönsch (1 Tor), Krötsching, Körner (1), Meier, Dahnke, Schmitt (1), H. Knüppel, Thürk (2), Neumann

 

Den Samstagabend verbrachten wir erschöpft bei unseren Freunden vom DOCK INN, die mit dem DFB alle Teams zu leckerem Essen und Livemusik eingeladen haben. Wir suchten uns einen Platz direkt am Fernseher, doch insgeheim wünschten wir uns alle ins Ostseestadion. An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch an unseren F.C. Hansa Rostock zum Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals. Gegen Nürnberg sind wir dann wieder auf der Tribüne. Mit einem Lächeln auf den Lippen ging es in die verdiente Nachtruhe, denn am nächsten Tag sollten wir es mit unserem Dauerrivalen aus Ibbenbüren zu tun bekommen, die sich im Neunmeter-Schießen gegen Real Münster durchsetzen konnten.

 

Rostocker Robben – Ibbenbürener BSC 6:3 (1:2, 3:1, 2:0)

Vor dem Spiel wurde viel geredet und diskutiert. Unser Team entschied sich im Vorfeld dazu, alle Streitereien und offenen Fragen nach hinten zu schieben und das Spiel sportlich zu entscheiden. Doch das erste Drittel bestärkte uns nicht unbedingt in unserer Haltung. Christian Biermanns sehenswertes 0:1 konnte erneut Ranger nach Fallrückziehervorarbeit von Krischi ausgleichen. Nur ein Tor in der regulären Saison, jetzt zwei im Final Four – das nennt man wohl einen Crunchtime-Player. Kurz darauf legte uns Nico Stehr ein Ei ins Nest, als er einen fragwürdigen Freistoß aus zentraler Position mit einem Aufsetzer im Tor platzieren konnte. Es waren zum einen diese Entscheidungen, zum anderen nicht gegebene Fouls, zugegebenermaßen auf beiden Seiten, die unseren Puls in die Höhe trieben. Dies konnten auch die 1.500 Zuschauer in der mehr als voll besetzten Sport & Beach Arena spüren. Mit einem 1:2-Rückstand ging es in die Pause.

Im zweiten Drittel konnte Krischi in der dritten Minute zum 2:2-Ausgleich abstauben. Mittlerweile hatte sich die Parie etwas beruhigt, auf beiden Seiten wurde mehr gespielt und weniger gekämpft, gehauen und gestochen. Nach einem Abstimmungsfehler bei einem gegnerischen Einwurf konnte Schier zum 2:3 für die Ibbenbürener einköpfen. Direkt im Gegenzug setzte Svenni einen schönen Fallrückzieher an den Pfosten. Den darauf folgenden Abwurf platzierte Patrick Biermann unhaltbar mit dem Kopf im eigenen Netz und sorgte so für den erneuten Ausgleich. Es folgten zwei falsche Anstöße der Ibbenbürener, für die Weirauch die Gelbe Karte sah. Kurz darauf stieg er Kröte nach einer Ecke auf den Körper. Eine knifflige Situation, in der man die Schiedsrichter dann aber loben muss, denn solche Aktionen abseits des Balles sehen nur wenige. Gelb-Rot für Weirauch, Neunmeter für Kröte, die erste Führung im Spiel. Alle Aktionen seit dem 2:3 durch Schier passierten dabei innerhalb einer Spielminute, die im Nachhinein als spielentscheidend zu bezeichnen ist. Mit dieser erstmaligen Führung ging es in die zweite Pause.

Diese Führung brachte uns nun die nötige Sicherheit für den letzten Durchgang. Wir verteidigten souverän, ließen hinten kaum etwas anbrennen und hatten mit Robin wieder einmal einen bombensicheren Rückhalt zwischen den Pfosten. Kröte wühlte im gegnerischen Strafraum gegen drei Gegenspieler und war nicht vom Ball zu trennen, Svenni kam aus dem Rückraum und haute das Ding einfach zum 5:3 in die Maschen. Das 6:3 durch Svenni fällt dann in einer Phase kurz vor Schluss, in der Ibbenbüren alles nach vorne wirft und uns so deutlich mehr Platz lässt, als noch zu Beginn der Partie. Auch dieses Spiel gibt es für euch nochmal in voller Länge.

Schröder, (Mülling) – Kautermann, Rönsch (1 Tor), Krötsching (1), Körner (2), Meier, Dahnke, Schmitt, H. Knüppel, Thürk (1)

 

Beim Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Für uns war es völlig ungewohnt, bereits zum Ende der regulären Spielzeit als Deutscher Meister festzustehen, nachdem es 2015 und 2017 ins Neunmeter-Schießen gegen Ibbenbüren ging, die sich nach dem Spiel als äußert faire Verlierer zeigten und uns geschlossen zur Meisterschaft gratulierten. Doch bei aller Bescheidenheit müssen wir nicht ohne Stolz festhalten, dass diese Meisterschaft unsere bisher verdienteste war. Wir schafften es, die ganze Saison über konstante Leistungen zu zeigen und haben uns mit der Titelverteidigung, auch in der Landes- und NOFV-Meisterschaft, selbst belohnt. Damit vertreten wir Deutschland im nächsten Jahr bereits zum vierten Mal beim Euro Winners Cup, der Champions League des Strandfußballs.

Dies wäre beim knallharten Final-Four-Modus jedoch nicht möglich gewesen, wenn IHR uns nicht so lautstark unterstützt hättet. Nahezu das gesamte Stadion stand hinter uns und lockte so die letzten Prozente aus uns heraus. Dafür möchten wir Danke sagen! Bedanken möchten wir uns auch bei unseren Partnern und Sponsoren, die uns in dieser Saison die Treue gehalten haben und uns Jahr für Jahr einiges an Sorgen nehmen. So produzierten beispielsweise der OSPA Sportclub sowie unser Gesundheitspartner AOK Nordost tolle Videos vom Finaltag:

Nach der Siegerehrung wurde der Platz gestürmt und zu späterer Stunde ging es mit unseren Freunden zu unserem Stammplatz beim Wikinger gestrandet, bei dem bis in die Nacht gefeiert wurde. Damit endete für die meisten von uns eine lange und wunderschöne Strandfußballsaison 2018. Nur Robin musste am nächsten Tag früh raus, denn das erste Treffen mit der Nationalmannschaft im Rahmen der EBSL in Warnemünde stand an. Danilo Schubert hat den Finaltag für euch fotografisch festgehalten. Danke dafür!

 

EBSL in Warnemünde

Zum zweiten Mal durfte Warnemünde internationalen Standfußball im Ostseebad begrüßen und wir sind stolz, ein Teil davon zu sein. Während aus rein sportlicher Sicht neben Robin weitere Robben-Spieler nominiert worden wären, machten berufliche, private oder organisatorische Gründe gleich mehrere Striche durch die Rechnung und so konnten wir nur Schrödi anfeuern. Die Vorzeichen für Deutschland waren klar, vier Punkte mussten her, um den Klassenerhalt in der Division A sicher zu schaffen. Am Ende reicht es nicht einmal für einen einzigen und es waren vor allem die anderen Teams, die die Zuschauer begeisterten. Mit 1:4 gegen Frankreich, 5:9 gegen Spanien und 0:4 gegen Russland hatte das deutsche Team kaum eine Chance. Der NDR hat das Wochenende mit der Kamera begleitet und erklärt euch im Video auch nochmal den Strandfußball im Allgemeinen.

Damit muss Deutschland vom 6. bis 9. September in Sardinien ins Promition Final gegen die besten sieben Teams aus der Division B, um den Abstieg doch noch in letzter Sekunde zu verhindern. In der Gruppenphase geht es gegen Moldawien, Rumänien sowie die starken Ungarn, ehe der Gruppenerste dieser Gruppe gegen den Sieger der anderen Gruppe im Finale um den Platz in der Division A spielt. Ganz nebenbei qualifiziert sich der Sieger des Promotion Finals auch noch für die European Games im Juni 2019 im weißrussischen Minsk.

Neben den Nationalteams konnten die Zuschauer jedoch auch uns noch in Aktion sehen. Samstag schaute Hauptsponsor Marteria mit Kumpel Casper vorbei, um ihr Album 1982, welches heute ernscheint, zu promoten und ein wenig gegen uns zu zocken. Herzlichen Glückwunsch zum Release-Day! 

Sonntag Vormittag stand unser Jubliäumsspiel zur Feier des Stadt- und Universitätsgeburtstages auf dem Plan, bei dem rund 25 Jubiläumstrikotkäufer gegen uns antraten. Geleitet wurde die Partie durch die FIFA-Schiedsrichter Torsten Günther und Malte Gerhadt, denen an dieser Stelle für ihren Einsatz nochmals herzlich gedankt sei. Wie das Spiel endete, ist nicht mehr wirklich nachzuvollziehen, jedoch hatten alle Beteiligten riesigen Spaß. Danke für diese beiden Spiele!

 

Damit endete unsere Saison mit zwei aufregenden Wochenenden am schönsten Strand Deutschlands. Wir hoffen, ihr hattet auf den Tribünen mindestens genauso viel Spaß wie wir auf dem Platz und freuen uns, euch alle im nächsten Jahr wiederzusehen. Morgen geht es für uns zum Saisonabschluss ins Ostseestadion. Vielleicht sehen wir ja den ein oder anderen von euch und stoßen nochmal auf die Meisterschaft an.

★★★★★

OuOuOu!